Neue Vorwürfe

Kinderschänder-Ring im britischen Parlament?

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Auch britische Politiker aus dem Parlament sollen in den Missbrauchs-Skandal verwickelt sein.

London - Der Skandal um einen angeblichen „Kinderschänder-Ring“ im britischen Parlament zieht weitere Kreise. Auch gegen noch amtierende Politiker wird ermittelt. Wurde die Sache vertuscht?

Nach Berichten britischer Medien vom Sonntag sollen mehr als 100 Akten zu den Vorwürfen verschwunden sein. Der „Observer“ sprach von einem „Establishment cover-up.“ Premierminister David Cameron ordnete eine Untersuchung über den „Kinderschänder-Ring“ im britischen Parlament an, der in den 1970-und 80er Jahren aktiv gewesen sein soll. Mehr als zehn ehemalige und noch amtierende Politiker sollen unter Verdacht stehen. Weitere 20 hätten von den Vorgängen gewusst.

Wie die Zeitung „Mail on Sunday“ berichtete, soll der frühere konservative Innenminister Leon Brittan in Zusammenhang mit den Vorwürfen vergangenen Monat von der Polizei verhört worden sein. Er war von 1983-1985 Innenminister in der Regierung von Margaret Thatcher und ging später als EU-Kommissar nach Brüssel. Bei den Vorwürfen gegen ihn soll es sich um die Vergewaltigung eines Teenagers im Jahr 1967 handeln.

dpa

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