Beben auf Kanaren-Insel - Evakuierung

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Direkt am Meer: Das El-Golfo-Tal auf El Hierro entstand, als vor Zehntausenden Jahren ein Drittel der Insel nach einem Erdbeben im Atlantik versank.

Kanaren - Auf einer der Kanaren-Inseln ist nach einer Serie schwacher Erdbeben die Gefahr eines Vulkanausbruchs gewachsen. Eine Ortschaft musste evakuiert werden.

Die Bewohner der Kanaren-Insel El Hierro sitzen auf gepackten Koffern. Sie haben wichtige Utensilien wie Ausweise, Transistorradios oder Taschenlampen zurechtgelegt, um im Falle eines Vulkanausbruchs auf eine Evakuierungsaktion vorbereitet zu sein. Seit drei Monaten bebt und zittert auf El Hierro die Erde. Mehr als 8000 Beben wurden registriert.

Zwar waren die Erdstöße mit einer Stärke von maximal 3,8 schwach, nur etwa ein Dutzend war für die Bevölkerung zu spüren. Aber sie gelten als ein Vorzeichen, dass auf der Insel ein Vulkanausbruch bevorstehen könnte. Die gut 10 000 Bewohner nahmen das Zittern der Erde anfangs ziemlich gelassen hin, aber nun wächst die Angst.

Denn die Intensität der Beben nimmt zu. Die Behörden gaben eine Vorwarnung heraus, stellten die Vulkan-Ampel auf Gelb und bereiteten Evakuierungen vor. Mehr als 50 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, Kinder bekamen schulfrei und der Tunnel an der Straße zwischen den Hauptorten Valverde und Frontera wurde gesperrt.

Unter der Insel haben sich Magma-Massen angesammelt und den Boden stellenweise um 35 Millimeter angehoben. Ob das Magma bis an die Erdoberfläche dringt, ist ungewiss. “Man geht nicht davon aus, dass ein Vulkanausbruch unmittelbar bevorsteht“, betonte die Regierung der Kanaren. Wissenschaftler bezifferten die Wahrscheinlichkeit eines Vulkanausbruchs auf 10 bis 15 Prozent.

