News-Ticker

Coronavirus: Italien meldet ersten Todesfall – Sprunghafter Anstieg der Infizierten in Südkorea

  • schließen
  • Rebecca Röhrich
    Rebecca Röhrich
    schließen
  • Marvin Ziegele
    Marvin Ziegele
    schließen

In Italien besteht große Sorge vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Auch in Südkorea steigt die Zahl der Erkrankten.

  • Coronavirus-Epidemie greift weiter um sich, Zahl der Todesopfer steigt weiter
  • Der Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie wird für Ende Februar erwartet
  • Erster Europäer an neuartigem Coronavirus in Italien gestorben

Update vom Samstag, 22.02.2020, 06.30 Uhr: In Italien ist der erste Europäer am neuartigem Coronavirus in Italien gestorben gestorben. Bei dem Opfer handele es sich um einen 78-jährigen Italiener, sagte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza. Der Verstorbene sei zuvor positiv auf das Virus getestet worden. Der Mann war dem Minister zufolge wegen einer anderen Krankheit vor etwa zehn Tagen in einem Krankenhaus in der Region Venetien im Norden Italiens behandelt worden. In Venetien waren zuvor zwei Infektionsfälle von örtlichen Behörden bestätigt worden, in der benachbarten Lombardei 15 Fälle.

Besorgniserregend ist die Lage derzeit auch in Südkorea, wo die Zahl der Neuinfizierten am Samstag sprunghaft anstieg: Die Behörden des Landes meldeten 142 neue Erkrankungsfälle, die Gesamtzahl stieg damit auf 346 - die zweithöchste außerhalb Chinas. 

Unterdessen sind mehrere Ex-Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“, das wegen des Coronavirus zwei Wochen im japanischen Yokohama unter Quarantäne stand, in Berlin eingetroffen. An Bord einer italienischen Maschine landeten die Menschen am Samstagmorgen im militärischen Teil des Flughafens Tegel, wie das Auswärtige Amt auf Twitter mitteilte.

Dort sollten sie von einem Amtsarzt im Empfang genommen und untersucht werden. Laut Behörden sollten die Rückkehrer zwei Wochen lang zu Hause isoliert werden. Über die Berliner Passagiere hatte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag gesagt, diese seien negativ auf das neuartige Coronavirus Sars CoV-2 getestet worden.

Coronavirus: Neue Fälle in Italien - Schließung von Schulen und Ämtern angeordnet

Update vom Freitag, 21.02.2020, 20.40 Uhr: Die Sorge in Italien aufgrund der Coronavirus-Infektionen wächst: Mindestens zehn norditalienische Städte haben die sofortige Schließung von Schulen, Behörden und sonstigen öffentlichen Gebäuden angeordnet. Auch Lebensmittelgeschäfte, Bars, Diskotheken sowie Sportzentren sollten in den betroffenen Orten mindestens für eine Woche geschlossen bleiben, teilte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza nach einer Krisensitzung mit, die wegen mehr als ein Dutzend neuer Infektionsfälle in Norditalien einberufen worden war. 

14 Menschen wurden nach Angaben der Behörden in der Lombardei in und um die Kleinstadt Codogno positiv auf das Coronavirus getestet. Alle hatten offenbar zuvor dieselbe Bar besucht und mit den gleichen Menschen Kontakt. In den betroffenen Orten in der Lombardei riefen die Behörden rund 50.000 Menschen auf, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen. Zwei weitere Fälle wurden in der Region Venetien von lokalen Behörden bestätigt. 

Der Bürgermeister der lombardischen Stadt Codogno hatte bereits zuvor angeordnet, dass alle öffentlichen Gebäude des 15.000-Einwohner-Ortes für einen Zeitraum von bis zu fünf Tagen geschlossen bleiben sollen. Mehrere positive Coronavirus-Tests in der Gemeinde hätten „eine Alarmsituation geschaffen“, sagte Francesco Passerini.

Coronavirus: Neue Infektionsherde in China, Südkorea und Iran alarmieren WHO

Update vom Freitag, 21.02.2020, 18.55 Uhr: Die Zahl nachgewiesener Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 in der norditalienischen Lombardei hat sich am Freitagabend um weitere acht auf 14 erhöht. Das teilte der Gesundheitsbeauftragte der Lombardei, Giulio Gallera, mit.

Ein 38-jähriger Patient lag am Freitag in ernstem Zustand auf der Intensivstation des Krankenhauses der Kleinstadt Codogno. Zu den bisher positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Menschen in der Lombardei gehört die schwangere Frau des Schwerkranken. Mit drei zuvor in Rom erfassten Fällen gibt es nun insgesamt 17 Nachweise in Italien.

Update vom Freitag, 21.02.2020, 17.40 Uhr: Die steigende Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus außerhalb von China alarmiert die WHO. „Das Zeitfenster, um diesen Ausbruch unter Kontrolle zu halten, wird kleiner“, warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag (21.02.2020) in Genf. Wenn man jetzt die Chance verpasse, habe die Welt ein ernsthaftes Problem, sagte er. Zuletzt hatten vor allem neue Fälle in Südkorea und im Iran für Unruhe gesorgt. Auch in Italien wurden neue Infektionen gemeldet. Der Irak kündigte an, bis auf Weiteres den Reiseverkehr zwischen beiden Ländern zu stoppen. Die Fluggesellschaft Kuwait Airways setzte alle Flüge in den Iran aus.

Ghebreyesus mahnte, man müsse um jeden Preis vermeiden, dass man eines Tages zurückblicke und es bereue, dass „wir von diesem Zeitfenster nicht Gebrauch gemacht haben.“ Deswegen fordert er von den Geberländern, mehr Mittel für die Forschung am Coronavirus und den Kampf gegen die Infektionskrankheit bereitzustellen. Außer chinesischen Wissenschaftlern arbeiten auch Forschungseinrichtungen und Unternehmen in anderen Ländern wie etwa das Institut für Virologie der Philipps-Universität im hessischen Marburg an einem Impfstoff. 

Update vom Freitag, 21.02.2020, 15.35 Uhr: Neue Infektionsherde in China, eine deutliche Zunahme der Ansteckungen in Südkorea und neue Fälle im Iran, in Israel und im Libanon - bei der Epidemie des Coronavirus zeichnet sich weiter keine Entspannung ab. In China wurden am Freitag unter anderem hunderte Infektionen in Gefängnissen gemeldet. In Südkorea breitete sich der Erreger ausgehend von einer Sekte in der Metropole Daegu weiter aus.

Coronavirus breitet sich in Gefängnissen aus

Die chinesischen Behörden räumten ein, dass es in mehreren Gefängnissen mehr als 500 Infizierte gebe. 230 Infektionen wurden allein im Frauengefängnis in Wuhan, dem Epizentrum der Epidemie, registriert. Außer in der Provinz Hubei gab es auch in den östlichen Provinzen Shandong und Zhejiang Gefängnisse mit Coronavirus-Fällen. Mehrere Vertreter der Justizvollzugsbehörden wurden daher entlassen. Zudem traten im Pekinger Fuxing-Krankenhaus gehäuft Neuinfektionen auf.

Chinas Staatschef Xi Jinping sagte am Freitag bei einer Politbüro-Sitzung, der Höhepunkt der Epidemie sei „noch nicht gekommen“, die Lage in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei sei weiterhin „düster und kompliziert“. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus mahnte, wenn die internationale Gemeinschaft jetzt nicht „hart“ gegen das Virus vorgehe, werde sie vor einem „schwerwiegenden Problem“ stehen.

Update vom Freitag, 21.02.2020, 11.25 Uhr: Wann kommt der erste Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus?  Nach Einschätzung chinesischer Behörden könnte er von Ende April an getestet werden. Mehrere Forscherteams arbeiteten mit unterschiedlichen Techniken an der Entwicklung eines Impfstoffs, sagte der chinesische Vize-Forschungsminister Xu Nanping bei einer Pressekonferenz in Peking. „Der erste dürfte gegen Ende April in klinischen Tests erprobt werden.“

Coronavirus: Forscher in China und Deutschland arbeiten an einem Impfstoff

Die chinesischen Forscher verwenden demnach unter anderem deaktivierte Viren oder produzieren mit Gentechnik Proteine, die als Antikörper gegen den Erreger dienen sollen. Ein weiterer Ansatz ist die Modifizierung von bestehenden Grippe-Impfstoffen. Einige der Substanzen würden derzeit an Tieren getestet, sagte Zeng Yixin, der Vize-Direktor von Chinas Nationaler Gesundheitskommission.

