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Keine Strafe für Juan Carlos I.?

Spaniens Ex-König Juan Carlos I. zahlt - Korruptionsvorwürfe aus der Welt?

Ex-König Juan Carlos I. meint es wohl doch ernst mit der Rückkehr nach Spanien. Er verspricht der Staatsanwaltschaft eine hohe Steuernachzahlung. Wird die Untersuchung beendet?

  • Spaniens Ex-König Juan Carlos I. kündigt eine Überweisung an spanische Behörden von fast 700.000 Euro an.
  • Der Anwalt des ehemaligen Königs spricht von einer möglichen Einstellung der Ermittlungen.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt in drei Verfahren wegen Korruption und Geldwäsche gegen Juan Carlos I.

Update 10. Dezember: Spaniens Ex-König Juan Carlos I. hat der Staatsanwaltschaft gegenüber eine Nachzahlung von 678.393,72 Euro versprochen. Gegenüber spansichen Medien zeigt sich sein Anwalt, Javier Sánchez-Junco optimistisch, dass die Vorwürfe sich damit erledigen oder zumindest deutlich reduziert werden. Offiziell war Juan Carlos I. nämlich in Abu Dhabi nicht für die Staatsanwaltschaft erreichbar, weswegen er nicht über die Vorwürfe gegen ihn informiert werden konnte. Das bedeute, er leiste mit der Überweisung eine freiwillige Selbstanzeige. Über das weitere Vorgehen werden die Generalstaatsanwältin Dolores Delgado und ihre Staatsanwälte entscheiden.

Juan Carlos I. Ehemaliger König von Spanien
Geboren5. Januar 1938 (Alter 82 Jahre), Rom, Italien
Größe1,88 m
EhepartnerinSophia von Griechenland (verh. 1962)

Update 9. Dezember: Es geht rund in der spanischen Royal-Family. Nun liegen laut verschiedener Medienberichte in Spanien auch Belege vor, dass die Töchter von Ex-König Juan Carlos I., Elena und Cristina von Spanien, mit den Kreditkarten, die auf den Namen von Strohleuten in Steuerparadiesen wie Panama angemeldet waren und wahrscheinlich Geld von dem mexikanischen Geschäftsmann Allen Sanginés-Krause enthalten, unterwegs waren.

Kreditkarten-Affäre um Spaniens Ex-König: Töchter und Enkel von Juan Carlos I. verwickelt?

Damit sollen sie Shopping-Bummel im Kaufhaus Corte Inglés, Uber-Fahrten im großen Stil und zahlreiche Klavier-Stunden bezahlt haben. Auch die Kinder der Infantinnen, also Juan Carlos I. Enkel, haben die Karte genutzt, so die spanische Zeitung „El Cofidencial“. Das aktuelle Königspaar Felipe und Letizia hat die Karten wohl nie benutzt. Der mexikanische Multimillionär Allen Sanginés-Krause gibt zu, dem Ex-König, einem engen Freund von ihm, Geschenke gemacht zu haben, leugnet aber den Zusammenhang seines Geldes mit den verdächtigen Kreditkarten von Juan Carlos I. Er habe nie Geld an den Monarchen überwiesen.

Wird Ex-König Juan Carlos I. nach Spanien zurückkehren?

Ex-König Juan Carlos kontaktiert Staatsanwaltschaft in Spanien - Kommt die Strafe?

Update 7. Dezember: Nach Angaben der spanischen Zeitung „Las Provincias“ soll der von Korruptionsvorwürfen geplagte Ex-König Juan Carlos I. nun Kontodaten an die Staatsanwaltschaft von Spanien übermittelt haben. Sie werde ein Antikorruptionsverfahren gegen den ehemaligen Staatschef einleiten, bestätigt auch die Staatsanwaltschaft. Dabei ginge es konkret um Kreditkarten mit Geldern ungeklärten Ursprungs, die auf die Namen von Strohleuten angemeldet waren. Laut Angaben aus Quellen des Justizministeriums geht es in dem Verfahren um über 120.000 Euro.

Gegenüber der Zeitung „El País“ gibt der Anwalt von Ex-König Juan Carlos I. an, mit dem Finanzministerium in Spanien zu verhandeln. Es stehe im Raum, so Javier Sánchez-Junco, die Übermittlung der Daten als freiwillige Selbstanzeige der Steuerhinterziehung zu werten, was eine Gefängnisstrafe verhindern könnte. Das aktuelle Staatsoberhaupt, König Felipe VI., nimmt keine Stellung zum Vorstoß seines Vaters.

Rückkehr von Juan Carlos nach Spanien? Königshaus und Staatsanwaltschaft entscheiden

Originalmeldung vom 4. Dezember: Madrid- Ruhig geworden ist es um Spaniens* Ex-König Juan Carlos I., der im Sommer - begleitet von weltweiter Medienaufmerksamkeit - von Spanien nach Abu Dhabi geflohen ist*, nachdem er in Spanien der Korruption verdächtigt wurde. Doch nun gibt „El País“ bekannt, dass offensichtlich einige Mitglieder der spanischen Royal-Family erwägen, das in Ungnade gefallene ehemalige Staatsoberhaupt in der neuen arabischen Heimat zu besuchen.

Die Entscheidung darüber, wann und vor allem wie Ex-König Juan Carlos I. nach Spanien zurückkommt, treffe aber das Königshaus, also vor allem König Felipe VI, so der Artikel. Maßgeblich für eine mögliche Rückkehr wird auch sein, welche Ungereimtheiten und Vorkommnisse noch im Zuge der Korruptions-Untersuchungen noch ans Licht kommen.

Spaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles gibt indes gegenüber der Nachrichtenagentur „Europapress“ an, die Strafverfolgung von Ex-König Juan Carlos I. den Gerichten und dem Königshaus zu überlassen. Bei der Pressekonferenz wurde sie über eine möglichen militärische Intervention befragt, die den Ex-König nach Spanien und vor Gericht bringen könnte. Eine solche lehnt die Politikerin aber kategorisch ab. Abu Dhabi hat kein Auslieferungsabkommen mit der Nato und regelt die Rückführungen von Menschen in ihre Heimatländer jeweils mit Verträgen für jeden Einzelfall. Es scheint nahezu unmöglich, dass die Emirate den ihnen sehr zugewandten spanischen Ex-König zurückschicken.

Verwicklung von Königin Sophia: War sie in die Korruption verwickelt?

Die spanische Staatsanwaltschaft hat zuletzt auch die komplette spanische Royal-Family mit ins Visier genommen. Bei einer Untersuchung eines Schweizer Kontos von Spaniens Ex-König Juan Carlos I., das auf eine Firma in Panama zugelassen ist, wurde eine Spur gefunden, die auch Ehefrau Sophia von Griechenland sowie andere Mitglieder der Familie schwer belastet. Angeklagt wird Sophia aber wohl nicht.

Der Frage, welche weiteren Handlungen von Ex-König Juan Carlos I. wohl noch so ans Licht kommen, geht auch die Autorin der neuen Juan-Carlos-Biografie „Yo, el rey“ (Ich, der König, zurzeit nur auf Spanisch verfügbar), Pilar Eyre, nach. Sie befragte nicht nur Mitglieder der Königsfamilie selbst, sondern recherchierte auch im politischen Umfeld. Ein Interview-Partner war zum Beispiel Spaniens ehemaliger Ministerpräsident Mariano Rajoy. Nach ihren Recherchen sei der Ex-König schon lange von der arabischen Monarchie fasziniert gewesen. „Schon 1971 hat er Kontakte in der arabischen Welt geknüpft und wollte so leben wie die orientalischen Könige“, erklärt sie der Zeitung „El Diario“. Sie ist sich sicher, „Juan Carlos I. wird nie nach Spanien zurückkommen“. *costanachrichten.com ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Andrea Comas/ dpa (Archiv)

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