Reise: Die kuriosesten Fälle vor Gericht

Reise: Die kuriosesten Fälle vor Gericht

Pamala Anderson
Blondinen, die sich grün ärgern: Als Blondine ging eine Mallorca- Urlauberin in den Pool, wie ein Marsmännchen mit grün gefärbten Haaren kam sie wieder heraus: Der zu hohe Chlor-Anteil im Wasser hatte die Haare der Klägerin verfärbt. Das beeinträchtigte die weitere Urlaubsfreude erheblich. Das Amtsgericht Bad Homburg sprach ihr eine Reisepreisminderung von zehn Prozent zu. © dpa
Pool
Das zusätzlich geforderte Schmerzensgeld gab es allerdings nicht. Begründung: Die Klägerin trug keine Badekappe, außerdem habe sie, so die Beweisaufnahme, die Haare früher bereits in schrillen Farben gefärbt. (AZ 2C 109/97-10). © dpa
Reise Recht kuriose Fälle Urteile
Schwanger durch den Hotel-Pool: Schier unglaublich, aber trotzdem wahr ist auch die Geschichte einer polnischen Mutter, die eine Schadensersatzklage anstrebte, weil ihre Tochter schwanger aus dem Ägypten- Urlaub nach Hause kam. Schuld sei ihrer Ansicht nach ein mit Spermien verunreinigter Hotel-Pool gewesen... © dpa
Zu hohe Wellen auf den Seychellen: Aktuell kursiert das Urteil eines Wiesbadeners, der aufgrund der Wetterbedingungen auf den Seychellen das Meer nicht nach seinen Vorstellungen nutzen konnte. Das Landgericht Hannover verneinte einen Minderungsanspruch an den Reiseveranstalter. (AZ 1 O 59/09).
Zu hohe Wellen auf den Seychellen: Aktuell kursiert das Urteil eines Wiesbadeners, der aufgrund der Wetterbedingungen auf den Seychellen das Meer nicht nach seinen Vorstellungen nutzen konnte. Das Landgericht Hannover verneinte einen Minderungsanspruch an den Reiseveranstalter. (AZ 1 O 59/09). © dpa
Reise Recht kuriose Fälle Urteile
Abifeier auf dem Seniorenschiff: Zwei Abiturientinnen wollten ihre bestandene Prüfung mit Gleichaltrigen auf einer Piratenschiff- Kreuzfahrt vor der Küste Dalmatiens feiern. Die Schiffsreise wurde von eine Jugend-Reiseveranstalter angeboten, der sich auf Urlauber bis maximal 25 Jahre spezialisiert hatte... © ots
...Weil der Zweimaster aber überbucht war, wurden die Abiturientinnen auf einem anderen Schiff untergebracht. Auf dem Ersatzdampfer befanden sich allerdings ausschließlich Reisende der Generation 75 Plus. Den Jugendlichen wurde vor Gericht Schadensersatz in Höhe von 80 Prozent des Reisepreises (1100 Euro) zugesprochen (LG Frankfurt/ Main, AZ 2/24 S 15/04).
...Weil der Zweimaster aber überbucht war, wurden die Abiturientinnen auf einem anderen Schiff untergebracht. Auf dem Ersatzdampfer befanden sich allerdings ausschließlich Reisende der Generation 75 Plus. Den Jugendlichen wurde vor Gericht Schadensersatz in Höhe von 80 Prozent des Reisepreises (1100 Euro) zugesprochen (LG Frankfurt/ Main, AZ 2/24 S 15/04). © dpa
Reise Recht kuriose Fälle Urteile
Business-Class mit Schnarchkonzert: Unerträglich war für einen Südafrika- Reisenden das Schnarchkonzert seines Sitznachbarn im Flieger. Er wollte sein Geld von der Fluggesellschaft zurückerstattet bekommen. Das Amtsgericht Frankfurt stufte die Lärmbelästigung als bloße Unannehmlichkeit ein, die ein Fluggast auch in der Business-Class hinzunehmen hätte (AZ 31 C 842/01-83). © dpa
Reise Recht kuriose Fälle Urteile
Zu viele Einheimische auf Mauritius: Einem deutschen Urlauberpärchen missfielen die Einheimischen, die sich ebenfalls am Strand von Mauritius sonnten. Das Amtsgericht Aschaffenburg sah in der Anwesenheit der Einheimischen jedoch weder einen Reisemangel noch Grund für getrübte Urlaubsfreuden und wies die Klage ab (AZ 13 C 3517/95). © dpa
Reise Recht kuriose Fälle Urteile
