Deutsche Terrorverdächtige bekennen sich schuldig

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London - Zwei junge Islamisten aus Solingen haben sich vor einem Londoner Gericht schuldig bekannt, bei ihrer Einreise nach Großbritannien Hetzschriften dabei gehabt zu haben.

Die 28 und 24 Jahre alten Männer gestanden am Donnerstag unter anderem, Artikel aus islamistischen Zeitschriften mit den Titeln “Wie man in der Küche seiner Mutter eine Bombe baut“ und “39 Möglichkeiten den Dschihad zu unterstützen“ besessen zu haben. Ein Urteil in dem Fall wird an diesem Montag erwartet.

Die Männer aus Nordrhein-Westfalen waren am 15. Juli bei ihrer Ankunft am Hafen im südenglischen Dover festgenommen worden. Auf einer Festplatte und einem Laptop wurde belastendes Material gefunden.

Christian E. und Robert B. werden der Solinger Salafistenszene zugerechnet, einer sehr traditionell ausgerichteten Strömung der Islamisten. Sie sitzen seit Juli in einem Hochsicherheitsgefängnis in London in U-Haft. Nach Angaben des Gerichts drohen Christian E. im Falle einer Verurteilung zwei bis drei Jahre Haft, Robert B. etwa ein Jahr.

Christian E. sei im Jahr 2003 zum Islam konvertiert, hieß es am Donnerstag vor Gericht. Er habe in Deutschland an einer Internetseite mitgearbeitet, auf der sich Nutzer gegen die Militäreingriffe des Westens im Irak und in Afghanistan aussprachen. Er betonte, dass die Schriften frei im Internet zugänglich gewesen seien und er nicht gewusst habe, dass sie illegal seien.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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