Bilanz: Mehr als jeder zweite Flug gestrichen

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Mehr als jeder zweite Flieger ist in den vergangenen sechs Tagen ausgefallen.

Brüssel - Die Bilanz von sechs Tagen Luftraumsperre wegen der Aschewolke, die aus Island über Europa zog, ist verheerend. 100.000 Flüge sind ausgefallen. Das ist mehr als jeder zweite Flug.

In den sechs Tagen mit Flugverboten an Europas Himmel ist mehr als jeder zweite Flug gestrichen worden. Seit Beginn der Asche-Gefahr am vergangenem Donnerstag fielen mehr als 100.000 Verbindungen aus - normalerweise hätten in dieser Zeit rund 190.000 Flüge über Europa abgewickelt werden sollen. Diese erste Bilanz zog die europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol am Mittwoch in Brüssel.


Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Tief unten im Eyjafjalla-Gletscher brodelt der Vulkan, der uns seit Tagen Asche nach Europa schickt. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Weil der Vulkan so weit unten im Gletscher liegt, kühlt seine Lava so schnell ab und wird zu Staub, den er dann hinaus in die Athmosphäre schleudert. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Das ist das Besondere am Eyjafjalla-Vulkan. Wäre der Gletscher nicht, würde die Lava nicht so schnell kalt und könnte abfließen. Stattdessen wird sie in Nanopartikel in die Luft geschleudert. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Lava und Staub aus dem Eyjafjalla-Vulkan. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Die Aschewolke ist bis zu elf Kilometer in den Himmel geschossen. Inzwischen ist der Eyjafjalla schwächer geworden und schleudert seine Asche nicht mehr so weit in die Luft. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Rauch- und Ascheschwaden über Island. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Aus der Luft: Die Aschewolke, die der Eyjafjalla ausspuckt. © dpa
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Die Aschewolke über Europa. Wenn Das stabile Hochdruckgebiet über Deutschland sich verzieht und sich die Wetterlage ändert, kann auch die Asche woanders hintreiben. © dpa
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Wissenschaftler sind ganz nah dran am Eyjafjalla-Vulkan. © dpa
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Satellitenbild: Die Aschewolke über Europa... © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
... Deutschland liegt mitten drin im Aschefeld. © dpa

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Am Mittwoch war der europäische Luftraum über sechs Kilometern Höhe komplett freigegeben. Auch unterhalb dieser Höhe waren Flüge in fast ganz Europa wieder erlaubt - Einschränkungen gab es laut Eurocontrol nur noch in Schweden und rund um die finnische Hauptstadt Helsinki. Die Flug-Experten in Brüssel gingen jedoch davon aus, dass auch diese Einschränkungen im Laufe des Tages aufgehoben würden.

Von den normalerweise an einem Mittwoch gezählten 28.000 Flügen sollten bis zum Abend 21.000 starten und landen. Das entspricht einem Ausfall von nur 25 Prozent. Am Dienstag war noch rund die Hälfte aller Verbindungen gestrichen. Auf dem Höhepunkt des Flug-Chaos am Sonntag hatte Eurocontrol rund 80 Prozent Streichungen gezählt.

dpa

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