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Drohnen sollen in Schwimmbad die Gänse vertreiben

Nach Nabu-Angaben hat sich die Zahl der Gänse extrem erhöht. Foto: Fredrik von Erichsen
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Nach Nabu-Angaben hat sich die Zahl der Gänse extrem erhöht. Foto: Fredrik von Erichsen

Koblenz (dpa) - Drohnenflüge sollen in einem Koblenzer Freibad Gänse vertreiben. Gemeinsam mit einer Modellfluggruppe will das städtische Bäderamt so gegen die Verunreinigungen durch Nil- und Kanadagänse vorgehen, wie die Stadt mitteilte.

Nach ersten erfolgreichen Testflügen sollen von Montag an täglich bis zu fünfmal je zwei Drohnen im Bad Oberwerth im Einsatz sein.

Nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) in Rheinland-Pfalz hat sich die Zahl der Gänse extrem erhöht. Vor allem Städte am Wasser sind davon betroffen. Schwimmmeister Jens Thielen aus dem Oberwerther Bad sagte: «Das junge Grün unserer Anlage ist bei den Gänsen ein beliebtes Nahrungsmittel.» Die Gäste ärgerten sich über Fäkalien auf den Liegewiesen, das Wasser sei verunreinigt.

In Koblenz haben sich Naturschützer und die Stadt bei einem Runden Tisch auf die Vertreibung der Tiere mit Drohnen geeinigt. In Kanada werde das Mittel schon erfolgreich eingesetzt, sagte Kirstin Höfer vom Tierschutzverein Koblenz. «Die Drohne ist einem Raubvogel ähnlich und wirkt wie ein Feindobjekt auf die Gänse.» Da größere Menschenmengen nicht überflogen werden dürfen, gehen die Drohnen den Angaben zufolge vor allem vor und nach dem Badebetrieb in die Luft. Außerdem werden die Flüge erfasst, um zu schauen, ob sie wirken.

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