Cockpitverbot für Laptops und MP3-Player

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Ein Pilot sitzt auf dem Flughafen in Frankfurt am Main im Cockpit eines Airbus A380.

Washington - Technische Geräte wie Laptops und MP3-Player sollen künftig im Cockpit verboten werden. Damit reagiert der US-Kongress auf den Irrflug eines Passagierflugzeugs.

Nach dem Irrflug eines Passagierflugzeugs will der US-Kongress die Verwendung von Laptops, MP3-Playern und anderen persönlichen Geräten generell verbieten. Bislang ist deren Nutzung nur bei Flughöhen unter 3.000 Metern untersagt, also nach dem Start und vor Landungen.

Zwei Piloten der Gesellschaft Northwest hatten am 21. Oktober ihren Zielflughafen Minneapolis verpasst. Mehr als eine Stunde lang reagierten sie nicht auf Funksprüche der Bodenkontrolle. Erst als das Flugzeug Minneapolis schon 240 Kilometer hinter sich gelassen hatte, kehrten sie um und brachten ihre 144 Passagiere mit erheblicher Verspätung ans Ziel. Danach gaben sie an, sie hätten die Funksprüche nicht bemerkt, da sie sich auf einem Notebook mit ihrem neuen Dienstplan beschäftigt hätten.

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Der Vorsitzende des Unterausschusses für den Luftverkehr im Washingtoner Senat, Byron Dorgan, sagte am Montag, sein Büro bereite eine Vorlage für ein neues Gesetz vor, das Laptops und andere persönliche Elektrogeräte im Cockpit verbiete. Er sei nach dem Vorfall mit Northwest-Flug 188 überrascht gewesen, dass die Luftverkehrsbehörde FAA dies nicht schon längst in diesem Sinne geregelt habe. Die FAA hat den beiden Piloten die Fluglizenz entzogen.

ap

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