Ehepaar sah Kellnerin (56) beim Sterben zu

Bischofshofen - Die Kellnerin, die in einer österreichischen Regionalbahn an einem Herzinfarkt gestorben ist und beklaut wurde, hätte vielleicht gerettet werden können.

In dem Waggon, in dem am Montag eine Kellnerin (56) einen Herzinfarkt erlitt und schließlich starb, reiste auch ein Ehepaar von Kuchl nach Bischofshofen. Das beobachtete die Frau allerdings nur aus der Entfernung und half ihr nicht.

Der unterlassenen Hilfeleistung überführen konnte das Paar ein Überwachungsvideo. Es filmte wie die Eheleute der Frau, die sichtlich Hilfe benötigte, zusahen. Laut Polizei habe sich die Kellnerin Schweiß von der Stirn gewischt und den Kopf aufgestützt. Doch statt zu helfen, stieg das Ehepaar aus und überließ die Frau sich selbst, das berichtet der österreichische Standard.

Das Überwachungsvideo überführte auch schon einen 18-Jährigen, der die sterbende Frau beklaute, statt ihr zu helfen. Die Einzige, die der Frau half, war eine 17-jährige couragierte Mitreisende. Sie bemerkte den schlechten Zustand der Frau und forderte den Jungen auf, der Kellnerin zu helfen, während sie selbst den Lokführer informierte und per Handy Hilfe rief. Trotz der Hilfe durch Rettungskräfte am Bahnhof Bischofshofen überlebte die Kellnerin nicht.

Die Polizei ermittelt nun gegen den Dieb und das Ehepaar und kündigte rechtliche Konsequenzen an.

mm

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