Außer chinesischen Wissenschaftlern arbeiten auch Forschungseinrichtungen und Unternehmen in anderen Ländern wie etwa das Institut für Virologie der Philipps-Universität im hessischen Marburg an einem Impfstoff. 

Derweil wird die Sorge um die Olympischen Spiele* immer größer. Virologen zweifeln daran, dass im Sommer Millionen Menschen in Japan die Spiele verfolgen können: Nach China ist Japan am stärksten vom Coronavirus betroffen.

Mehr als 100 Tote in China, Rückkehrer in Stuttgart erwartet

Update vom Freitag, 21.02.2020, 07.10 Uhr: Wieder sind in China 118 Menschen an der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit gestorben.  In Festland-China sei die Zahl der nachgewiesenen Infektionen bis Freitag auf insgesamt 75.465 Fälle gestiegen, teilte die Gesundheitskommission in Peking mit. Experten rechnen allerdings mit einer sehr viel höheren Dunkelziffer. Mit den neuen Todesfällen sind nun offiziell 2236 Tote in der Volksrepublik zu beklagen.

Unterdessen sind in Südkorea Dutzende weitere Fälle von Ansteckungen unter den Mitgliedern einer Sekte bestätigt worden. Bei Mitgliedern der Shincheonji Church of Jesus aus der Stadt Daegu wurden 39 neue Infektionsfälle nachgewiesen. Die offizielle Gesamtzahl der mit dem Virus infizierten Sektenmitglieder stieg damit auf mehr als 80.

Wegen Coronavirus: Irak schließt Grenze zum Iran

Aus Furcht vor einem Überschwappen des nun auch im Iran nachgewiesenen Coronavirus schloss der Irak seine Grenze zum Nachbarland. Iraner dürften die Übergänge nicht länger passieren. Aus der Islamischen Republik einreisende Iraker würden den vom Gesundheitsministerium angeordneten Prüfungen unterzogen, teilte die irakische Grenzschutzbehörde mit. Irakischen Medienberichten zufolge setzte die staatliche Fluggesellschaft Iraqi Airways zudem vorerst ihre Verbindungen zu iranischen Zielen aus.

Coronavirus: Rückkehrer landen am Freitag in Stuttgart

Nach einer neuen europäischen Rückholaktion aus Wuhan sollen am Freitag in Stuttgart mehr als ein Dutzend Heimkehrer eintreffen. Sie kommen zunächst mit anderen Europäern in einer französischen Maschine nach Paris. Nach ihrer Ankunft am Vormittag auf dem Flughafen Stuttgart sollen die Reisenden zunächst untersucht und dann in eine Quarantäne-Station im Landkreis Esslingen gebracht werden.

Rückkehrer aus China landen am Flughafen in Stuttgart.

Sechs Passagiere aus Deutschland, die in Yokohama noch auf der „Diamond Princess“ waren, fliegen mit anderen Europäern in einem italienischen Flugzeug nach Berlin. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Tokio erfuhr, ist der Abflug für Freitag 22.00 Uhr Ortszeit (14.00 MEZ) geplant. Das Schiff hatte zwei Wochen unter Quarantäne gestanden. Ein deutsches Ehepaar aus Hessen war positiv getestet worden und liegt in Japan im Krankenhaus. Ein weiterer Deutscher und seine japanische Frau aus München wollen erst noch in Tokio bleiben.

Coronavirus: Rückkehr aus Wuhan wird von Ausschreitungen begleitet

Update vom Donnerstag, 20.02.2020, 21.30 Uhr: Begleitet von Ausschreitungen sind Dutzende Ukrainer aus der chinesischen Stadt Wuhan am Donnerstagabend in einer Quarantänestation in der Zentralukraine angekommen. Auf der Fahrt dorthin wurden mehrere Scheiben der Busse eingeworfen, wie Live-Bilder im ukrainischen Fernsehen zeigten. 

Die Polizei musste für den Konvoi eine brennende Barrikade räumen. Neun Polizisten und ein Zivilist hätten danach ärztliche Hilfe benötigt. Über den Grad der Verletzungen machten die Behörden zunächst keine Angaben. 

Angst vor Coronavirus: Demo gegen Rückkehrer aus Wuhan

Hunderte Menschen hatten gegen die Rückkehr aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 demonstriert. Sie waren teilweise mit Eisenstangen bewaffnet. Es flogen Steine. Mehrere Hundert Polizisten waren im Einsatz, um die Lage zu beruhigen. Anwohner hatten eine Verbindungsstraße zu der Quarantänestation blockiert. 

Die Quarantänestation befindet sich in einem Sanatorium der ukrainischen Nationalgarde in der Ortschaft Nowi Sanschary knapp 300 Kilometer östlich von Kiew. Die China-Rückkehrer kamen dort am Abend an. Das Gelände war komplett abgeriegelt. Die Ukrainer waren zuvor neben anderen Staatsangehörigen mit einem Charterflug aus Wuhan ausgeflogen worden. An Bord befanden sich 45 Ukrainer und 27 Angehörige anderer Staaten. Alle Passagiere müssen in den nächsten zwei Wochen in dem Sanatorium bleiben. In der Ukraine wurde bisher keine Sars-CoV-2-Infektion gemeldet.

Update vom Donnerstag, 20.02.2020, 19.30 Uhr: Am morgigen Freitag (21.02.2020) soll nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ein Flugzeug mit Rückkehrern aus Wuhan in Stuttgart landen. Das DRK übernehme im Auftrag der Bundesregierung die Betreuung, so ein Sprecher der Hilfsorganisation.

Coronavirs bremst Wachstum des weltweiten Luftverkehrs ein

Update vom Donnerstag, 20.02.2020, 17.50 Uhr: Das Coronavirus bremst die Weltwirtschaft aus* - und auch das Wachstum des weltweiten Luftverkehrs könnte das Coronavirusund die Krankheit Covid-19 einschränken, so der Branchenverband IATA 2020. Nach ersten Berechnungen dürfte die Ticketnachfrage bei Airlines aus dem asiatisch-pazifischen Raum wegen des Virus um etwa 13 Prozent geringer ausfallen als gedacht, teilte die IATA mit. Da auch Airlines aus anderen Regionen betroffen seien, rechnet die IATA weltweit mit weniger Passagier-Flugverkehr als im Vorjahr.

Noch im Dezember hatte die IATA für 2020 weltweit ein Wachstum des Passagier-Flugverkehrs um 4,1 Prozent vorhergesagt. Die geringere Nachfrage und das gekappte Flugangebot infolge des Virus dürften den Ticketabsatz aber mit 4,7 Prozent belasten. Im Vergleich zu 2019 sei daher ein Nachfragerückgang um 0,6 Prozent zu erwarten, prognostiziert der Verband.

Update vom Donnerstag, 20.02.2020, 11.36 Uhr: Zwei ältere Passagiere des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ sind einem Medienbericht zufolge an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen Mann und eine Frau, die mehr als 80 Jahre alt gewesen seien, berichtete der japanische Sender NHK unter Berufung auf Regierungskreise. Das Schiff war vor der japanischen Küste unter Quarantäne gestellt worden. Inzwischen dürfen Passagiere die „Diamond Princess“ verlassen. 

Coronavirus: Höhepunkt der Epidemie Ende Februar erwartet 

Update vom Donnerstag, 20.02.2020, 06.55 Uhr:Erneut sind dem Coronavirus in China mehr als 100 Menschen zum Opfer gefallen. Wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte, kamen landesweit 114 Tote hinzu. Gleichzeitig ging die Zahl neu bestätigter Erkrankungen deutlich zurück – was offenbar auf eine erneut abgeänderte Zählweise der chinesischen Behörden zurückzuführen ist. Wie aus einem Papier der Gesundheitskommission hervorgeht, sollen klinische Diagnosen von nun an nicht mehr als offiziell bestätige Fälle in die Statistik einfließen.

