"Genügend Kapazitäten bei uns schaffen!"

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LH Günther Platter (re.) mit Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann und BBT-Vorstand Konrad Bergmeister (li.) am Innsbrucker Hauptbahnhof.

Innsbruck - Innenminister Herrmann konnte sich selbst von den Baufortschritten am Brennerbasistunnel überzeugen. Er will die deutschen Planungen nun vorantreiben:

Die Bauforstschritte am 64 Kilometer langen Brenner Basistunnel (BBT) zwischen Innsbruck/Tulfes und Franzensfeste laufen auf Hochtouren. Davon konnte sich auf Einladung von Landeshauptmann Günther Platter am Freitag eine vom bayerischen Verkehrsminister Joachim Herrmann angeführte Delegation aus Bayern im Rahmen eines Lokalaugenscheins beim Zufahrtstunnel Wolf in Steinach am Brenner überzeugen.

470 Millionen Euro Auftrag vor Vergabe

Der Zufahrtstunnel wird nach Fertigstellung bis auf die Höhe der beiden Haupttunnelröhren führen. Täglich werden im Schnitt sechs Sprengungen durchgeführt, sodass der Tunnel zehn Meter am Tag wächst. Parallel dazu wird ein so genannter Umleitungsstollen für die unterirdische Verlegung des Padasterbaches errichtet. „Wir befinden uns voll im Zeitplan“, zeigt sich auch der österreichische BBT-Vorstand Konrad Bergmeister zufrieden.

Zwei große Baulose befinden sich aktuell in der Vergabephase. „Tulfes–Pfons“ wird mit einem geschätzten Auftragsvolumen von 470 Millionen Euro das bisher größte Projekt sein. Anfang Mai soll es dafür grünes Licht geben. Fertiggestellt sind hingegen bereits die Zufahrtstunnels Ampass und Ahrental, der Erkundungsstollenabschnitt Innsbruck–Ahrental sowie die beiden Logistiktunnels Padaster- und Saxnertunnel in Steinach am Brenner.

Intensive Arbeiten am Nordzulauf

„Der Brenner Basistunnel ist das Vorzeigeprojekt der EU und schreitet gut voran. Jetzt geht es darum, dass wir auch bei den Zulaufstrecken das Tempo erhöhen“, steht für LH Platter fest. Erst im Oktober hat er in Berlin Spitzenvertreter der deutschen Bundesregierung getroffen: „Dabei wurde mir versichert, dass Deutschland zum Projekt steht und mit Hochdruck an der rechtzeitigen Fertigstellung der nördlichen Zulaufstrecke von München bis zur Kiefersfelder Grenze arbeitet.“

Auch Verkehrsminister Herrmann versicherte am Freitag, dass am bayerischen Zulauf intensiv gearbeitet werde. Die Deutsche Bahn Netz AG arbeitet intensiv an Voruntersuchungen und Grundlagenermittlungen. „Das Ziel der Vorplanungen und Untersuchungen ist die Schaffung von ausreichend Trassenkapazitäten im deutschen Schienennetz, wenn der Basistunnel voraussichtlich im Jahr 2026 in Betrieb geht. Erste Untersuchungsergebnisse werden voraussichtlich im Juni öffentlich präsentiert“, so Herrmann.

Pressemeldung Land Tirol

Quelle: rosenheim24.de

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