Der Kirchenbeitrag war zu teuer:

Pfarrer droht Rentner-Ehepaar mit Fluch

Langkampfen - Weil einem Ehepaar der Kirchenbeitrag zu teuer wurde, entschloss es sich zum Austritt. Der Pfarrer wollte das nicht akzeptieren - und griff zu einem ungewöhnlichen Drohmittel!

Versteht man das unter christlicher Nächstenliebe? Ein Fall aus dem benachbarten Österreich lässt derzeit aufhorchen: Ein Pfarrer soll einem Ehepaar mit einem Fluch gedroht haben, da der Pensionist und seine arbeitslose, ebenfalls kurz vor der Rente stehenden Frau aus der Kirche ausgetreten waren. Der Grund: Die Kirchenbeiträge waren dem Ehepaar nach Eintritt in Rente und Arbeitslosigkeit zu teuer geworden.

Zuvor gestalteten die beiden sogar aktiv das kirchliche Gemeindeleben mit, füllten verschiedene Funktionen im Pfarrleben aus. Umso schwerer muss es dem Ehepaar gefallen sein, zuerst bei der Beitragsstelle und schließlich bei der Erzdiözese Salzburg nach einer Art "Mitarbeiterrabatt" zu fragen. Von beiden Stellen kam ein klares "Nein" zurück. Die Folge: Der Austritt aus der Kirche!

Auf diesen reagierte der Langkampfener Pfarrer aber nach einem Artikel der Tiroler Tageszeitung alles andere als verständnisvoll: Er soll dem Ehepaar zwei Gläser vorgesetzt haben. "Eines mit Weihwasser, das sollte der Segen sein, wenn wir unseren Austritt rückgängig machen, ein zweites leeres Glas mit Beschriftung aus Bibelzitaten, die den Fluch über uns ausdrücken sollten“, so der Ehemann gegenüber tt.com.

Der Pfarrer äußerte sich hinterher zu dem Vorfall, dass die Gläser nur sinnbildlich zu verstehen waren und nichts mit einem Fluch zu tun gehabt hätten. Er verstehe aber nicht, dass zwei Gläubige wegen eines "Bagatellbetrages" aus der Kirche austreten. Die Erzdiözese Salzburg entschuldigte sich mittlerweile für den unglücklichen Gesprächsverlauf, so die Tiroler Tageszeitung weiter.

Wie hoch der Kirchenbeitrag für das Ehepaar tatsächlich war, wurde gegenüber der Presse übrigens nicht verraten.

rr

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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