Albtraum Himmelbett: Aus allen Wolken fiel ein Urlauberpaar, als es in Venedig das Hotelzimmer der Kategorie Grand Deluxe betrat (pro Nacht knapp 480 Euro). Statt des im Reisekatalog abgebildeten Himmelbetts mit Vorhängen stand dort ein ganz unromantisch Doppelbett. Da das Zimmer auch sonst nicht den Katalogbildern entsprach, erstritten sich die Urlauber eine Rückerstattung des Reisepreises von 15 Prozent (AZ 414 C 3852/08). © dpa
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Naturerscheinung am Karibikstrand: Mehr als 400 Flohbisse am Körper zählte ein Urlauberpaar nach dem ersten Strandtag in der Dominikanischen Republik. Eine Klage gegen den Reiseveranstalter blieb allerdings erfolglos. Beim Auftreten von Sandflöhen handle es sich, so die Richter am Amtsgericht Köln, „um nicht zu verhindernde Naturerscheinungen“. (AZ 134 C 419/07). © dpa
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Keine Getränke ohne Trinkgeld: Zwei Touristen hatten einen Kuba-Urlaub all inclusive gebucht. Doch nur mit regelmäßigen Trinkgeldzahlungen gab es Getränke, ansonsten waren lange Wartezeiten die Regel. Das Amtsgericht Köln sprach den beiden Urlauber eine Minderung des Reisepreises zu. Es könne nicht angehen, dass Personal für bereits bezahlte Leistungen Trinkgeld begehre. (Amtsgericht Köln, AZ 122 C 171/00). © dpa
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Der Muezzin darf rufen: Die täglichen Muezzin-Gebetsrufe vom benachbarten Minarett wollten einer Türkei-Touristin nicht gefallen. Sie rief den Richter wegen des angeblichen Reisemangels zu Hilfe. Das Amtsgericht Düsseldorf befand die Gebetsrufe allerdings als hinzunehmende, ortsübliche Geräusche und lehnte einen Minderungsanspruch ab (AZ 48 C 5461/08). © dpa
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Ramadan: Im Fastenmonat Ramadan hatte ein Ehepaar eine Oman-Reise angetreten und nach der Hälfte der Reisezeit wieder abgebrochen. Denn auch für das Paar galt: Kein Rauchen kein Essen, keine Getränke, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Das Ehepaar bekam zehn Prozent des Reisepreises zurückerstattet. Die Reisebüromitarbeiterin hätte, laut dem Gericht, besser aufklären müssen. (Landgericht Dortmund, AZ 17 S 45/07). © dpa
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Keine Sonnengarantie über der Sahara: Am Roten Meer regnet es in manchen Regionen nur alle zehn Jahre einmal. Ein Urlauber hatte trotzdem Pech mit dem Reisewetter. Er forderte wegen des nasskalten Wetters vom Reiseveranstalter sein Geld zurück. Das Amtsgericht Stuttgart-Bad Cannstatt wies die Klage ab, denn für Regenwetter gäbe es keinen Ersatz. (Amtsgericht Stuttgart- Bad Cannstatt, AZ 10 C 801/96). © dpa
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Schwedischer Stil: Ein Schweden-Urlauber verlangte Schadensersatz, weil sein Ferienhaus nur ein Plumpsklo, und nicht wie im Katalog mit einer Toilette, ausgestattet war. Das Landgericht Hamburg wies die Klage ab: Bei einem Ferienhaus in freier Natur könne nicht zwingend mit einer Wasserspülung gerechnet werden. Der Begriff „WC“ wurde im Katalog absichtlich nicht verwendet. Und ein Plumpsklo sei tatsächlich auch eine Toilette (AZ 313 S 78/02). © dpa
Reise Recht kuriose Fälle Urteile
Ohne Deo auf Hawaii: Ein Passagier musste unmittelbar vor dem Abflug nach Düsseldorf wieder aussteigen. Grund: Seine Sitznachbarin hatte sich beim Kapitän über den starken Schweißgeruch beschwert. Die Fluggesellschaft musste dem Passagier 260 Euro für das Hotelzimmer aufgrund der Reiseunterbrechung als Schadensersatz erstatten (OLG Düsseldorf, AZ 18 U 110/06). © dpa
Entgangene Urlaubsfreuden auch für Fünfjährige: Der Cluburlaub in Ägypten war für einen Fünfjährigen ein Desaster. Kinderpool und Kinderclub waren noch eine Bausstelle. Das Gericht minderte deswegen den Reisepreis um 73 Prozent und gestanden der Klägerin und ihrem Sohn eine Entschädigung von insgesamt 1765 Euro zu. (AZ.: 2-24 S 61/10) © dpa

Sollte es zu einer Eruption kommen, weiß niemand, an welcher Stelle sie sich ereignen würde. El Hierro verfügt nicht wie andere Vulkane über einen großen Krater, sondern über Hunderte von kleinen Trichtern. Die auf die Insel entsandten Vulkanologen Itahiza Domínguez und Víctor Villasante gehen davon aus, dass das Magma bei einer Eruption durch keinen der bestehenden Krater austreten, sondern sich einen neuen Riss in die Erdoberfläche bahnen würde.

Den letzten Vulkanausbruch auf den Kanaren hatte es 1971 auf La Palma gegeben. Die Eruption vor 40 Jahren verlief harmlos. Der einen Berghang hinabfließende Lavastrom lockte sogar Touristen auf die Insel. So etwas könnte sich auf El Hierro wiederholen. “Es ist verständlich, dass die Menschen erschrocken sind, aber es besteht keinerlei Gefahr“, sagte der Vulkanologe Eumenio Ancochea der Nachrichtenagentur Efe. “Bei Vulkanausbrüchen auf den Kanaren fließt die Lava nur langsam voran, und man kann bequem Fotos machen.“

Die Kanaren sind vulkanische Inseln, die sich vor Millionen von Jahren aus dem Meer erhoben haben. Im Laufe der Zeit ereigneten sich einige gigantische Katastrophen. Auf El Hierro zum Beispiel, das vor etwa einer Million Jahren entstand und damit die jüngste der Inseln ist, brach vor etwa 130 000 Jahren ein Teil der Insel ab, rutschte ins Meer und löste eine riesige Tsunami-Welle aus. Auch La Palma ruht auf einer wackeligen Basis. Britische Wissenschaftler legten vor elf Jahren eine Studie vor, wonach die Insel eines Tages in sich zusammenbrechen und im Atlantik versinken könnte. Spanische Experten wiesen die Prognose als Panikmache zurück.

Die besten Orte für einen Heiratsantrag

Die besten Orte für einen Heiratsantrag

Traumstrand Heiraten Antrag
Schmetterlinge im Bauch? Haben Sie plötzlich Lust auf Heiraten bekommen? Unvergesslich sollte ein Heiratsantrag sein. Dabei spielt natürlich die Location eine große Rolle. Hier die  besten Orte für einen Heiratsantrag. Top 1: Wer sicher gehen will, ein "Ja" von seiner Herzdame oder Herzbuben zu hören, sollte an einem Taumstrand seinen Antrag stellen (37 Prozent). © tmn/dpa
Kussmund
Top 2: Zuhause (13 Prozent). © dpa
Top 10: Die zehn besten Orte für einen Heiratsantrag
Top 3: Paris auf dem Eiffelturm (11 Prozent). © dpa
Top 5. In einem Traumhotel (8 Prozent). © dpa
Top 10: Die zehn besten Orte für einen Heiratsantrag
Top 6. New York: auf einem Wolkenkratzer (7 Prozent). © dpa
Restaurant
7. In einem Restaurant (4 Prozent). © dpa
Spanische Treppe in Rom
8. Rom: auf der Spanischen Treppe (4 Prozent). © dpa
Berge Bayern
9. In den Bergen. © dpa
Venedig
Top 4: Venedig: in einer Gondel (9 Prozent). © dpa
Top 10: Die zehn besten Orte für einen Heiratsantrag
10. In einer Fernsehsendung (0 Prozent). TV-Moderatorin Monika Lierhaus macht ihrem Lebensgefährten Rolf Hellgardt am 05.02.2011 während der Veranstaltung "Goldene Kamera" in Berlin einen Heiratsantrag. © dpa

Auf El Hierro betonen die Verantwortlichen immer wieder, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestehe. “Wir erwägen in keinem Fall, die ganze Insel zu evakuieren“, sagte der kanarische Sicherheitschef Juan Manuel Santana. Bei einem Vulkanausbruch sei im schlimmsten Fall geplant, 4000 Menschen in Sicherheit zu bringen. “Anders als Erdbeben kündigen sich die Eruptionen vorher an“, betonte der Geologe José Luis Barrera. Das spanische Geografie-Institut hat auf den Kanaren seit dem 15. Jahrhundert elf Eruptionen verzeichnet. In einigen Fällen kamen auch Menschen ums Leben.

El Hierro ist die am weitesten westlich liegende Insel des Archipels. Sie verfügt kaum über Badestrände und blieb daher abseits der Ströme des Massentourismus. Seit Beginn der Geschichtsschreibung wurde dort noch kein Vulkanausbruch registriert. Im Jahr 1793 ereignete sich eine Serie von Erdbeben. Ob es damals auch zu einer Eruption kam, ist nicht eindeutig belegt.

dpa

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