Ausgangssperre in Bangkok angekündigt

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In Bangkok droht eine Ausgangssperre wegen der anhaltenden Unruhen.

Bangkok - Nach drei Tagen blutiger Auseinandersetzungen in Bangkok hat Thailands Ministerpräsident am Sonntag eine Ausgangssperre angekündigt. Die deutsche Botschaft in Bangkok hat geschlossen.

Die Einsatzleitung des Krisenzentrums arbeite noch an den Einzelheiten der Sperre, sagte Abhisit Vejjajiva in einer Fernsehansprache. Die 400 Schulen in der Stadt bleiben in der kommenden Woche geschlossen. Bei den Kämpfen sind seit Donnerstag nach jüngsten Angaben mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen.

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Auch die deutsche Botschaft öffnet am Montag nicht mehr für den Publikumsverkehr, sagte Botschafter Hanns Schumacher der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Zugang sei gefahrlos nicht mehr möglich. Die Botschaft unterhalte einen Not-Konsulardienst in den Räumen der französischen Botschaft, die außerhalb des umkämpften Gebietes liegt.

Kein friedliches Ende mehr möglich

Die Regierung sei zu dem Schluss gekommen, dass ein friedliches Ende der Proteste der Regierungsgegner nicht mehr möglich sei, sagte Abhisit. “Bewaffnete Terroristen sind für die Gewalt verantwortlich. Die Regierung muss diese Terroristen stoppen.“ Die Armee versucht, das rund drei Quadratkilometer große Areal um die Demonstranten vollständig abzuriegeln. Zahlreiche Frauen und Kinder, die dort seit Wochen mit den Demonstranten kampierten, verließen das Viertel. Die Zahl der Verbliebenen wurde auf rund 4000 geschätzt.

Die Anführer haben Widerstand bis zum letzten Mann angekündigt. Die protestierenden Rothemden wollen eine Auflösung des Parlaments und Neuwahlen. Ein Kompromiss mit Wahlen im November war vergangene Woche in greifbarer Nähe, doch legten die Rothemden immer wieder neue Forderungen auf den Tisch. Abhisit zog sein Angebot schließlich verärgert zurück.

dpa

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