Ein Höhepunkt der Corona-Epidemie ist noch nicht erreicht. 

In Südkorea ist die Zahl der Infizierten deutlich angestiegen. Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention meldeten 31 neue Fälle. Dadurch erhöhte sich die Zahl der bisher bestätigten Infektionen auf 82. Auch zwei Passagiere des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ sind gestorben. Wie der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf Regierungskreise in Tokio berichtete, handelt es sich bei den Opfern um einen 87 Jahre alten Japaner und eine 84 Jahre alte Japanerin.

Unterdessen warnte ein führender chinesischer Wissenschaftler davor, dass das Coronavirus zu einer etablierten Krankheit wie die Influenza-Grippe werden könnte. „Das neue Coronavirus könnte zu einer Langzeitkrankheit werde, die genau wie die Grippe mit dem Menschen koexistiert“, sagte Wang Chen, Präsident der China Academy of Medical Science, am Mittwoch im chinesischen Staatsfernsehen.

Coronavirus: WHO lobt „enormen Fortschritt“ im Kampf gegen gegen Infektionskrankheit

Update vom Mittwoch, 19.02.2020, 18.31 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich im Kampf gegen den Coronavirus zunehmend optimistisch. Man habe in kürzester Zeit „einen enormen Fortschritt erzielt“, lobte der WHO-Experte Richard Brennan am Mittwoch die medizinischen Gegenmaßnahmen bei einer Pressekonferenz in Kairo. Das Virus könne nun "überall diagnostiziert" werden, und es seien wirksame Maßnahmen ergriffen worden. 

Ein Kollege räumte jedoch ein: „Was jetzt noch fehlt, ist eine Impfung und Behandlungsmethoden, um die Fälle weiter einzudämmen und zu verhindern.“ Die Forschung auf diesem Gebiet sei sehr vielversprechend. Man erhalte jeden Tag neue Informationen über das Virus.

Ägypten war am vergangenen Freitag (14.02.2020) zum ersten Mal in Afrika ein Coronavirus-Fall gemeldet worden. Dem Gesundheitsministerium zufolge fiel der zweite Test auf das Virus negativ aus. Experten fürchten dennoch eine Verbreitung auf dem Kontinent.

Coronavirus: Im Iran sterben zwei Patienten

Im Iran sind am Mittwoch laut der Nachrichtenagentur Irna zwei Patienten an den Folgen des Coronavirus gestorben. Bei den zwei Verstorbenen habe es sich um ältere Menschen aus der Stadt Kom gehandelt. Es waren die ersten bestätigten Coronavirus-Fälle in dem Land. Bis jetzt hatte der Iran Berichte und Gerüchte über Covid-19-Fälle vehement zurückgewiesen. Wie es zu der Infektion der beiden Iraner kam, ist unklar. 

Update vom Mittwoch, 19.02.2020, 14.10 Uhr: Das Coronavirus hemmt die Wirtschaft und den Verkehr in China - und wirkt sich damit auch auf den Ausstoß von CO2 aus. Einer Analyse der Webseite „Carbon Brief“ zufolge, die sich auf Umwelt- und Klima-Themen spezialisiert, haben sich die Emissionen zeitweise um ein Viertel verringert. 

Vor allem der industrielle Energieverbrauch und der Flugverkehr lägen derzeit wegen der Restriktionen der Regierung in China als Reaktion auf das Coronavirus weit unter normalen Werten, heißt es in dem Bericht. Die Daten vieler Industriezweige weisen die niedrigsten Emissionen seit Jahren auf. Hauptverantwortlich für den Rückgang sei, dass Kohlekraftwerke, Erdölraffinerien und Stahlwerke mit eingeschränkter Produktion liefen. Zudem ist der Flugverkehr innerhalb von China auf ein Aufkommen von 70 Prozent im Vergleich zum Vormonat gefallen.

Coronavirus wirkt sich in China auf die Wirtschaft und die Belastung der Umwelt aus

„Carbon Brief“ rechnet vor, dass „die Maßnahmen, um das Coronavirus einzudämmen, eine Reduktion von 15 bis 40 Prozent in der Produktion von Haupt-Industriezweigen“ zur  Folge haben. Das könnte jedoch nur ein kurzfristiger Effekt sein und würde sich in der Jahresbilanz nicht stark niederschlagen, wenn sich die Situation schnell verbessert. 

Längerfristige Folgen könnten demnach ungezahlte Gehälter und daraus resultierender gebremster Konsum sein: „Carbon Brief“ verweist in diesem Zusammenhang auf Vorhersagen, die davon ausgehen, dass Autoverkäufe in China im Zeitraum von Januar und Februar um 25 bis 30 Prozent gefallen sein könnten. Diese Zahlen dürften sich wiederum auch in der deutschen Wirtschaft bemerkbar machen.

Update vom Mittwoch, 19.02.2020, 7.20 Uhr: Zwei Wochen mussten die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“ an Bord in Quarantäne ausharren. Nun haben die ersten Passagiere das Kreuzfahrtschiff in Japan verlassen. Die Ausschiffung der rund 3000 Menschen werde mindestens drei Tage dauern, teilte die Regierung in Tokio mit.

Zuerst darf eine Gruppe von rund 500 vor allem älteren Passagieren das Schiff verlassen. Sie wurden negativ auf das Coronavirus getestet und von Ärzten an Bord gefragt. Wer negativ auf das Virus getestet wurde, aber engen Kontakt mit später positiv getesteten Personen hatte, muss weiter zur Beobachtung an Bord der „Diamond Princess“ bleiben. An Bord waren 542 positiv getestete Personen, die in örtliche Krankenhäuser gebracht wurden - darunter auch ein deutsches Ehepaar.

Wegen Coronavirus: keine Arbeitsvisa für Chinesen

Update vom Mittwoch, 19.02.2020, 06.30 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in China untersagt Russland chinesischen Staatsbürgern nun generell die Einreise. Diese Regelung gelte ab Donnerstag, zitierten die russischen Nachrichtenagenturen am Dienstag die für Gesundheit zuständige Vizeregierungschefin Tatjana Golikowa.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte Moskau die Verbindungen zu seinem Nachbarland weitgehend gekappt. Die russische Regierung beschloss, die 4250 Kilometer lange Grenze zu China zu schließen. Bahn- und Flugverbindungen wurden ganz oder teilweise ausgesetzt. Chinesen erhielten außerdem keine Arbeitsvisa mehr und auch die Befreiung von der Visumspflicht für Reisegruppen aus der Volksrepublik wurde abgeschafft. 

Mehr als 2004 Tote durch Coronavirus

In Festlandchina starben nach Behördenangaben mittlerweile 2004 Menschen, also innerhalb eines Tages 132. Mehr als 74.000 Infektionen wurden dort seit Dezember nachgewiesen. In Russland traten bislang erst zwei Infektionsfälle auf. Die beiden Frauen, die von einer China-Reise nach Russland zurückgekehrt waren, haben das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen.

Update vom Dienstag, 18.02.2020, 17.27 Uhr: Angesichts der anhaltenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China hat die Bundesregierung erneut Hilfsgüter in die Volksrepublik geschickt. „Wir wollen China weiter nach Kräften bei der Bekämpfung des Corona-Virus unterstützen“, erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstag in Berlin. Deswegen sei am Dienstag „eine weitere Hilfslieferung von 8,7 Tonnen mit einem Wert von mehr als 150.000 Euro auf den Weg“ gebracht worden.

Deutschland wolle mit diesen Hilfsgütern „schnell und unbürokratisch“ helfen, erklärte Maas. Deutschland steht bei der Bekämpfung der Epidemie „fest an Chinas Seite“ und arbeite „mit den chinesischen Behörden eng und vertrauensvoll zusammen“. „Wir haben dabei allergrößten Respekt vor den Anstrengungen, die China bereits unternommen hat“, hob der Minister hervor.

