Gewaltausbrüche

Polizei geht gegen Steinewerfer in Bremen und Berlin vor

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Polizisten lösen die Blockade im Steintor-Viertel auf. Foto: Andre van Elten/Nord-West-Media

Verletzte Polizisten, demolierte Schaufenster - Bremen erlebt in der Nacht vor dem Wahl-Sonntag einen heftigen Gewaltausbruch. Attacken erlebt auch die Polizei in Berlin.

Bremen/Berlin (dpa) - Rund 300 Menschen haben in der Nacht zum Sonntag nach Polizeiangaben eine Kreuzung blockiert und randaliert.

Bei den Ausschreitungen seien vier Polizisten verletzt und neun Randalierer festgenommen worden. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, hatte sich die Beteiligten auf die Kreuzung gesetzt, Pyrotechnik gezündet, Lagerfeuer entfacht und Steine in die Schaufensterscheiben der umliegenden Geschäfte geworfen.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Die Einsatzkräfte wurden den Angaben zufolge aus der Menge heraus mit Flaschen beworfen. Die Polizei löste die Blockade in der Bremer Innenstadt auf, nach rund zweieinhalb Stunden war die Kreuzung wieder frei. Im Verlauf der Nacht wurden zudem Streifenwagen und Reviere in der Stadt mit Farbbeuteln und anderen Gegenständen von bislang unbekannten Störern attackiert. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

In Berlin wurden Polizisten in der Nacht zum Samstag nach eigenen Angaben mit Steinen, Farbbeuteln und Flaschen attackiert. Das geschah in der Rigaer Straße, wo es schon zuvor Konflikte um einstmals besetzte Häuser gegeben hatte. Die Polizei war über Stunden mit insgesamt 180 Kräften im Einsatz. In der Nacht zum Sonntag blieb es laut Polizei jedoch ruhig. In beiden Städten wird nun unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

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