Kritik an Gipfel-Gastgeber Dänemark

Kopenhagen - Wird es heute konkreter? In Kopenhagen steht der dritte Tag des Klimagipfels an. Entwicklungsländer und Umweltschützer kritisieren die Rolle der dänischen Gastgeber.

Erneut wird auf Expertenebene verhandelt, ehe nächste Woche die Fachminister und dann bis zum 18. Dezember mehr als 110 Staats- und Regierungschefs kommen. Die Erderwärmung soll nach Möglichkeit auf einen Anstieg um maximal zwei Grad begrenzt werden.

Klimaschützer haben am Dienstag auf dem Gipfel einen Entwurf von Gastgeberland Dänemark als zu vage kritisiert. In dem Papier, das am Dienstag auf der Konferenz kursierte, riefen die Dänen die Verhandlungsgruppen auf, “das Ziel einer Reduktion der weltweiten Emissionen bis 2050 um mindestens 50 Prozent im Vergleich zu 1990 zu unterstützen“.

Sie konkretisierten diese Klimaziele aber nicht und machten auch keine langfristigen Finanzzusagen. In dem Entwurf ist lediglich eine Soforthilfe von insgesamt 30 Milliarden Dollar in den Jahren 2010 bis 2012 für die Entwicklungsländer enthalten. Die Umweltstiftung WWF kritisierte den Entwurf als “schwach, [...] zu elitär, selektiv und intransparent“.

Der sudanesische Sprecher der in der Gruppe G77 zusammengeschlossenen Entwicklungsländer, Lumumba Stanislaus Di-Aping, sagte am Mittwoch in der Zeitung “Politiken“ (Kopenhagen), die Dänen hätten “unausgewogene Papiere“ als Verhandlungsgrundlage vorgelegt.

dpa

Lesen Sie dazu auch:

Entwicklungsländer unzufrieden mit Klima-Gastgeber

Alles nur heiße Luft? Kritik am Klima-Entwurf

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Welt-News

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser