Gaddafi droht Demonstranten mit Gewalt

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Tripolis - Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi denkt nicht an Rücktritt. Er werde weiter kämpfen und als "Märtyrer" sterben, sagte er im Staatsfernsehen und drohte den Demonstranten mit brutaler Gewalt.

Für die seit einer Woche anhaltenden Proteste gegen sein Regime mit vielen hundert Toten macht er drogenkranke Jugendliche und ausländische Medien verantwortlich.

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Der Weltsicherheitsrat fordert Gaddafi auf, die Gewalt gegen Demonstranten sofort zu beenden. Aus Angst vor einer weiteren Eskalation der Gewalt versuchen viele Staaten, ihre Bürger aus Libyen herauszuholen. Am Dienstagabend landete in Frankfurt am Main eine Lufthansa-Maschine mit Deutschen aus Tripolis. Der Airbus mit 300 Plätzen war mit rund dreistündiger Verspätung in der libyschen Hauptstadt Tripolis gestartet und landete gegen 22 Uhr in Frankfurt. Zahlreiche Urlauber und Geschäftsleute wurden von ihren Angehörigen begrüßt. Die Heimkehrer berichteten von blutigen Protesten und Chaos in dem nordafrikanischen Land.

Das Regime von Machthaber Muammar al-Gaddafi setzt ausländische Söldner gegen Demonstranten ein. Das hat der libysche Vizebotschafter bei den Vereinten Nationen, Ibrahim Dabbashi, gesagt. Er sei sicher, dass solche Söldner vor allem im Westen des Landes eingesetzt werden. Die Söldner kämen aus afrikanischen Ländern. Der Diplomat, der sich am Tag zuvor von Gaddafi losgesagt hatte, sprach von einem beginnenden Völkermord.

dpa

Blutige Proteste in Libyen

Quelle: rosenheim24.de

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