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Kärntner zu sechs Jahren Haft verurteilt

Mann (29) soll Mädchen (16) nur wenige Tage vor seiner Hochzeit vergewaltigt haben

Mädchen weint und hält sich Hände vor Gesicht
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Symbolbild: Das Mädchen leidet bis heute unter der Tat.

Kärnten - Ein Polterabend in Österreichs südlichstem Bundesland Kärnten ist komplett aus dem Ruder gelaufen: Einem nunmehr 30-jährigen Mann wird vorgeworfen, ein 16-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Er selbst spricht von einvernehmlichem Sex. Das Gericht verurteilte ihn zu sechs Jahren Haft.

Wegen Vergewaltigung eines 16-jährigen Mädchens ist ein nunmehr 30-jähriger Mann in Klagenfurt zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Schöffensenat sah die Schuld des Mannes als eindeutig erwiesen an. Der Mann bestreitet seine Schuld, spricht von einvernehmlichem Sex.

Was genau auf der im letzten Jahr abgehaltenen Polterfeier des Verurteilten geschah, darüber gibt es unterschiedliche Angaben. Der Verteidiger des Mannes verweist laut „ORF“ darauf, dass vor besagtem Abend viele SMS und Whatsapp-Nachrichten zwischen dem 30-jährigen und dem Mädchen ausgetauscht worden seien. Dabei sei es auch um intime Details gegangen, es sei auch geflirtet worden.

Am Abend selbst ist dann reichlich Alkohol geflossen. Der Mann, der bei der Freiwilligen Feuerwehr ist, soll seine jugendliche Kameradin - das Mädchen ist bei derselben Feuerwehr - dann laut Anklage gegen ihren Willen auf die Damentoilette gedrängt haben. Dann habe er sie an den Händen festgehalten und vergewaltigt. Wie Staatsanwalt Julius Heidinger betont, sei der Mann zwar erheblich alkoholisiert, aber durchaus noch zurechnungsfähig gewesen.

Am nächsten Tag vertraute sich das Mädchen einer Freundin an. Sie habe den mutmaßlichen Täter auch noch mit den Vorwürfen konfrontiert - wie der Richter dann in seiner Urteilsbegründung hervorhebt, hat der 30-jährige diese nicht in Abrede gestellt. Der Mann selbst hat nach dem Vorfall noch geheiratet, ist inzwischen aber geschieden.

Maßgeblich zur Urteilsfindung im Prozess hat die Aussage eines Sachverständigen beigetragen. Die Tat habe beträchtliche Folgen für das Mädchen gehabt, es leide nun an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Die einst unternehmungslustige, gute Schülerin habe gar versucht, sich das Leben zu nehmen. Hinweise, dass das Mädchen schon vor der Tat unter nennenswerten psychologischen Beeinträchtigungen gelitten habe, gebe es nicht, so der Sachverständige.

Keine Zweifel an der Schuld des 30-Jährigen hatte der Schöffensenat, auch der Richter hob die Glaubwürdigkeit des Opfers hervor. Beim Urteil wurde zwar die Unbescholtenheit des Mannes berücksichtigt. „Auf der anderen Seite ist es besonders verwerflich, wenn jemand an seinem eigenen Polterabend eine 16-Jährige vergewaltigt“, sagte der Richter laut „TT“. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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