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Sechs mutmaßliche IS-Mitglieder in mehreren Bundesländern festgenommen

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Airbus-Absturz: Angehörige kritisieren langsame Ermittlungen

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Der Airbus A330-200 stürzte am Pfingstmontag auf einem Nachtflug von Rio nach Paris nach heftigen Turbulenzen in den Atlantik (Archivbild).

Rio de Janeiro - Mehr als ein halbes Jahr nach dem Absturz einer Air-France-Maschine im Atlantik haben Angehörige der Opfer massive Kritik an den Ermittlungen geübt. Es habe sich seit Juni nichts getan.

Dies bemängelten Sprecher von Opfergruppen in Brasilien nach einem Treffen mit dem Direktor der französischen Behörde für Unfallanalysen BEA, Jean-Paul Troadec. “Sie halten weiter beschönigende Reden. Aber sie wissen viel mehr, als sie preisgeben“, sagte Nelson Farias Marinho in einem TV- Interview. Marinho verlor bei dem Unglück am 1. Juni seinen Sohn. Ein anderer Angehöriger bemängelte, dass die Ermittlungen viel zu langsam verliefen. Er sprach von einer “Strategie“ zum Schutz der Fluggesellschaft.

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Troadec versicherte erneut, die Suche nach den Flugschreibern werde im Februar 2010 wieder aufgenommen. Nach drei Monaten solle dann eine weitere Bilanz gezogen werden. Die Wiederaufnahme der Suchaktion war zuvor verschoben worden. Am 17. Dezember soll ein weiterer Zwischenberichtvorgestellt werden. Bei dem Absturz kamen 228 Menschen ums Leben, darunter 28 Deutsche. Die Absturzursache ist noch unklar. Troadec und Chef-Ermittler Alain Bouillard hatten sich in Rio im französischen Generalkonsulat mehrere Stunden lang mit den Angehörigen getroffen, um ihnen eine Bilanz der bisherigen Untersuchungen vorzustellen. “Wir müssen versuchen, die Flugschreiber zu finden“, sagte Troadec. Ohne sie werde eine abschließende Beurteilung der Absturzursache nicht möglich sein.

Der Airbus A330-200 stürzte am Pfingstmontag auf einem Nachtflug von Rio nach Paris nach heftigen Turbulenzen in den Atlantik. Das Wrack der Maschine wird in einer Tiefe von 4000 Metern vermutet. Ursache und Ablauf des Unfalls, der mit dem Ausfall der Geschwindigkeitssonden begann, sind unklar. Bei der Suchaktion auf hoher See, rund 650 Kilometer von der brasilianischen Insel Fernando do Noronha entfernt, wurden 51 Leichen geborgen.

dpa

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