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Bluttat im Hauptbahnhof

Amokläufer von Düsseldorf soll eingesperrt bleiben

Polizisten im März bei dem Einsatz im Hauptbahnhof von Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini
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Polizisten im März bei dem Einsatz im Hauptbahnhof von Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini

Düsseldorf (dpa) - Dem mutmaßlichen Amokläufer vom Düsseldorfer Hauptbahnhof wird achtfacher versuchter Totschlag vorgeworfen. Wegen einer schweren psychischen Krankheit soll der 37-Jährige zur Tatzeit schuldunfähig gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft habe daher beantragt, den Mann dauerhaft in einer geschlossenen Psychiatrie unterzubringen, sagte eine Sprecherin des Düsseldorfer Landgerichts der Deutschen Presse-Agentur.

Der Mann hatte den Ermittlern zufolge am 9. März mit einer Axt gewütet und neun Menschen und anschließend sich selbst verletzt. Vier Opfer erlitten lebensgefährliche Kopfverletzungen. Unter den Verletzten waren auch ein 13-jähriges Mädchen aus Düsseldorf und zwei italienische Touristinnen. Die Polizei hatte Amok-Alarm ausgelöst und Hunderte Beamte mobilisiert. Der Hauptbahnhof war stundenlang gesperrt worden.

Auf der Flucht war der mutmaßliche Täter aus Wuppertal anschließend von einer Eisenbahnbrücke mehrere Meter tief auf eine Fahrbahn gesprungen. Dabei zog er sich Knochenbrüche zu und wurde festgenommen. Sollte das Gericht den Antrag der Staatsanwaltschaft zur Verhandlung zulassen, wird darüber nicht in einem Strafprozess, sondern in einem sogenannten Sicherungsverfahren entschieden.

Gegenüber der Polizei hatte der nicht vorbestrafte Mann angegeben, damit gerechnet zu haben, dass die Beamten ihn erschießen würden. Die Beamten hatten daher nicht ausgeschlossen, dass er in suizidaler Absicht seine Tötung provozieren wollte. In seiner Wohnung fanden Polizisten ein ärztliches Attest, das ihm eine «paranoide Schizophrenie» bescheinigte.

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