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Problem-Masken

Visiere gegen das Coronavirus sind eine beliebte Variante: Video zeigt Gefahr der umstrittenen Face Shields

Schon lange rät das RKI von der durchsichtigen Masken-Alternative ab. Die Studie einer Universität in Fuoko, Japan zeigt jetzt, warum sie Leben kosten können.

  • Gesichtsvisiere, auch Face Shields*, sind eine beliebte Alternative zum Mund-Nasen-Schutz
  • Eine Video-Simulation zeigt die Gefahr des Kunststoff-Visiers
  • Weder für der Träger noch seine Umwelt werden ausreichend vor dem Coronavirus* geschützt

Die Gesichtsmaske ist dieses Jahr neben Schal und Handschuhen fester Bestandteil unseres Winter-Outfits. Zum Schutz vor einer Tröpfchen-Infektion mit dem Coronavirus, tragen wir klassisch weiße FFP-Masken oder farbenfrohe „Mund-Nasen-Bedeckungen“ aus Stoff im Gesicht, wahlweise auch mit Weihnachtsmotiv. Dass diese Masken unterschiedlich gut gegen das Coronavirus schützen, ist den meisten bekannt und bewusst. Im Alltag und mit genügend Abstand dürfen wir uns zwischen den Varianten allerdings frei entscheiden. Aber was ist mit den durchsichtigen Plastik-Visieren, die inzwischen auch im Einzelhandel oft zu sehen sind?

Dieser Weihnachtsmann sollte besser eine andere Maske gegen das Coronavirus tragen - Ein Forschungsteam aus Japan demonstriert, warum.

Auch medizinisches Personal greift teilweise auf diese Plastik-Visiere zurück. Sie scheinen die optimale Version einer Gesichtsmaske zu sein. Schließlich können wir die Mimik des Gegenübers erkennen und die durchsichtige Plastik-Scheibe scheint ausreichend Schutz vor Viren zu bieten. Die Visiere, auch „Face Shields“, also Gesichtsschilder genannt, bestehen aus einer langen Kunststoff-Scheibe, die oben um den Kopf geschnallt wird. Doch, Vorsicht: als angebliche Hilfe gegen das Coronavirus sind die Visiere stark umstritten und das aus gutem Grund. Das RKI* rät seit einiger Zeit von Face Shields ab und unser Nachbarland, Österreich hat ihren Gebrauch bereits verboten. Eine japanische Studie zeigt, warum die Kunststoff-Scheiben so tückisch sind.

Face Shield gegen das Coronavirus? - Eine Video-Simulation zeigt warum das doppelt schlecht ist

Professor Fujio Akagi und drei Kollegen an der Fukuoka Universität in Japan haben sich in ihrer Studie den Schutz von Gesichtsvisieren genauer angesehen. Mithilfe einer Strömungsanalyse untersuchten sie das Risiko einer medizinischen Fachperson sich bei einem niesenden Coronavirus-Patienten anzustecken. Mit erhöhter Geschwindigkeit fließen die Atem-Tröpfchen durch die Luft und gegen das Schild. Eine Video-Simulation zeigt, was passiert.

Die hohe Geschwindigkeit beim Niesen, so die Studie generiere in der Luft wirbelartige Ring-Formationen, „die langsam auseinanerbrechen und sich in verformen. An der oberen und unteren Hälfte des Schildes bildet sich durch die Strömung ein leichter Sog.“ Dadurch werden kleine Partikel, wie eben Tröpfchen und Aerosole an den Rand des Schildes transportiert. „Es wurde dabei festgestellt, dass ein Teil dieser Partikel auf die Innenseite des Schildes und bis in den Nasen-Bereich wanderten.“ Das ist nicht zu unterschätzen, durch die Verwirbelungen ist das Gesichtsvisier demnach nicht nur ein schlechter Schutz, es begünstigt eine Ansteckung sogar noch. Von einem medizinischen aber auch einem alltäglichen Gebrauch der Face Shields als Schitz vor dem Coronavirus rät die Studie damit eindeutig ab.

Schutz gegen das Coronavirus: Warum wir keine Gesichtsvisiere tragen sollten

Aber auch der Träger eines Gesichtsvisier verbreitet deutlich leichter seine Aerosole. In einer Studie von Forschern der Florida Atlantic University, die im Fachmagazin Physics of Fluids veröffentlicht wurde, heißt es: Ein Face Shield unterbinde zwar eine Verbreitung von Tröpfchen beim Niesen und Husten nach vorn. Die Aerosole, winzige ausgeatmete Partikel, könnten sich dann jedoch „nahezu ungehindert im Raum verteilen“.

In beide Richtungen ist das Tragen eines Gesichtsvisiers also keine gute Idee. So unpraktisch das Verdecken des Mundes im Servicebereich also auch ist: Pflegepersonal, Privatpersonen oder auch Weihnachtsmänner sollten lieber auf Alternativen zurückgreifen. (vs)

Rubriklistenbild: © Lynne Sladky/dpa/picture alliance

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