Indien: Millionen flüchten vor Hochwasser

Lucknow/Indien - Überschwemmungen im Norden Indiens haben zwei Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Bei der  Katastrophe sind auch schon erste Todesopfer zu beklagen.

Nach Behördenangaben vom Donnerstag kamen mindestens 17 Menschen ums Leben, Tausende Häuser wurden von den Wassermassen weggespült. Betroffen waren weite Teile des Unionsstaats Uttar Pradesh. Dort traten mehrere Flüsse über die Ufer, wie Regierungssprecher Diwakar Tripathi sagte.

Für die Betroffenen wurden Notunterkünfte und Ambulanzen errichtet. Militärhubschrauber warfen Nahrungsmittel und Trinkwasser über Dörfern ab, die von der Außenwelt abgeschnitten waren. In der Industriestadt Moradabad mussten 200.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Die Ernteschäden in der Landwirtschaft wurden auf 35 Milliarden Rupie (575 Millionen Euro) geschätzt.

In Nordindien fiel seit August ungewöhnlich viel Regen, weitere Niederschläge wurden für die kommenden Tage vorhergesagt. Im benachbarten Pakistan kamen bei verheerenden Überschwemmungen in den vergangenen sechs Wochen mehr als 1.700 Menschen ums Leben, fast 1,9 Millionen Wohnhäuser wurden beschädigt oder zerstört.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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