Coronavirus nimmt in vier von fünf Fällen einen milden Verlauf

Update vom Dienstag, 18.02.2020, 14.40 Uhr: In China haben Forscher die bislang umfassendste Studie zum Coronavirus veröffentlicht und kommen zu dem Ergebnis, dass die Infektionskrankheit in vier von fünf Fällen einen milden Verlauf nimmt. Laut den Analysen am „Chinesischen Zentrum für Seuchenkontrolle und -vorbeugung“ sind 13,8 Prozent der Fälle als ernst und 4,7 Prozent sogar als lebensgefährlich einzustufen. Besonders gefährdet sind neben Mitarbeiter im Gesundheitsbereich alte und kranke Menschen. Folgende Krankheiten haben laut der Studie das höchste Sterberisiko zur Folge:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes
  • chronische Atemwegserkrankungen
  • Bluthochdruck

Coronavirus-Studie warnt vor genetischen Mutationen

Insgesamt liege die Todesrate bei Coronavirus-Fällen bei 2,3 Prozent. Männer haben der Studie zufolge mit 2,8 Prozent ein deutlich höheres Todesrisiko als Frauen mit 1,7 Prozent. Seit etwa einer Woche sei ein „Abwärtstrend“ zu erkennen, insbesondere außerhalb der Provinz Hubei. Dort liegt die Todesrate bei fast drei Prozent, im Rest von China nur bei 0,4 Prozent.

Zugleich warnte das Zentrum für Seuchenkontrolle und -vorbeugung davor, dass sich das Virus durch genetische Mutation anpassen könne und sich so womöglich schneller verbreiten werde. Das medizinische Personal müsste daher „wachsam“ bleiben. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuletzt vor vorschnellem Optimismus gewarnt. Es sei „unmöglich“, den weiteren Verlauf der Epidemie vorherzusagen, betonte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Update vom Dienstag, 18.02.2020, 14.00 Uhr: Bei 16 Erwachsenen und vier Kindern, die am 9. Februar aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan nach Berlin ausgeflogen wurden, sind Tests auf die Infektionskrankheit erneut negativ ausgefallen. Das teilte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit am Dienstag in Berlin mit. Zwei Wochen sollen die 20 Deutschen im Stadtteil Köpenick in Quarantäne bleiben. Gebe es weiterhin keinen Virus-Nachweis, dürften die Rückkehrer die Isolierstation an diesem Sonntag (23.02.2020) verlassen, teilte die Sprecherin mit.

Krankenhaus-Direktor in Wuhan an Coronavirus-Infektion gestorben

Update vom Dienstag, 18.02.2020, 11.25 Uhr: In der chinesischen Millionenmetropole Wuhan ist der Direktor eines Krankenhauses an der Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Alle Bemühungen zur Rettung des Lebens von Liu Zhiming, des Leiters des Wuchang-Hospitals, seien vergeblich gewesen, berichtete der staatliche Fernsehsender CCTV am Dienstag. Es ist der erste bekannte Fall eines Krankenhausdirektors, der an den Folgen der Ansteckung mit dem Coronavirus starb.

Update vom Dienstag, 18.02.2020, 07.00 Uhr: Die Coronavirus-Epidemie in China wird sich nach Einschätzung eines führenden chinesischen Experten möglicherweise erst Ende April stabilisieren. „Das ist eine sehr grobe Schätzung“, sagte Professor Zhong Nanshan, der Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung, in einem Video von einer Schalte mit Medizinern aus der Südprovinz Guangdong, über das die Zeitung „Nanfang Dushibao“ (Southern Metropolis Daily) am Dienstag berichtete.

Covid-19: Höhepunkt des Coronavirus-Ausbruchs wohl Ende Februar

Mit einem Höhepunkt des Ausbruchs im ganzen Land sei voraussichtlich bis Ende Februar zu rechnen. „Den Höchststand zu erreichen, bedeutet aber nicht den Wendepunkt“, mahnte der renommierte Mediziner zur Vorsicht. Er sagte allerdings, dass die radikalen Maßnahmen in China zur Eindämmung desSars-CoV-2 genannten neuen Coronavirus wirkten.

Derweil ist die Zahl neuen Virusfälle in China um 1886 gestiegen. Innerhalb eines Tages waren weitere 98 Tote zu beklagen, wie die Gesundheitskommission am Dienstag in Peking berichtete. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte auf insgesamt 72 436 Fälle. An Covid-19 sind in Festland-China insgesamt 1868 Patienten gestorben.

Update vom Montag, 17.02.2020, 22.51 Uhr: Eine Frau, die im nordrussischen St. Petersburg aus der Coronavirus-Quarantäne ausgebrochen war, ist per Gerichtsentscheid zurück in die Klinik zwangseingewiesen worden. Sie wurde am Montag gegen ihren Willen mit einem Krankenwagen direkt vom Gerichtsgebäude zur Isolierstation gebracht, wie lokale Medien berichteten. Die Maßnahme gilt noch bis Mittwoch.

Die 32-Jährige hatte vor anderthalb Wochen in der Klinik das elektronische Schloss einer Tür geknackt und war aus dem Gebäude geflohen. Die Chefärztin hatte daraufhin das Gericht eingeschaltet. Russische Medien sprachen von einer beispiellosen Entscheidung, weil niemand gegen seinen Willen in Quarantäne gestellt werden dürfe. In dem Gerichtssaal trug niemand eine Schutzmaske.

Covid-19: Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ unter Quarantäne

Update vom Montag, 17.02.2020, 15.22 Uhr: Während viele Passagiere der „Westerdam“ bereits die Heimreise angetreten haben, befindet sich das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ noch in Quarantäne. Anlass der seit zwei Wochen andauernden Quarantäne in Yokohama ist laut dpa, dass ein 80-jähriger Mann aus Hongkong positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Mittlerweile seien über 450 Passagiere und Crew-Mitglieder positiv auf das Virus getestet worden. Doch noch seien nicht alle Testergebnisse der mehr als 3000 Personen auf der „Diamond Princess“ ausgewertet.

Jetzt holten die USA mittels zweier Flugzeuge hunderte Staatsbürger zurück. Wie der Sender Fox News meldete, landeten zwei Maschinen auf Militärstützpunkten in Kalifornien und Texas. Dort ginge die Quarantäne für die ehemaligen Passagiere der „Diamond Princess“ weiter. Denn unter den Zurückgeholten befänden sich auch Infizierte.

Coronavirus Covid-19: Bundesregierung erwägt Rückholung deutscher Passagiere

Wie die Agentur AFP berichtet, erwägt die Bundesregierung jetzt auch eine Rückholung deutscher Urlauber vom Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“.  Insgesamt acht der mehr als 3000 Passagiere seien Deutsche. Wie ein Außenamtssprecher der AFP mitteilte, seien zwei deutsche Passagiere wegen einer Infektion mit dem Coronavirus ins Krankenhaus gebracht worden. Sie seien aber „wohlauf“ und frei von Symptomen der Covid-19 genannten Lungenkrankheit.

Ein Krisenstab des Auswärtigen Amtes befasse sich nun damit, wie die „Betroffenen, die dies wünschen, möglichst bald zurückkehren können und ob dazu Unterstützung der Bundesregierung nötig sein wird“, so der Außenamtssprecher weiter.

Update vom Montag, 17.02.2020, 06.40 Uhr: Die Zahl der Infektionen hat in China 70.000 überstiegen. Mit 105 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages sind bis Montag 1770 Todesfälle zu beklagen, wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte. 

Die nachgewiesenen Ansteckungen nahmen um 2048 zu und erreichten 70.548. Besonders schwer ist in Zentralchina die 60 Millionen Einwohner zählende Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan betroffen. In der weitgehend abgeschotteten Krisenregion sind allein rund 58 000 Infektionen und 1696 Todesfälle durch das Sars-CoV-2 genannte Virus bestätigt. Experten befürchten auch eine hohe Dunkelziffer. 

Covid-19: Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff 

Nach der Entdeckung einer Infektion unter den Passagieren des Kreuzfahrtschiffs „Westerdam“, die zum Teil schon in Kambodscha an Land gegangen waren, sind nach Angaben der Reederei bislang zumindest keine Symptome der Covid-19 genannten Lungenkrankheit aufgetreten. 

