Haiti: Bis zu einer Million Obdachlose

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New York - Die Zahl der Obdachlosen nach dem Erdbeben in Haiti könnte nach Angaben der Vereinten Nationen die Million erreichen.

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Das UN-Büro zur Nothilfe-Koordinierung rechnet mit 800 000 bis zu einer Million Menschen, die dringend Zuflucht suchten, wie die UN am Sonntagabend (Ortszeit) in New York mitteilte. Zelte und Baumaterial würden dringend gebraucht. Zudem müssten Übergangslager für die Überlebenden eingerichtet und unterhalten werden. Nach Angaben der UN nutzen immer mehr Menschen die kostenlosen Transportmöglichkeiten, um Port-au-Prince zu verlassen. Schon 235.000 Einwohner hätten die Hauptstadt verlassen.

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Knapp zwei Wochen nach dem Jahrhundertbeben beginnen die Planungen für den langfristigen Wiederaufbau des Karibikstaates. Zu einem Treffen im kanadischen Montréal wurden an diesem Montag der haitianische Premier Jean-Max Bellerive sowie Außen- und Finanzminister und andere Abgesandte von mehr als 20 Staaten erwartet, darunter auch US-Außenministerin Hillary Clinton und ihr französischer Kollege Bernard Kouchner. Das Treffen dient ebenso wie eine fast zeitgleiche Sitzung von EU-Außenministern in Brüssel der Vorbereitung einer für März geplanten internationalen Geberkonferenz für Haiti.

In Montréal lebt eine der größten haitianischen Gemeinschaften außerhalb der Insel. “Unsere Regierung wird ihre Solidarität mit dem Volk fortsetzen und Premierminister Bellerives Versprechen vom Aufbau eines neuen Haitis unterstützen“, sagte Kanadas Außenminister Lawrence Cannon am Sonntag. Zu den Teilnehmern der eintägigen Konferenz gehört die sogenannte “Gruppe der Freunde Haitis“ mit den USA, Kanada, Frankreich, Argentinien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Mexiko und Peru. Weitere Teilnehmer sind die EU, Japan und andere Staaten.

Erneutes Nachbeben

Unterdessen wurde Haiti auch am Sonntag erneut von einem Nachbeben heimgesucht. Die Erdstöße hatten nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 4,7. Das Epizentrum haben 30 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince in mehr als 17 Kilometern Tiefe gelegen. Über neue Schäden oder Verletzte war zunächst nichts bekannt. Dringend Zelte benötigt 13 Tage nach dem Beben der Stärke 7,0 entspannte sich die Lage in Haiti zwar etwas, aber die Zustände waren immer noch chaotisch und Zehntausende Menschen litten unter fehlender oder mangelnder medizinischer Versorgung sowie unter Hunger.

dpa

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