Bergung des Airbus ist der letzte Weg

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Wenn die Suche nach der black box erfolglos bleibt, ist der letzte Weg, das Wrack zu bergen.

Braunschweig - Sollte die black box der abgestürzten Air-France-Maschine nicht gefunden werden, bleibt nur noch die Bergung des Flugzeugs aus dem Atlantik. Die ist allerdings extrem aufwenig und teuer.

Eine Bergung und Rekonstruktion der im Atlantik abgestürzten Air-France-Maschine wird nach Einschätzung der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) nur dann versucht werden, wenn der Flugdatenschreiber nicht gefunden wird. “Das ist sehr aufwendig und kann Jahre dauern“, sagte BFU-Experte Karsten Severin am Freitag der dpa in Braunschweig.

Wenn die sogenannte black box nicht geortet werden könne, bliebe nichts anderes übrig, als den Unfallhergang anhand von Wrackstücken zu untersuchen. “Das ist sehr mühselig und kostspielig und möglichst zu vermeiden. Das macht man nur, wenn man muss.“ Eine Bergung von Wrackstücken in mehreren tausend Metern Tiefe könne allenfalls vom Militär oder speziellen Bergungsfirmen angegangen werden, sagte Severin.

Die BFU beispielsweise sei dazu selber nicht in der Lage. Sollte es allerdings dazu kommen, werde ein BFU-Experte daran beteiligt, da es bei dem Absturz deutsche Opfer gab. Für eine Rekonstruktion des verunglückten Flugzeuges werde versucht werden, die Wrackteile auf einem Gittergerüst zu befestigen. In Einzelfällen sei dies in der Vergangenheit bereits geschehen, etwa nach dem Anschlag auf eine PanAm-Maschine über dem schottischen Lockerbie 1988.

dpa

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