Allerdings gibt es eine Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen, bis sich Symptome zeigen, und Infizierte können dann auch schon ansteckend sein. Zuvor war eine 83-jährige Amerikanerin bei der Weiterreise in Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus gebracht, wie die malaysische Gesundheitsbehörde mitteilte. Unter den Reisenden waren laut Reederei 57 Deutsche. 

Einige sind noch an Bord der „Westerdam“, während andere bereits die Heimreise angetreten haben. Die Gäste, die bereits nach Hause gereist seien, würden von ihren örtlichen Gesundheitsbehörden kontaktiert, teilte die Holland America Line mit.

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 13.18 Uhr: In Bayern sind am Wochenende weitere Coronavirus-Patienten aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in München mit. Die Entlassungskriterien des Robert Koch-Institutes (RKI) seien erfüllt, sagte eine Ministeriumssprecherin. Nähere Angaben zu den Betroffenen wollte die Behörde nicht machen.

Der erste der insgesamt 14 im Freistaat registrierten Patienten war am vergangenen Donnerstag aus einer Münchner Klinik entlassen worden. Die Person sei wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend, hatte das Krankenhaus mitgeteilt.

Coronavirus Covid-19: Deutsche Rückkehrer dürfen Quarantäne verlassen

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 11.47 Uhr: Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus hat China in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei ein umfassendes Fahrverbot verhängt. Demnach sind Privatfahrten ab sofort untersagt. In den Städten der gesamten Provinz dürfen lediglich Dienst- und Notfallfahrzeuge sowie Transporte mit Waren des täglichen Lebens fahren. Das geht aus einer Mitteilung der Regierung hervor. 

In Hubei waren schon zuvor eine große Zahl von Städten, darunter auch die Provinzhauptstadt Wuhan, wo das Virus ursprünglich entdeckt worden war, abgeriegelt worden. In Hubei wurden landesweit die mit Abstand meisten Todesfälle und Infektionen mit der auf den Namen Covid-19 getauften Lungenkrankheit gemeldet. Die Provinz hat etwa 60 Millionen Einwohner.

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 10.48 Uhr: Am heutigen Sonntag endet nach rund zwei Wochen die Quarantäne für 122 deutsche Staatsbürger und ihre Familienangehörigen. Sie waren am Sonntag (01.02.2020) aus der besonders von dem Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan nach Frankfurt ausgeflogen und anschließend in eine Kaserne nach Germersheim (Rheinland-Pfalz) gebracht worden. 

Die Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 seien negativ, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Alle Bürgerinnen und Bürger würden daher am Sonntag aus der Kaserne entlassen. Die angedachte Quarantänezeit von 14 Tagen rührt daher, dass die maximale Inkubationszeit, also die Frist von der möglichen Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch, wahrscheinlich meist so lange dauert. Neben den Rückkehrern haben auch 22 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes die vergangenen Tage in der Kaserne verbracht.

Covid-19: Zahl der am Coronavirus Erkrankten steigt rasant

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 9.14 Uhr: Die Zahl der an dem neuartigen Coronavirus erkrankten Menschen steigt rasant. Eine bislang unveröffentlichten Rede von Chinas Präsident Xi Jinping offenbart nun, dass er offensichtlich schon früher als bislang bekannt an der Bekämpfung des Ausbruchs von Covid-19 beteiligt war. In der auf Anfang Februar datierten Rede, die Staatsmedien am Samstag (15.02.2020) verbreiteten, sprach der Präsident demnach davon, dass er bereits am 7. Januar erste Anweisungen gegeben hatte, das Virus zu bekämpfen. 

Das Coronavirus bestimmt den Alltag nicht nur in China. 

„In der auf Anfang Februar datierten Rede, die Staatsmedien am Samstag verbreiteten, sprach der Präsident demnach davon, dass er bereits am 7. Januar erste Anweisungen gegeben hatte, das Virus zu bekämpfen“, wird der Präsident zitiert. Auch verdeutlicht die Rede, dass Xi Jinping persönlich die strengen Reisekontrollen in der besonder schwer betroffenen Provinz Hubei, wo zahlreiche Städte seit Wochen abgeriegelt sind, angestoßen hatte. 

Mit der Veröffentlichung will die Staatspropaganda offenbar demonstrieren, dass die Zentralregierung und der Parteichef bereits von Anfang an im Kampf gegen das Coronavirus engagiert waren. Allerdings ist damit auch klar, dass die stark unter Kritik geratene Lokalregierung nicht alleine die Entscheidungen traf.

Coronavirus: Infizierte Deutsche auf Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 7.04 Uhr: Auch in der Nacht von Samstag (15.02.2020) auf Sonntag (16.02.2020) ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus wieder dramatisch schnell gestiegen. Die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 hat sich demnach in China auf 1600 Menschen erhöht. In der besonders betroffenen Provinz Hubei, in der auch die Stadt Wuhan liegt, starben weitere 139 Menschen an den Folgen von Covid-19. Das teilte die Gesundheitsbehörde der Provinz mit. Damit sind in China nun mindestens 1662 Menschen an dem Virus gestorben. 

Auch die Zahl der Infizierten steigt weiter an. Insgesamt wurden 2009 neue Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Chinaweit infizierten sich damit bislang rund 68.500 Menschen. Experten vermuten jedoch eine hohe Dunkelziffer. 

Nachdem die Deutsche Botschaft in Tokio am Samstagabend zwei Infizierte deutsche Staatsbürger auf dem unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ bestätigt hatte, wird nun bekannt, dass mittlerweile 355 Menschen an Bord des Schiffes mit dem Coronavirus infiziert sind. Das sind 70 Menschen mehr als am Vortag. Sie werden in örtlichen Krankenhäusern behandelt. Nach Angaben des japanischen Außenministeriums sollen bis Montag alle Passagiere getestet sein, so dass die Resultate bis Mittwoch vorliegen. Bis dahin steht das Schiff unter Quarantäne.

Coronavirus: Infizierte Deutsche auf Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“

Update vom Samstag, 15.02.2020, 14.50 Uhr: Unter den mit dem neuen Coronavirus infizierten Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zwei deutsche Staatsangehörige. Das teilte die Deutsche Botschaft in Tokio am späten Samstagabend (Ortszeit) mit. Inzwischen beläuft sich die Zahl der positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder von der in Yokohama unter Quarantäne gestellten „Diamond Princess“ auf 285. Die Betroffenen werden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Nach Angaben des japanischen Außenministeriums sollen bis Montag alle Passagiere getestet sein, so dass die Resultate spätestens am Mittwoch vorliegen. Bis dahin gilt die über das Schiff verhängte Quarantäne.

Negativ getestete Passagiere sollen ab Mittwoch das Schiff verlassen können, hieß es unter Berufung auf das Ministerium weiter. Jeder Fahrgast müsse vorher jedoch noch einen Gesundheitscheck durchlaufen. Für jene Passagiere, die engen Kontakt mit infizierten Personen hatten, werde die Quarantänezeit verlängert, teilte die Deutsche Botschaft mit.

Update vom Samstag, 15.02.2020, 11.03 Uhr: Frankreich meldet laut der Nachrichtenagentur AFP den ersten Todesfall durch das neuartige Corona-Virus aus China. Demnach handelt es sich bei dem Opfer um einen 80 Jahre alten Touristen aus China, teilte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn mit. Nach ihren Angaben ist dieser Todesfall der „erste außerhalb Asiens und der erste in Europa“.

Covid-19: USA wollen Staatsbürger von Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ holen

Update vom Samstag, 15.02.2020, 10.10 Uhr: Die USA wollen ihre Staatsbürger von dem vom neuartigen Coronavirus Covid-19 betroffenen Riesen-Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Sicherheit bringen. Dazu solle am Sonntag ein Flugzeug nach Japan geschickt werden, wo das Kreuzfahrtschiff seit Anfang Februar im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gehalten wird, teilte die US-Botschaft am Samstag mit.

