Foodwatch: Fast nur Kalorienbomben für Kinder

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Wie ungesund viele der Lebensmittel für Kinder sind, ergab eine Foodwatch-Studie.

Berlin - Fast drei Viertel aller speziell für Kinder hergestellten Lebensmittel sind ungesund. Das hat eine Foodwatch-Studie ergeben. Was das für die Gesundheit der Kleinen bedeutet.

Speziell für Kinder angepriesene Lebensmittel sind nach einer Studie der Verbraucherorganisation Foodwatch meist ungesunde Kalorienbomben. Von 1500 untersuchten Produkten seien fast drei Viertel „süße und fettige Snacks“ gewesen, die nur sparsam verzehrt werden sollten, teilte Foodwatch am Dienstag in Berlin mit. Produkte, die man reichlich essen kann, wie verarbeitetes Obst, Nudeln oder Säfte waren nur zu zwölf Prozent unter der Stichprobe.

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„Die Unternehmen tragen eine erhebliche Mitverantwortung für die grassierende Fehlernährung von Kindern“, sagte Foodwatch- Mitarbeiterin Anne Markwardt. Sie warf der Industrie vor, ein Interesse an gewinnträchtigen Süßwaren, Softdrinks und Snacks zu haben. Hersteller wollten Kinder früh an Marken binden und bei ihnen schon in jungen Jahren Geschmacksprägungen erreichen.

Nicht ausgewogene Nahrungsmittel wie Süßigkeiten sollten nicht mehr als Kinderprodukte beworben werden, forderte Foodwatch. Produkte dürften auch nicht mit Comicfiguren oder Gewinnspielen gezielt für Kinder vermarktet werden. Gemeinsame Programme von Herstellern zur Bekämpfung von Übergewicht mit staatlichen Einrichtungen oder Sportverbänden seien zu beenden. Schulen und Kindergärten müssten werbefreie Räume sein.

In Deutschland gibt es Gesundheitsstudien zufolge immer mehr übergewichtige Kinder, viele sind bereits krankhaft dick. Eine Folge davon sind auch mehr Diabetes-Fälle.

dapd

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