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Klare Regelung: BGLand24.de klärt auf

(K)Einkauf für Österreicher in Bayern: Zum Shoppen kurz mal nach Deutschland?

Gesundheitskontrollen an der Grenze durch die Deutsche Bundespolizei gibt es derzeit nicht, trotzdem gelten die strengen Quarantäneregeln auch für Einkaufstouristen aus
Österreich, die nur schnell zum Einkaufen nach Bayern kommen wollen.
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Gesundheitskontrollen an der Grenze durch die Deutsche Bundespolizei gibt es derzeit nicht, trotzdem gelten die strengen Quarantäneregeln auch für Einkaufstouristen aus Österreich, die nur schnell zum Einkaufen nach Bayern kommen wollen.

Salzburg, Freilassing. Auch beim „nur zum Einkaufen fahren“ nach Freilassing oder Bad Reichenhall gilt für Österreicher seit Samstag die Quarantäneverordnung des Freistaates. Das machte am Sonntag auf Nachfrage von BGLand24 noch einmal eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums deutlich. In sozialen Medien waren immer wieder Vermutungen aufgetaucht, dass für Einkaufstouristen die 14-Tage-Quarantäne nicht gelte.

Am Österreichischen Nationalfeiertag fahren in der Regel zigtausende Österreicher zum Einkaufen in die grenznahen Landkreise, um ihren Wocheneinkauf oder auch schon erste Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Das wird am kommenden Montag, 26. Oktober 2020, nicht möglich sein. Denn seit Österreich, mit Ausnahme Kärntens, wegen der hohen Infektionszahlen von den Deutschen Behörden zum Risikogebiert erklärt wurde, gilt für alle Einreisenden die Quarantäneverordnung, wonach man sich sofort nach Einreise 14 Tage in Selbstisolation begeben muss.

Ausgenommen sind nur Personen, welche bei der Einreise einen aktuellen, negativen Corona-Test dabei haben. Diese Bestimmungen werden zwar derzeit nicht von der Bundespolizei an den Grenzen kontrolliert und klingen für einen Salzburger, der nur eine Stunde zum Einkaufen kommen möchte, wohl etwas weltfremd, sie sind aber trotzdem gültig.

Da in Kommentaren in sozialen Netzwerken immer wieder falsche Behauptungen zu lesen sind, stellt eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf Anfrage von BGLand24.de klar: „Keine Ausnahme gibt es für in Österreich wohnende Personen, die etwa zum Einkaufen nach Bayern einreisen wollen; diese unterliegen der Quarantänepflicht. In Betracht kommt lediglich die allgemeine Ausnahme nach §2 Abs. 1 EQV, wenn der Betroffene einen negativen Coronatest vorweisen kann, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, maßgeblich ist hierbei der Zeitpunkt des Abstrichs.“

Im Berchtesgadener Land ist der 7-Tage-Richtwert von Freitag auf Samstag zwar von 282,3 auf 255,8 gesunken, Stand 25. Oktober, 10 Uhr), aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Ein besonderer Hotspot ist die knapp 7700 Einwohner zählende Marktgemeinde Berchtesgaden, hier sind die Infektionszahlen innerhalb einer Woche um 90 Fälle angestiegen, in Bischofswiesen um 55 Fälle und in der Ramsau um 30 Fälle. Zum Vergleich: In Freilassing und Ainring wurden in der Woche vom 16. Bis 23. Oktober jeweils 10 neue Fälle gezählt, in der Stadt Laufen kein einziger.

Auch im Bundesland Salzburg steigt die Zahl der aktiv Infizierten und damit der 7-Tage-Richtwert weiter an, im gesamten Bundesland von 238 auf 270 pro 100.000 Einwohner, in der Stadt Salzburg auf 188,8 und im Bezirk Hallein auf 490,3. Landeshauptmann Wilfried Haslauer erklärte am Sonntagmittag in der ORF-Pressestunde, dass Salzburg im Sommer lange Zeit ein Musterknabe mit den geringsten Infektionszahlen gewesen sei, „innerhalb von nur drei Wochen seien die Zahlen dann aber explodiert, diese Dynamik hat uns aller überrascht“, so Haslauer.

Mitverantwortlich für den drastischen Anstieg sei auch die Corona-Müdigkeit der Bevölkerung, glaubt Haslauer. Jetzt würden sich die strengen Regeln zum Beispiel in Kuchl aber schon bemerkbar machen.

hud

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