Die US-Bürger an Bord des Schiffes seien in einem Schreiben darüber informiert worden, dass sie in Sicherheit gebracht würden. Die Botschaft erklärte, die Betroffenen müssten anschließend noch für zwei Wochen in den USA in Quarantäne. Auf dem Schiff sind mehr als 200 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 erkrankt und wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht. Insgesamt sitzen noch etwa 3500 Menschen an Bord fest.

Das Coronavirus greift weiter um sich. Seit zwei Wochen befindet sich das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ in Quarantäne. Jetzt erwägt die Bundesregierung eine Rückholung deutscher Passagiere.

Update vom Samstag, 15.02.2020, 9.15 Uhr: Die Zahl der Menschen, die durch den neuartigen Coronavirus Covid-19 ums Leben gekommen sind, steigt weiterhin dramatisch schnell an. Wie die Gesundheitsbehörden der besonders betroffenen Provinz Hubei am Samstag (15.02.2020) mitteilten, starben dort weitere 139 Menschen an den Folgen der Erkrankung. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in China seit dem Auftauchen des Viruses im Dezember auf mindestens 1519. 

Die Provinz Hubei meldete zugleich 2420 neue Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus Covid-19. Chinaweit infizierten sich damit bislang mehr als 66.000 Menschen. Zunehmend sind auch Mitarbeiter des Gesundheitswesens von dem Virus betroffen. Nach Behördenangaben infizierten sich bislang mehr als 1700 Ärzte und Pfleger, sechs von ihnen starben.

Coronavirus: Krankheit erreicht Afrika - Ägypten meldet ersten Infektionsfall

Update vom Freitag, 14.02.2020, 15.10 Uhr: Nach den Meldungen über steigende Infektions- und Todeszahlen durch das neuartige Coronavirus Covid-19 hat das Virus auch das afrikanische Land Ägypten erreicht. Dort wurde ein Patient positiv auf das Coronavirus getestet. Bisher war der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Infektion mit dem Coronavirus bekannt gewesen. Laut ägyptischen Gesundheitsministerium stammt die erkrankte Person aus dem Ausland. 

Offen ist, aus welchem Land der infizierte Mensch einreiste. Ebenso ungeklärt ist die Identität der Person. Allerdings gab das Gesundheitsministerium an, das der Patient noch keine Krankheitssymptome habe. Die Person werde in Quarantäne behandelt und betreut. Personen, die mit der Person in Kontakt standen, werden ebenfalls auf das neuartige Coronavirus Covid-19 getestet. 

Update vom 14.02.2020, 15.10 Uhr: Angesichts der ständig steigenden Infektions- und Todeszahlen durch das neuartige Coronavirus Covid-19 haben die USA der Führung in Peking „mangelnde Transparenz“ vorgeworfen. Es stelle sich die Frage, ob „das Politbüro wirklich ehrlich uns gegenüber ist“, sagte US-Präsidentenberater Larry Kudlow am Donnerstag.

In China stieg die Zahl der Infizierten auf knapp 64.000, fast 1400 Menschen starben bereits. Unter den Opfern sind zunehmend Ärzte und Pfleger, denen die richtige Schutzausrüstung fehlt.

Die von Kudlow geäußerten Zweifel standen im Kontrast zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der in einem Radiointerview die Zusammenarbeit mit China lobte und der Regierung einen „professionellen“ Umgang mit der Epidemie bescheinigte. Er halte Chinas Präsidenten Xi Jinping für „extrem fähig“, fügte Trump hinzu. 

Covid-19: „Aida Cruises“ beendet wegen Coronavirus vorzeitig Asien-Saison

Update vom 14.02.2020, 12.10 Uhr: Airlines wie die Lufthansa haben bereits auf das Coronavirus reagiert und ihr Angebot für Flüge nach China reduziert oder ganz eingestellt. Nun rückt zunehmend der Schiffsverkehr in den Fokus: Der Kreuzfahrt-Anbieter „Aida Cruises“ aus Rostock beendet wegen Einschränkungen durch das Coronavirus vorzeitig seine Asien-Saison und sagt acht geplante Kreuzfahrten in die Region ab. Reisenden sollen die Reisekosten erstattet werden. 

Der Coronavirus Covid-19 hat am Freitag auch Ägypten in Afrika erreicht.

Zwei Schiffe, die dort aktuell unterwegs sind, werden in den kommenden Tagen ihre Route ändern und andere Fahrgebiete ansteuern. Die „Aidavita“ konnte auf ihrer aktuellen Fahrt nicht die vietnamesische Hafenstadt Cai Lan in der Halong Bucht anlaufen - die örtliche Tourismusbehörde hatte Landgänge untersagt. In Japan war in den vergangenen Tagen das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ unter Quarantäne gestellt. 174 Passagiere wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Rund 3600 Passagiere und Crewmitglieder sollen noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben. Auf dem Kreuzfahrtschiff sind auch zehn Deutsche.

Update vom 14.02.2020, 10.00 Uhr: In China sind nach Behördenangaben bereits sechs Krankenhausmitarbeiter am Coronavirus gestorben. Zudem seien landesweit 1716 Angehörige des medizinischen Personals infiziert, teilte der Vize-Chef der chinesischen Gesundheitskommission Zeng Yixin am Freitag mit. 

1100 Ärzte und Pfleger sind mit dem Coronavirus infiziert

Mehr als 1100 der Infektionen unter Ärzten und Pflegern wurden laut Zeng in der zentralchinesischen Provinz Hubei gelegenen Metropole Wuhan nachgewiesen, wo das Virus im Dezember erstmals aufgetreten war. Rund 400 weitere seien in anderen Städten in Hubei bestätigt worden. Zeng hob die großen Risiken hervor, denen Ärzte und Krankenpfleger angesichts der Engpässe bei Schutzanzügen und Atemschutzmasken bei der Behandlung von Coronavirus-Patienten ausgesetzt seien.

Update vom 14.02.2020, 06.45 Uhr: Thailand testet jetzt das erste biometrische Grenzkontrollsystem mit integrierter Fiebermessung, um potenziell infizierte Reisende zu erkennen. Der Ausbreitung von Epidemien soll so vorgebeugt werden, wie es heißt. 

Menschen mit dem Coronavirus sollen schon an der Grenze erkannt werden

Ab sofort werden an mehreren Grenzschaltern nicht nur Pässe, Fingerabdrücke und Gesichter erfasst, sondern auch die Körpertemperaturen der Reisenden,  die die thailändische Landesgrenze passieren. 

Erkennt das System einen Reisenden mit Fieber, wird der Grenzbeamte automatisch über seinen Bildschirm informiert und kann die betreffende Person zu einer Gesundheitskontrolle schicken.

Update vom 14.02.2020, 06.35 Uhr: Die Zahl der Todesopfer den das Coronavirus in China liegt inzwischen nach Angaben der Regierung in Peking inzwischen bei knapp 1400. Bis Freitag seien 1380 Todesopfer gezählt worden, erklärte die nationale Gesundheitskommission. Sie korrigierte damit ihre Stunden zuvor gemachten Angaben, wonach es bereits fast 1500 Tote gebe.

Zur Begründung für die Korrektur hieß es, in der besonders betroffenen Provinz Hubei seien 108 Todesfälle versehentlich doppelt gezählt worden. Die Zahl der Infektionen stieg der Gesundheitskommission zufolge auf 63.851.

Covid-19: Trump äußert sich zum Coronavirus

Die US-Regierung hat die „mangelnde Transparenz“ Chinas im Umgang mit dem neuartigen Coronavirus beklagt. Washington sei „ein bisschen enttäuscht“ darüber, dass keine US-Experten ins Land gelassen worden seien, sagte US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Es stelle sich die Frage, ob „das Politbüro wirklich ehrlich uns gegenüber ist“.

Im Kontrast zu Kudlows Äußerungen sagte US-Präsident Donald Trump in einem Radiointerview, die USA arbeiteten mit Blick auf das Virus mit Peking zusammen: „Wir schicken zahlreiche Leute" nach China.“ Der chinesischen Regierung bescheinigte Trump, „professionell“ mit der Epidemie umzugehen. Er halte Chinas Präsidenten Xi Jinping für „extrem fähig“.

