Hausexplosion in Brüssel: Drei Tote

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Bei einer Hausexplosion in Brüssel sind zwei Menschen gestorben.

Brüssel - Drama in der Nacht: Bei einer Hausexplosion sind in Brüssel drei  Menschen gestorben. Marode Gasleitungen könnten für den Unfall verantwortlich sein. Bereits im Januar starben bei einem ähnlichen Unglück in Lüttich 14 Menschen.

Drei Tote und 17 Verletzte - so lautet die traurige Bilanz einer gewaltigen Hausexplosion in der belgischen Hauptstadt Brüssel. In den Trümmern der drei zerstörten Wohnhäuser fanden die Rettungskräfte noch in der Nacht die Leichen von zwei Männern im Alter von 58 und 66 Jahren. Einen vermissten 58-Jährigen bargen die Helfer Stunden später ebenfalls nur noch tot. Unglücksursache war nach ersten Erkenntnissen ausströmendes Gas - ein defekter Zähleranschluss oder eine marode Gasleitung könnten der Grund sein.

Bei der heftigen Detonation wurden am Samstagabend drei Wohnhäuser komplett zerstört. Der Unglücksort im Stadtteil Schaerbeek in der Nähe des Nordbahnhofs bot ein Bild des Schreckens. Steine, Mauerwerk, Möbel und Kleidung liegen auf einem gigantischen Trümmerberg wild durcheinander. An den Wänden zum Nachbarhaus führen Zimmertüren ins Leere, eine schwarze Wanduhr im zweiten Stock tickt noch, doch das Zimmer davor ist in die Tiefe gestürzt. Eine Waschmaschine steht auf einem letzten Mauerrest, darunter gähnt der Abgrund.

Die gewaltige Wucht der Explosion ließ kurz vor Mitternacht in zahlreichen Nachbarhäusern Fenster und Türen zersplittern, auf den Dächern wurden Dachpfannen abgedeckt. Die Trümmer begruben einen Lebensmittelladen im Erdgeschoss und ein geparktes Auto unter sich. Anwohner liefen voller Schrecken aus ihren Häusern und standen zitternd im Regen. Augenzeugen sprachen von einem Knall wie bei einer Bombenexplosion. Im zweiten Stock eines zerstörten Hauses habe eine Frau auf einem Mauervorsprung gestanden und sich festgeklammert, unter ihr die Tiefe. “Sie hat um Hilfe gerufen, aber wir konnten ihr nicht helfen, weil es zu hoch war. Wir mussten warten, bis die Feuerwehr kam“, erzählt der 49-jährige Adif.

Das Unglück weckt Erinnerungen an eine Gasexplosion im ostbelgischen Lüttich. Im Januar waren dort beim Einsturz eines Wohnhauses 14 Menschen ums Leben gekommen.

dpa

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