Jeder zehnte US-Bürger hält Obama für Ausländer

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Nur wenn Barack Obama in Amerika geboren ist, kann er Präsident sein.

Washington - Auch nach rund eineinhalb Jahren im Amt halten sich in der US-Bevölkerung ein Umfrage zufolge Zweifel über die Staatsangehörigkeit ihres Präsidenten Barack Obama.

Nach einer am Mittwoch vom Fernsehsender CNN veröffentlichten Umfrage zeigt sich mehr als ein Drittel der Amerikaner unsicher, ob Präsident Barack Obama tatsächlich in den USA geboren wurde. Mehr als jeder Zehnte sage sogar, dass er auf keinen Fall hier zur Welt gekommen sei.

Für die Erhebung habe der Sender Mitte Juli repräsentativ nach Parteiangehörigkeit ausgewählte 1018 Erwachsene befragt. Hintergrund sind Verschwörungstheorien über die Frage, ob Obama tatsächlich auf Hawaii das Licht der Welt erblickte - und damit rechtmäßig Präsident ist. Denn sollte er, wie einige politisch rechte Republikaner behaupten, in Kenia geboren worden sein, würde Obama illegal im Weißen Haus residieren. US-Präsident darf laut Verfassung nur werden, wer in Amerika geboren wurde. 42 Prozent der Befragten hätten angegeben, sicher zu sein, dass dies definitiv auf Obama zutreffe.

Für die Verdächtigungen gibt es kaum einen realen Hintergrund. Viele Belege bestätigen Obamas amerikanische Staatsbürgerschaft: Dokumente der Gesundheitsbehörde in Hawaii, Prüfung unabhängiger Institute, Geburtsanzeigen in Hawaii-Zeitungen. Angesichts der Belege machen sich nur wenige Republikaner die Betrugsvorwürfe zu eigen. Dennoch glauben laut der CNN-Umfrage noch immer nur 23 Prozent der republikanischen Wähler, dass Obama definitiv in den USA geboren wurde.

dpa

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