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Drei Menschen starben

Lawine in den Alpen: Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung

Lyon/Grenoble - Eine Lawine in den französischen Alpen tötet drei Menschen. Jetzt ermittelt die französische Justiz.

Nach einer tödlichen Lawine in den französischen Alpen ermittelt die Justiz wegen fahrlässiger Tötung. Die von der Gruppe benutzte Piste sei gesperrt gewesen, betonte Staatsanwalt Jean-Yves Coquillat am Donnerstag in Grenoble. Einen konkreten Beschuldigten gibt es nicht.

Das Unglück ereignete sich am Mittwoch bei der Wintersportstation Les Deux Alpes südöstlich von Grenoble. Zehn Oberstufen-Schüler aus Lyon und ihr Lehrer waren dort am Nachmittag von der Lawine überrascht worden. Zwei Jugendliche und ein vermutlich aus der Ukraine stammender Skifahrer, der nicht zu der Gruppe gehörte, starben. Der Lehrer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Der Lehrer wurde laut Staatsanwalt Coquillat in Gewahrsam genommen, um befragt werden zu können. Coquillat warnte vor einer Vorverurteilung. Die Kette von Ereignissen, die zu der Katastrophe geführt hätten, müsse untersucht werden. Skifahren jenseits der Piste sei nicht strafbar und nicht verboten. Nach Angaben von Coquillat berichtete ein Augenzeuge von einer weitere Skigruppe oberhalb der Schüler. Diese könnte die Lawine ausgelöst haben.

„Am Gipfel der Piste war ein Netz angebracht, um zu zeigen, dass die Piste gesperrt ist“, sagte Didier Bobillier von der Wintersportstation dem Radiosender Europe 1. „Wie kann man auf die Idee kommen, Kinder nach Perioden starken Schneefalls auf eine gesperrte Piste zu führen?“, fragte Sportminister Patrick Kanner.

Im Hof der betroffenen Schule in Lyon gedachten Mitschüler am Donnerstag mit einer Schweigeminute der Opfer, wie die Regionalzeitung „Le Progrès“ berichtete. „Wir stehen noch unter Schock“, sagte einer der Schüler dem Blatt. Für den Abend war nach Angaben von Bürgermeister Gérard Collomb eine Gedenkfeier geplant.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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