Update vom 13.02.2020, 14.05 Uhr: Vor wenigen Tagen hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeinsam mit Facebook, Google, Twitter, TikTok und vielen anderen Social-Media-Anbietern eine Initiative gestartet, um Falschmeldungen und irreführende Gerüchte zu verhindern. Zumindest bei Google wurde das Vorhaben nun offenbar in die Tat umgesetzt. 

Coronavirus: Google arbeitet nun mit der WHO zusammen

Wer jetzt den Suchbegriff „Coronavirus“ mit oder ohne seinen Wohnort bei der Google-Suche eingibt, erhält als erstes Ergebnis eine „SOS-Warnmeldung“. Des Weiteren taucht als Suchergebnis eine sogenannte Hilfe- und Informationen-Box auf, in der auf drei Internetseiten der WHO verwiesen wird. Unter dieser Box befindet sich ein Sicherheitshinweis, wie man sich vor dem Coronavirus* schützen kann. Aktuell sind sowohl Warnhinweis als auch die empfohlenen Internetseiten von Deutschland aus nur auf Englisch aufzurufen. 

Die Angst vor einer Pandemie wächst. Auch deshalb, weil das neuartige Coronavirus noch viele Fragen über Verlauf und Ansteckungswege offen lässt. Ein Medizinhistoriker berichtet auf fr.de*, warum Epidemien wie das Coronavirus die Grenzen der Zivilisation offenlegen. 

Coronavirus: Robert-Koch-Institut warnt vor einer Covid-19-Pandemie

Update vom 13.02.2020, 10 Uhr: Über viele Aspekte des Coronavirus zerbrechen sich weltweit Forscher die Köpfe und vieles ist noch unklar im Zusammenhang mit dieser neuartigen Erkrankung. Nun hat sich das Robert-Koch-Institut (RKI) ausführlich hierzu geäußert. 

So gibt es noch offene Fragen zu folgenden Punkten:

  • Zeitraum der höchsten Ansteckungsgefahr
  • Verlauf der Krankheit
  • Zeitraum, in welchem Erkrankte infektiös sind

Weltweit arbeite man daran, die Viren zu verstehen. In der Erforschung des Coronavirus nutze man Erkenntnisse der Coronaviren SARS und MERS. 

Das Risiko der Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI aktuell noch als gering ein. Aber die „Situation entwickelt sich sehr dynamisch und muss ernst genommen werden“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Instituts. 

Allerdings könnte das Coronavirus laut RKI noch internationale Probleme bereiten. „Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann“, heißt es vonseiten des Instituts. 

"Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann", heißt es

Update vom 13.02.2020, 06.30 Uhr: Die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat in China zu ersten größeren politischen Konsequenzen geführt. Der oberste politische Chef der von der Epidemie besonders hart getroffenen Provinz Hubei wurde abgesetzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag meldete. 

Coronavirus: 1355 Todesfälle in China

Der Sekretär der Kommunistischen Partei für Hubei, Jiang Chaoliang, wurde durch den bisherigen Bürgermeister von Shanghai, Ying Yong, ersetzt. Die Behörden in Hubei hatten zuvor einen besonders sprunghaften Anstieg der Todesfälle bekanntgegeben. 

Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus stieg demnach seit Mittwoch um 242. Dies war der größte Anstieg der Totenzahlen innerhalb eines Tages seit Ausbruch der Epidemie. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer in Festlandchina wuchs damit auf mindestens 1355. 

Der Gesundheitsausschuss der Provinzregierung teilte ferner mit, dass in Hubei weitere 14.840 Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus bestätigt worden seien. Die offizielle Gesamtzahl der Krankheitsfälle in Festlandchina stieg damit auf fast 60.000. Die allermeisten Todes- und Infektionsfälle treten weiterhin in Hubei auf. 

Die jüngste besonders deutliche Zunahme der Toten- und Infektionszahlen hängt nach Angaben der Behörden damit zusammen, dass die Mediziner inzwischen die Verfahren zur Diagnose des Coronavirus Covid-19 ausgeweitet haben. Demnach wird mittlerweile nicht nur das Standardverfahren des Nukleinsäure-Tests angewendet, sondern auch sogenannte Bildgebungsverfahren zur Untersuchung der Lunge.

Das Coronavirus bestimmt den Alltag nicht nur in China. 

Covid-19: Antibiotika-Engpässe wegen Coronavirus möglich

Update vom 12.02.2020, 14.22 Uhr: Pharmaexperten zufolge kann es aufgrund der Produktionsausfälle in China zu Antibiotika-Engpässen in Deutschland kommen. In der vom Coronavirus stark betroffenen Region Hubei in China stünde die Produktion von wichtigen Bestandteilen still. Somit schwänden die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung, so ein Parmaexperte gegenüber sz.de.

Die gesamte Pharmabranche weltweit ist von der Wirkstoffproduktion in China abhängig. „Wenn sich die Situation in den chinesischen Produktionsstätten mittelfristig nicht entspannt, wird sich die Lage in Europa zuspitzen“, so der Experte. 

Kein Grund zur Sorge sehen indes Behörden in Deutschland. Es lägen „bislang keine Hinweise vor, dass es aufgrund des Coronavirus zu kurzfristigen Liefer- oder Versorgungsengpässen kommen wird“, teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn mit.

Update vom 12.02.2020, 10.47 Uhr: Innerhalb von 24 Stunden sind in China fast hundert weitere Menschen an dem Coronavirus Convid-19* gestorben. Über 2000 Menschen haben sich in diesem Zeitraum mit der Erkrankung infiziert. Bei mehr als 44.000 Menschen ist das Coronavirus in China nachgewiesen worden. Dies meldet die chinesische Nationale Gesundheitskommission am Mittwoch. Auch aufgrund der langen Inkubationszeit von rund zwei Wochen, rechnen Experten aber mit einer hohen Dunkelziffer. Auch verlaufe die Krankheit bei vielen Infizierten unbemerkt, sodass diese unwissend weitere Menschen anstecken.  

Update vom 12.02.2020, 06.15 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus Covid-19 ist auf mehr als 1100 gestiegen. Die chinesische Regierung teilte mit, dass weitere 97 Menschen an Folgen der Infektion starben - insgesamt nahm die Zahl auf 1113 zu.

Neuartiges Coronavirus hat einen offiziellen Namen: Covid-19

Update vom 12.02.2020, 06.00 Uhr: Die neue Lungenerkrankung, die bisher „Coronavirus“ oder „neuartiges Coronavirus“ genannt wurde und mit „2019-CoV“ abgekürzt wurde, hat nun einen offiziellen Namen: Sie wird Covid-19 genannt. Covid steht für „COrona VIrus Disease“. Zugleich erhielt auch das zunächst vorläufig 2019-nCoV genannte neue Coronavirus eine eigene Bezeichnung: Sars-CoV-2. Dessen Namensgeber, ein Team des Internationalen Komitees zur Taxonomie von Viren bezieht sich mit dem Namen Sars-CoV-2 auf die sehr enge Verwandtschaft zum Sars-Virus (Sars-CoV), an dem 2002/2003 Hunderte Menschen gestorben waren. Die Viren sind Experten zufolge Varianten ein und derselben Virusart.

Update vom 11.02.2020, 21.49 Uhr: Mittlerweile ist die Zahl der in Deutschland bestätigten Coronavirus-Fälle auf 16 gestiegen. Die beiden Neuerkrankungen stehen im Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer aus Stockdorf bei München, bei dem vor über zwei Wochen bundesweit erstmals eine Infektion gemeldet wurde. Das berichtete das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstagabend in München.

Alle nun insgesamt 14 bestätigten Coronavirusfälle in Bayern stehen in Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer. Dort war eine chinesische Kollegin zu Gast, die wenig später zurück in die Heimat flog, wo ihre Infektion nachgewiesen wurde. In Deutschland wurde das Virus zudem bei zwei von China nach Frankfurt ausgeflogenen Menschen nachgewiesen.

Am Mittwoch (12.02.2020) will der Bundestag über Vorbeugemaßnahmen gegen das Virus beraten.

Coronavirus Covid-19: Antibiotika-Engpässe möglich

Produktionsausfälle in China wegen des neuen Erregers könnten Pharmaexperten zufolge zu Antibiotika-Engpässen in Deutschland führen. Da die Herstellung von Wirkstoffen in der stark betroffenen Provinz Hubei stillstehe, schwänden die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung, sagte Morris Hosseini, Pharmaexperte bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger. Erschwerend komme hinzu, dass mit dem chinesischen Neujahrsfest die Produktion ohnehin ruhte. Kurzfristig reichten die Bestände noch aus, doch bei einem längerfristigen Stopp in den chinesischen Werken drohten Lieferengpässe.

Update vom 11.02.2020, 21.19 Uhr: Die Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG) wird zum Sommersemester, das im April beginnt, keine Studierenden aus China empfangen – zum Schutz vor dem Coronavirus. Diesen weitreichenden Schritt verkündete die Hochschule vergangene Woche in einer E-Mail an Studierende.

In dem Schreiben, das der Frankfurter Rundschau vorliegt, kündigte die HfG zudem an, diesen Sommer keine Studierenden oder Lehrenden nach China zu entsenden. Bereits erteilte Genehmigungen für Dienstreisen werden „bis auf Weiteres“ aufgehoben.

Die Kanzlerin der HfG, Susanne Eickemeier, rechtfertigt den Beschluss: „Wir mussten überlegen, wie wir unsere Leute vor dem Coronavirus schützen.“ Rund 35 Menschen aus China studieren derzeit an der HfG.

Coronavirus Covid-19 ist eine „ernste Bedrohung“

Update vom 11.02.2020, 13.01 Uhr: Das neuartige Coronavirus ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO eine weltweit „ernste Bedrohung“. Trotz der hauptsächlichen Eingrenzung auf China stelle das Virus eine „sehr ernste Bedrohung für den Rest der Welt dar“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf zum Auftakt einer internationalen Experten-Konferenz zum Kampf gegen die Epidemie. Das zweitägige Treffen soll zur Eindämmung der Krankheit beitragen.

„Das Wichtigste ist, die Ausbreitung aufzuhalten und Leben zu retten. Gemeinsam können wir das schaffen.“ Die betroffenen Länder sollen ihre medizinischen und wissenschaftlichen Daten über das Virus zu teilen. Forscher arbeiten derzeit an einem Impfstoff und gehen den Verbreitungswegen des Coronavirus auf den Grund. 

Update vom 11.02.2020, 10.45 Uhr: In Genf tagen bis Mittwoch (12.2.) Experten aus aller Welt, um die Erforschung des Coronavirus voranzubringen und die Grundlagen zur Entwicklung eines Impfstoffs zu legen. Der Chef der WHO ruft dort zur Solidarität auf: „Es geht jetzt nicht um Publikationen, Patente und Profite“, so Tedros Adhanom Ghebreyesus zum Auftakt eines Expertengipfels. „Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten. Mit Ihrer Unterstützung können wir das hinbekommen.“

China verändert Zählung für Coronavirus-Statistik

Update vom 11.02.2020, 9.30 Uhr: China verändert die Zählung der mit dem Coronavirus infizierten Menschen: Personen, die mit dem Virus infiziert sind, aber keine Symptome mehr zeigen, werden nicht mehr in der chinesischen Ansteckungs-Statistik geführt. Erst wenn Krankheitssymptome auftreten, werden diese Personen als „infiziert“ geführt, heißt es in den neuen Bestimmungen zur Vorbeugung und Kontrolle der nationalen Gesundheitskommission in Peking, die bereits vergangenen Freitag erlassen wurde.

Wie viele Infektionen von der Statistik in China durch die Neuregelung nicht mehr erfasst werden, ist unklar. Fest steht dagegen, dass die neue Definition den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) widerspricht. Laut WHO ist eine Person infiziert, wenn bei ihr eine 2019-nCoV-Infektion durch ein Labor bestätigt wurde - „ungeachtet klinischer Zeichen oder Symptome“.

Neuartiges Coronavirus kommt aus China und hält die Welt in Atem

Erstmeldung vom 11.02.2020: Das neuartige Coronavirus hält die Welt in Atem. Mehr als 1000 Menschen sind in China bisher an der Lungenkrankheit gestorben, das teilte die Gesundheitskommission in Peking am Dienstag (11.02.2020) mit. Die Gesamtzahl der in China nachgewiesenen Infektionen stieg auf 42.638.

In Deutschland gibt es derzeit 14 bestätigte Coronavirus-Fälle, zwölf der Infizierten stammen aus Bayern. Dort hatte sich eine Person bei einer Kollegin aus China angesteckt. Zwei weitere Fälle wurden bei Rückkehrern aus China diagnostiziert. Bei den 20 Rückkehrern aus dem chinesischen Wuhan, die am Sonntag (09.02.2020) in Berlin gelandet sind, wurde das Coronavirus in Tests dagegen nicht nachgewiesen. Trotzdem müssen die Rückkehrer insgesamt 14 Tage in Quarantäne bleiben, alle vier Tage soll erneut ein Test auf das Coronavirus durchgeführt werden.

Neuartiges Coronavirus 2019-nCoV - Herkunft und Symptome

Das neuartige Coronavirus (2019-nCoV), das wohl Anfang Dezember auf einem Markt im chinesischen Wuhan ausgebrochen ist, gehört zur Gruppe der ß-Coronaviren - genau wie das Sars- und Mers-Virus. Man nimmt an, dass 2019-nCoV von Wildtieren stammt, heißt es auf der Webseite des Robert-Koch-Instsituts (RKI). Das Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage und erstellt eine Risikobewertung.

Das neuartige Coronavirus verursacht in erster Linie Atemwegserkrankungen. Zu den Symptomen der Krankheit* zählen:

  • Husten
  • Schnupfen
  • Halskratzen
  • Fieber
  • Durchfall (einige Patienten)
  • Atemprobleme (schwerer Verlauf)
  • Lungenentzündung (schwerer Verlauf)

Coronavirus: Todesfälle vor allem bei älteren Patienten mit Grunderkrankungen

Wie es beim Robert-Koch-Institut heißt, traten Todesfälle bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder an chronischen Grunderkrankungen litten.

Als Schutz vor dem neuartigen Coronavirus rät das RKI zu einer „guten Händehygiene“, einer „korrekten Hustenetikette“ und dem Einhalten eines Mindestabstand von etwa ein bis zwei Metern zu krankheitsverdächtigen Personen. Das Tragen einer Atemschutzmaske* reicht dagegen nicht, um sich vor dem Virus zu schützen.

WHO geht gegen Falschinformationen zum Coronavirus im Internet vor

Zahlreiche falsche Informationen über das neuartige Coronavirus kursieren im Internet und sorgen laut WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus für Verwirrung und Angst in der Bevölkerung. Deshalb geht die WHO gegen solche Falschinformationen vor. Dafür sei man auch mit zahlreichen sozialen Netzwerken in Kontakt, so Ghebreyesus am vergangenen Samstag (08.02.2020). „Wir haben sie gebeten, falsche Informationen heraus zu filtern und korrekte Infos von vertrauenswürdigen Quellen zu begünstigen.“

Ältere Nachrichten zum Coronavirus gesucht? Hier finden Sie den alten Ticker zum Coronavirus.

Die Erforschung des neuartigen Coronavirus geht unterdessen weiter. Zuletzt haben Forscher herausgefunden, dass die Lungenkrankheit möglicherweise auch durch Fäkalien übertragen werden kann. Dieser mögliche Infektionsweg dürfte für die Wissenschaftler nicht vollkommen überraschend kommen: auch das Sars-Virus hat sich während der Epidemie Anfang der 2000er Jahre teilweise so übertragen. Die Ansteckung über Fäkalien könne vor allem in Krankenhäusern eine neue Herausforderung für die Eindämmung der Viruserkrankung darstellen, warnte David Fisman, ein Epidemiologe an der Universität Toronto.

Von Tanja Banner (mit Agenturmaterial)

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Luca Bruno

Zurück zur Übersicht: Welt-News

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT