Kanadierin verliert durch Facebook Krankengeld

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Eine Kanadierin verliert ihr Krankengeld wegen Facobook-Fotos.

Québéc/New York - Fröhliche Urlaubsfotos auf ihrer Facebook- Seite haben eine an schweren Depressionen leidende Kanadierin um das Krankengeld gebracht, weil die Krankenkasse sie fand.

Die 29-Jährige war krankgeschrieben und lebte von den Überweisungen der Krankenkasse, wie der Fernsehsender ABC am Dienstag berichtete. Als das Geld plötzlich ausblieb, hakte sie bei der Kasse nach und erfuhr, dass die Unterstützung wegen Fotos gestrichen worden war, die sie in das soziale Netzwerk zur Ansicht gestellt hatte. Auf den Bildern war sie beim Urlaub mit ihrer Mutter am Strand, bei einer Striptease-Show und beim Umtrunk zu sehen.

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Sie sei lediglich dem Rat ihres Arztes gefolgt, verteidigte sich die junge Frau aus der Provinz Québéc. Dieser habe ihr zum Urlaub, zum Besuch in einem Fitness-Club und zu so vielen Zusammenkünften mit Freunden geraten, wie sie nur verkraften könne. Dagegen schloss die Versicherung aus den Bildern bei Facebook, dass die Patientin sich von ihrer Depression erholt habe und in der Lage sei, wieder zur Arbeit zu gehen.

Unklar ist, wie die Versicherung Zugang zu den Aufnahmen gewann. Die junge Kanadierin behauptet, sie habe nur ihren Freunden Einblick gewährt. Eine Sprecherin der Versicherung erklärte dem Sender, dass die Facebook-Fotos nur einer von mehreren Gründen waren, warum die Zahlungen an die Patientin eingestellt worden waren. Diese hat inzwischen Einspruch erhoben und will ihren Anspruch möglicherweise vor Gericht einklagen, hieß es in kanadischen Medien.

dpa

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