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„Ich musste ihn verlassen“

Depp-Prozess: Heard spricht über Todesangst und einen Moment auf der Hochzeitsreise

Amber Heard ist den Tränen nahe
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Emotionaler Auftritt: Amber Heard kann ihre Tränen vor Gericht kaum zurückhalten.

Amber Heard bangte während der Ehe mit Johnny Depp angeblich um ihr Leben. Das erklärte die Schauspielerin im aufsehenerregenden Prozess. Sie sprach auch über die Hochzeitsreise.

München - Die Pause ist vorbei. Und damit auch die Schonzeit für die Öffentlichkeit. Am Montag wurde der Prozess zwischen Amber Heard und Johnny Depp fortgesetzt, weitere schmutzige Details über das Eheleben der beiden Schauspieler kamen ans Licht.

Die 36-Jährige berichtete im Gericht des Bezirks Fairfax im Bundesstaat Virginia von der Hochzeitsreise des einstigen Traumpaars im Jahr 2015. Damals habe sie der Star aus „Fluch der Karibik“ in einem Waggon des Orientexpress geschlagen. Damit nicht genug: Heard wirft Depp auch vor, sie so hart am Hals festgehalten zu haben, dass sie gedacht habe, er könne sie umbringen.

Hofft er auf himmlischen Beistand? In dem Prozess geht es vor allem um Johnny Depps Ruf.

Depp gegen Heard: „Fluch der Karibik“-Star vermeidet Blickkontakt zu Ex-Frau

Der 58-Jährige verfolgte ihre Ausführungen wie mittlerweile gewohnt fast regungslos. Blickkontakt vermied er, den Kopf hielt der Hollywood-Star meist gesenkt. In seiner eigenen Aussage hatte Depp im Zeugenstand unter Eid bestritten, Heard jemals geschlagen zu haben. Lediglich Streit in der Beziehung hatte er eingeräumt, dabei jedoch seiner Ex-Frau vorgehalten, ein „Bedürfnis nach Gewalt“ zu haben.

Heard erklärte am Montag dagegen, sie habe angesichts der gewalttätigen Übergriffe um ihr Leben gefürchtet. Die im Mai 2016 eingereichte Scheidung erklärte die „Aquaman“-Schauspielerin so: „Ich musste ihn verlassen. Ich wusste, dass ich es nicht überleben würde, wenn ich es nicht tue.“

Video: Bruckheimer will „Fluch der Karibik“-Reihe ohne Depp fortsetzen

Depp-Prozess gegen Heard: „Das Monster war die neue Normalität und nicht mehr die Ausnahme“

Sie sprach auch von ihrer „Angst, dass es richtig schlecht für mich enden würde“. Zudem wiederholte Heard den Vorwurf, Depp würde sich unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol zu einem wahren „Monster“ entwickeln. Dies sei während der Ehe ein Dauerzustand gewesen: „Das Monster war diese Sache, die die neue Normalität war und nicht mehr die Ausnahme. Die Gewalt war jetzt normal.“

Der Prozess zwischen den beiden Stars ruft nicht nur in den USA großes Medieninteresse hervor. Depp klagt wegen von Heard geäußerter Gewaltvorwürfe auf Schadenersatz von rund 50 Millionen US-Dollar (knapp 48 Millionen Euro), sie verlangt in einer Gegenklage 100 Millionen US-Dollar (knapp 96 Millionen Euro).

Auf die Schauspielerin kommt in den kommenden Tagen auch noch das Kreuzverhör durch das Anwaltsteam ihres ehemaligen Mannes zu. Richterin Penney Azcarate legte die Schlussplädoyers auf Freitag, den 27. Mai, fest. Dann müssen die Geschworenen eine Entscheidung fällen. (mg)