Unfall in Myanmar

Deutscher Tourist bei Explosion von Landmine getötet - glücklicher Zufall rettet seine Begleiterin

+
Myanmar: Ein deutscher Urlauber ist bei einer Explosion von einer Landmine getötet worden (Symbolfoto).

Ein deutscher Tourist ist bei einer Explosion einer Landmine in Myanmar getötet worden. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte am Mittwoch die Nationalität des Mannes.

  • Ein deutscher Urlauber ist bei einer Explosion in Myanmar ums Leben gekommen.
  • Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte das am Mittwoch, örtliche Medien hatten zuvor von der tödlichen Explosion im östlichen Bundesstaat Shan berichtet.
  • Der 41-Jährige war mit einem Motorroller unterwegs.

Rangun - Ein deutscher Tourist ist mit einem Motorroller in Myanmar über eine Landmine gefahren, berichtet die örtliche Presse „The Irrawaddy“. Dann gab es eine Explosion. Das tödliche Unglück soll sich am Dienstagabend gegen 17 Uhr Ortszeit ereignet haben. Der Deutsche hatte sich mit seiner Begleiterin, einer Argentinierin, Motorroller ausgeliehen. 

Die beiden waren nach Angaben von örtlichen freiwilligen Rettungskräften auf einer Landstraße 25 Kilometer westlich von Hsipaw im Bundesstaat Shan (Myanmar) unterwegs. Die Straße zwischen den Dörfern war jedoch so holprig gewesen, dass die Frau von dem Roller absteigen musste und zu Fuß hinterhergelaufen war. Danach kam es zu dem verheerenden Unglück.

Deutscher Tourist fährt mit Motorroller auf Landmine - tot

Der Deutsche soll 41 Jahre alt gewesen sein, schreibt die Zeitung „Myanmar Times“. Der Mann hatte schwere Verletzungen an der Brust, Taille und am Bein und sei noch an der Unfallstelle gestorben. 

 „Sie fuhren alleine ohne Ortsführer, und es handelte sich um ein Sperrgebiet“, sagte Aung Zwa Win von der Hilfsorganisation Charity Without Borders die in der Region tätig ist, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Screenshot Twitter „The Irrawaddy“.

Touristen dürfen im Bundesstaat Shan die Stadt Hsipaw mit ihren königlichen und religiösen Sehenswürdigkeiten besuchen, sollen aber aus Sicherheitsgründen nicht auf eigene Faust die Umgebung erkunden. In der bergigen Region kam es zuletzt zu Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen. 

Schon 2016 einmal wurden zwei deutsche Touristen und ihr Guide von einer explodierenden Landmine im Bundesstaat Shan verletzt - nur rund 35 Kilometer entfernt von dem jetzigen Unglücksort, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Landminen in Myanmar - es gibt immer wieder gefährliche Zwischenfälle

Laut einer Studie zu Streumunition liegt das südostasiatische Land bei der Zahl der Landminen-Opfer hinter Afghanistan, Syrien und Jemen auf Platz vier. Grund ist der jahrzehntelange Konflikt zwischen dem Militär und verschiedenen bewaffneten Gruppen, die nach mehr Autonomie streben.

Vor Kurzem ereignete sich ein tragischer Unfall im Urlaubsparadies Phuket (Thailand): Beim Schwimmen im Meer auf Phuket wurde ein deutscher Tourist von einem Motorboot überfahren. Er starb wenig später im Krankenhaus.

dpa/ml

Zurück zur Übersicht: Welt-News

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT