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Unerwartete Untersuchungsergebnisse

Corona-Infektion bei Rauchern unwahrscheinlicher? Forscher überraschen mit Modell - doch Warnung folgt direkt

Ein Raucher zieht an einer Zigarette.
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Infizieren sich Raucher seltener mit dem Coronavirus? Forscher lieferten zu dieser These ein überraschendes Modell (Symbolbild).

Sind starke Raucher besser vor einer Corona-Infektion geschützt? Ein Modell scheint diese Annahme zu bestätigten. Doch Mediziner sprechen dennoch eine Warnung aus.

  • Noch immer wissen Forscher nicht genug über das Coronavirus.
  • Untersuchungen scheinen nun allerdings einen interessanten Zusammenhang zwischen Rauchen und Infektionen herzustellen.
  • Laut eines Modells infizierten sich Raucher seltener mit dem Virus.

Duisburg - Geschädigte Blutgefäße, Herz-Kreislauf-Probleme und Lungenerkrankungen: Rauchen bringt viele gesundheitlichen Risiken mit sich. Hinsichtlich einer Coronavirus-Infektion* könnten Raucher allerdings im Vorteil sein. Zu diesem ungewöhnlichen Ergebnis kommt zumindest ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.

Wie zunächst die Bild am Sonntag berichtet hatte, entwickelten die Forscher ein Vorhersagemodell für die Wahrscheinlichkeit eines positiven Coronatests. Dabei zeigte sich eine unerwartete Auffälligkeit: Menschen, die mehr als 10 Zigaretten pro Tag rauchten, hatten eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit für ein positives Testergebnis.

Coronavirus: Infizieren sich starke Raucher seltener? Frühere Studie kam bereits zu überraschendem Ergebnis

Doch infizieren sich starke Raucher tatsächlich seltener mit dem Coronavirus*? Bereits im Frühjahr dieses Jahres war eine Studie aus Frankreich zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Dort zeigte sich, dass sich deutlich weniger Raucher mit dem Virus infizierten und an Covid-19* erkrankten.

Studienergebnisse im Video: Kann Nikotin eine Corona-Infektion verhindern?

Eine genaue Erklärung für dieses Phänomen gibt es allerdings aktuell noch nicht. Im Gespräch mit der Bild am Sonntag kam auch Prof. Michael Pfeifer, Leiter der Pneumologie am Universitätsklinikum Regensburg, zu Wort. Auch wenn es keinen endgültigen Beweis für diesen Ansatz gibt - eine mögliche Erklärung wäre, dass Nikotin eine Veränderung an den Rezeptoren der Zellen bewirke. Auch das Virus versucht in die Zellen einzudringen und sich dort zu vermehren. Durch das Nikotin könnte es möglicherweise abgewehrt werden.

Coronavirus: Erkranken Raucher seltener? Mediziner liefert Dämpfer

Der Mediziner macht jedoch ganz deutlich: einen kausalen Zusammenhang, dass Rauchen vor Corona schütze, gebe es nicht. Zu beachten sei außerdem, dass eine Covid-19-Erkrankung bei Rauchern nach einer Infektion schwerer verlaufe. Dies sei wissenschaftlich belegt. Problematisch sei dabei unter anderem, dass Raucher oft an noch nicht diagnostizierten Vorerkrankungen von Bronchien und Lunge leiden würden. Raucher landen deshalb mit einer Corona-Infektion* öfter auf der Intensivstation.

Davon, aufgrund des möglicherweise verringerten Infektionsrisiko mit dem Rauchen anzufangen, raten Mediziner dringend ab. (nema) (*Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Unterdessen gerät eine Mutation des Coronavirus außer Kontrolle. Die neue Virus-Variation ist deutlicher ansteckender als die bereits bekannte Form.

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