Mafia-Jäger sprengen Geldwäsche-Ring

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Mafia-Jäger sprengen internationalen Geldwäsche-Ring.

Rom - Italienische Sondereinheiten von Polizei und Carabinieri haben einen internationalen Geldwäsche-Ring gesprengt. Die Fahnder rückten mit 56 Haftbefehlen zeitgleich in verschiedenen Orten an.

Verhaftet wurden die Kriminellen in Italien, den USA, Großbritannien und Luxemburg, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Mafiabande soll mit Hilfe von Scheinfirmen hinterzogene Steuergelder in Höhe von mehr als zwei Milliarden Euro “recycelt“ haben. Zu den Verdächtigen, denen unter anderem Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen wird, zählten mehrere Unternehmer sowie ein höherer Beamter der italienischen Finanzpolizei. Wie viele Festnahmen es gab, war zunächst nicht bekannt.

Am Rande der “Broker“ genannten Operation hatten die Fahnder auch den römischen Senator Nicola Di Girolamo von Ministerpräsident Silvio Berlusconis Regierungspartei PdL (“Volk der Freiheit“) im Visier. Dabei geht es um Wahlbetrug unter Auslandsitalienern in Deutschland, vor allem in Stuttgart, berichteten italienische Medien. Die kalabrische Mafia 'Ndrangheta soll sich dort illegal Blanko- Stimmzettel für Wahlen in Italien besorgt und dann den Namen des Senators eingetragen haben. Als “Sponsor“ des Betrugs gilt ein römischer Unternehmer, der ebenfalls zu den mit Haftbefehl Gesuchten gehört.

dpa

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