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Massentest am Sonntag - Bürgermeister sauer

Corona-Fälle bei Skilehrerkurs: bisher 42 positiv - Kurse im österreichischen Flachau abgesagt

Wintersport-Ort Flachau
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Im österreichischen Flachau gibt es ein neues Corona-Cluster.

Österreich ist im harten Lockdown, Schulen, Hotels und Gastronomie sind geschlossen, nur das Skifahren und Sport im Freien ist erlaubt und die Berufsausbildung, dazu zählen auch Kurse um Skilehrer zu werden. In einem solchen Kurs mit internationalen Teilnehmern sind jetzt 29 von 152 Schülern mit einem Antigen-Schnelltest positiv getestet worden. Ganz Österreich fragt sich, ob das sein darf und wozu jetzt eine Ausbildung stattfinden muss?

Update, 19.30 Uhr - Corona-Fälle bei Skilehrerkurs: 42 PCR-Tests bisher positiv

Bei den Corona-Fällen in Zusammenhang mit einer Skilehrerausbildung in Flachau liegen nun die meisten Ergebnisse der PCR-Tests vor: 42 von 172 Abstrichen waren positiv, 122 negativ, acht sind noch offen. Alle betroffenen Personen und ihre engen Kontakte befinden sich in häuslicher Quarantäne. In Flachau wird der Bevölkerung aufgrund der Corona-Fälle in diesem Zusammenhang am Sonntag ein kostenloser Schnelltest angeboten.

Erstmeldung:

Am Donnerstag wurde das neue Corona-Cluster in Flachau bekannt, ausgerechnet Flachau, die 2700-Einwohner-Gemeinde mit dem Aushängeschild Hermann Maier hatte schon im März die höchste Infektionsrate des Landes und wurde daraufhin 14 Tage abgeriegelt. 152 Teilnehmer aus Großbritannien, den Niederlanden, Dänemark und Deutschland sind in einem Jugendgästehaus, um hier eine österreichische Skilehrer-Ausbildung zu absolvieren, „dieser Kurs war schon lange geplant und bis vor wenigen Tagen sind wir davon ausgegangen, dass die Hotels im Februar wieder aufsperren dürfen und dann die Skilehrer auch gebraucht werden“, so Klaus Burgschwaiger, Ausbildungsleiter beim Österreichischen Skilehrerverband.

Alle Teilnehmer seien jetzt in dem Jugendgästehaus in Quarantäne, man warte auf die Ergebnisse der genaueren PCR-Tests, danach würden die nicht positiven Teilnehmer in einem benachbarten Gästehaus als Kontaktpersonen in Quarantäne bleiben und regelmäßig nachgetestet, während die Positiven im eigentlichen Haus bleiben würden.

Dass es überhaupt zu einem Ausbruch kam ist für den Ausbildungsleiter nicht nachvollziehbar, „es gab ein strenges Hygienekonzept, an das sich auch alle Schüler gehalten haben, es gab keine Partys, nichts“.

Der Skikurs in Flachau, sowie in zwei anderen Wintersportorten in Salzburg sei nun aber abgebrochen worden, Landeshauptmann Haslauer hatte das mit dem Obmann des Skilehrerverbandes vereinbart, Druck soll es keinen gegeben haben. Dass ausgerechnet jetzt während des Lockdowns eine Skilehrer-Ausbildung stattfindet erklärt Burgschwaiger so: „Es ist eine Berufsausbildung, und das ist in allen Berufen erlaubt“, außerdem gebe es nicht mehr genug einheimische Skilehrer und Gäste aus anderen Ländern würden zunehmend Skilehrer in ihrer Muttersprache bevorzugen. „Ich verstehe den Ärger unter den Flachauern, aber die Teilnehmer waren alle entweder im Haus in der theoretischen Ausbildung oder am Skihang, einen Kontakt mit Einheimischen hat es nicht gegeben“.

Massentest am Sonntag

Trotzdem will das Land sicher gehen und fordert alle Flachauer auf, am Sonntag an einem Massentest teilzunehmen. Der Bürgermeister von Flachau, Thomas Oberreiter, ist sauer, „ich habe mich immer wieder erkundigt wie es sein kann, dass in einem Lockdown da 150 Skilehrer unterwegs sind, es war doch klar dass in diesem Winter keine Gästeströme mehr aus Deutschland oder Holland oder Großbritannien kommen“. Er habe auch von seinen Bürgern immer wieder entsprechende Anfragen erhalten, aber rechtlich gesehen war und ist die Ausbildung in Ordnung. Dass sich am Sonntag viele Flachauer am Massentest beteiligen werden glaubt der Bürgermeister indes nicht, „die meisten sagen, mit denen haben wir eh nichts zu tun gehabt“.

Die Landesregierung versuchte den schwarzen Peter zuerst an das Gesundheitsministerium in Wien zu schieben, dort müsste in einer Verordnung die Ausbildung zum Skilehrer in Lockdown-Zeiten verboten werden. Gleichzeitig sucht man jetzt aber auch im Salzburger Skilehrer-Gesetz nach einer Möglichkeit, die Ausbildung derzeit zu untersagen.

hud

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