Gaddafi will Märtyrer-Tod sterben

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Muammar al-Gaddafi hat sich per Audio-Botschaft zu Wort gemeldet.

Tripolis/Kairo - Der libysche Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi ist angeblich zum Märtyrer-Tod bereit. “Ich bin bei Euch an der Front“, sagte er in einer Audio-Botschaft an seine letzten Getreuen.

“Widerstand und Märtyrertum sind für Helden, und wir warten auf das Märtyrertum“, führte er weiter aus. Die Botschaft wurde von einem Radiosender der Gaddafi-Milizen in Bani Walid ausgestrahlt und tauchte am Dienstag auch auf Pro-Gaddafi-Webseiten auf. Ihre Echtheit konnte nicht überprüft werden.

Seit seiner Vertreibung aus Tripolis durch einen bewaffneten Volksaufstand vor mehr als einem Monat ist der ehemalige Despot untergetaucht. In einigen Bastionen wie Bani Walid und seiner Heimatstadt Sirte halten sich noch letzte Aufgebote von Gaddafi-loyalen Trupps.

Su luxuriös residierte der Gaddafi-Clan

So luxuriös lebte der Gaddafi-Clan

Rebellen posieren im Eingangsbereich der Villa von Gaddafis Tochter Aisha auf einer goldenen Meerjungfrauen-Couch für ein Foto. © dpa/ap
Das Archivbild aus dem Jahr 2005 zeigt Gaddafis Tochter Aisha kurz vor einer Rede. © dpa/ap
Der Eingangsbereich ihres Hauses aus der Vogelperspektive © dpa/ap
Die Villa verfügt außerdem über einen riesigen Swimmingpool © dpa/ap
Auch eine kleine Bibliothek gehört zu dem Anwesen © dpa/ap
Rebellen machen sich an den Kleidern zu schaffen, die sie im Haus von Aisha Gaddafi gefunden haben © dpa/ap
Ein holzvertäfelter Raum mit Kleidern und anderen persönlichen Gegenständen wird von den Rebellen auf den Kopf gestellt © dpa/ap
Auch persönliche Fotos von Gaddafi-Tochter Aisha sind vor den Rebellen nicht sicher © dpa/ap
Ein Zimmer im Haus von Gaddafis Sohn Saif al-Islam © dpa/ap
Von vielen Zimmern der Villa hat man einen wunderschönen Panoramablick auf das Meer und den Strand © dpa/ap
Eine luxeriöse Whirlpool-Badewanne rundet die Einrichtung im Haus von Gaddafis Sohn Saif al-Islam ab © dpa/ap
In einem der Zimmer haben die Rebellen die Verpackung einer Magnum-Flasche treuen Champangners gefunden. © dpa/ap
Ein Kinderzimmer im Anwesen von Saif al-Islam, einem der Söhne von Gaddafi © dpa/ap
Auf einer Art Veranda der Villa befindet sich ein Jacuzzi © dpa/ap
Ein anderer Sohn des ehemaligen Diktators, Al-Saadi Gaddafi, hat Zellen in sein Haus einbauen lassen © dpa/ap
Auch er besaß eine Villa am Strand © dpa/ap
Rebellen haben sich auf der weitläufigen Terrasse des Anwesens von Moammar Gaddafi positioniert © dpa/ap
Rebellen haben sich auf der weitläufigen Terrasse des Anwesens von Gaddafi positioniert © dpa/ap
Eine Außenaufnahme der Villa von Gaddafi © dpa/ap
Ein großzügiger Raum in der Villa von Gaddafi-Sohn Al-Saadi © dpa/ap
Ein großzügiger Raum mit Meerblick in der Villa von Gaddafi-Sohn Al-Saadi © dpa/ap
Der Sohn des bisherigen libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi, Al Saadi, mochte schnelle Wagen, Yachten und Fussball. Seine Anwesen am Strand zeugte von seinen teuren Hobbys. © dpa/ap
Das Bild zeigt Safiya, die Frau von Gaddafi © dpa/ap
Das Archivfoto aus dem Jahr 2008 zeigt den ehemeligen Diktator Gaddafi © dpa/ap

Nach Angaben der Nato haben sich Soldaten des gestürzten Machthabers unter anderem im Krankenhaus von Sirte mit schweren Waffen verschanzt, um dort Luftangriffen zu entgehen. “Die Nato-Kräfte haben eine Reihe von Sammelpunkten der Gaddafi-Truppen entdeckt, die sich in sehr dicht besiedelten Gebieten befinden“, sagte der Militärsprecher des Nato-Einsatzes in Libyen, der kanadische Oberst Roland Lavoie, am Dienstag bei einer nach Brüssel übertragenen Pressekonferenz.

Dazu gehöre auch das Krankenhaus von Sirte. “Von dort aus wird mit Mörsern geschossen.“ Luftschläge seien wegen der “menschlichen Schutzschilde“ kaum möglich. “Es gibt Grenzen für das, was wir von der Luft aus tun können“, sagte Lavoie. Sowohl in Sirte als auch in Bani Walid verschlechtere sich die Lage weiter. Die Gaddafi-Truppen terrorisierten die Zivilbevölkerung, hinderten sie an der Flucht und verhinderten humanitäre Hilfe: “Das ist abscheulich und sinnlos.“

dpa

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