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Aufgrund zahlreicher Indizien

Wende im Fall Jennifer V.: Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage!

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Kirchbichl/Kufstein - Der Fall der toten Jennifer V., die Anfang April tot aus dem Inn geborgen wurde, gibt es eine neuerliche Wende: Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft hat gegen den Schwiegervater der toten Mutter Anklage wegen Mordes erhoben.

Insgesamt dreimal wurde der Schwiegervater der toten zweifachen Mutter aus Wörgl verhaftet. Doch die Beweise waren so dünn, dass die Polizei den 43-Jährigen zweimal wieder auf freien Fuß setzen musste. Seit 13. Mai sitzt er nun dauerhaft in Untersuchungshaft. Trotz umfangreicher Untersuchungen ist die Ursache für den Tod von Jennifer V. bis heute unklar.

Keine Hinweise für Suizid

Der Schwiegervater beteuerte bisher stets seine Unschuld. Dennoch ist die Staatsanwaltschaft überzeugt, dass die 26-Jährige ermordet wurde. Mehrere Obduktionen ergaben, dass die junge Mutter ertrunken ist. Ob jedoch Gewalteinwirkung vorliegt, konnte nicht nachgewiesen werden. Dazu lag die Leiche zu lange im Wasser. Doch auch für Unfall oder Selbstmord gibt es laut Staatsanwaltschaft keinerlei Hinweise. 

Nun hat die Innsbrucker Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes gegen den Schwiegervater erhoben: „Dem Mann wird vorgeworfen, seine Schwiegertochter am 2. Februar von der Arbeit abgeholt und zwischen 18 und 20.37 Uhr in Kundl auf eine nicht mehr feststellbare Weise vorsätzlich getötet zu haben“, so Hansjörg Mayr, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft gegenüber der Tiroler Tageszeitung. ein Prozesstermin sei jedoch noch nicht festgesetzt. 

Anklage gestützt auf Indizien

Aufgrund der Indizien geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Schwiegervater die zweifache Mutter getötet hat: Das letzte Lebenszeichen sind Videoaufnahmen vom 2. April. Auf denen sieht man, wie die junge Frau nach der Arbeit von einem Taxibus abgeholt wird. Die Tiroler Ermittler sind sicher, dass ihr Schwiegervater am Steuer saß.

Ein weiteres Indiz: Der Schwiegervater kaufte kurz nach dem Verschwinden der Frau zwei Handys mit Prepaid-Karten und verschickte damit SMS-Kurznachrichten in ihrem Namen.

Die Polizei konnte außerdem ermitteln, dass sie sich von ihrem Ehemann trennen wollte, was familiäre Hintergründe als Motiv wahrscheinlicher macht.

Bewegende Trauerfeier Anfang Juni

Anfang Juni wurde Jennifer V., die in Neuperlach lebte, auf dem orthodoxen Teil des Münchner Südfriedhof zu Grabe getragen. Rund 200 Familienangehörige und Freunde versammelten sich unter großer Trauer zum Begräbnis.

mh

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