Manson-Anhängerin bleibt in Haft

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Leslie Van Houten.

Los Angeles - Leslie Van Houten hat einen Antrag auf Begnadigung gestellt. Die Anhängerin des Sektenführers Manson sitzt seit 40 Jahren wegen Mordes im Gefängnis.

Die wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte Leslie Van Houten (60) - eine frühere Anhängerin des Sektenanführers Charles Manson - kommt nicht vorzeitig aus dem Gefängnis frei. Ein entsprechender Antrag der Frau - mehr als 40 Jahre nach der Tat - ist vom kalifornischen Begnadigungsausschuss abgelehnt worden, berichtete der US-Sender CNN am Dienstag. Sie hatte zum 19. Mal um Gnade gebeten.

Ein ähnlicher Antrag der früheren Manson-Anhängerin Susan Atkins war im vorigen September von dem Komitee ebenfalls abgewiesen worden. Die todkranke Frau, die an einem unheilbaren Gehirntumor litt, starb wenig später im Gefängnis. Ein Sprecher des Frauengefängnisses im kalifornischen Frontera beschrieb Van Houten im vorigen Jahr als vorbildliche Insassin, die Mitgefangenen helfe. Die Frau hat wiederholt ihre Schuld an den Verbrechen eingeräumt und die Taten bedauert. Sie hatte sich der Manson-Sekte im Alter von 19 Jahren angeschlossen. Manson (75), der im im kalifornischen Corcoran-Gefängnis eine lebenslängliche Strafe verbüßt, hatte im August 1969 Mitglieder seiner “Familie“ zu einer barbarischen Mordserie ausgeschickt.

Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Charles Watson töteten mit hunderten von Messerstichen zunächst im Haus des Filmregisseurs Roman Polanski dessen hochschwangere Ehefrau Sharon Tate und vier weitere Menschen. Van Houten war einen Tag später dabei, als die Anhänger den reichen Geschäftsmann Leno LaBianca und dessen Ehefrau töteten. Manson und die vier direkten Täter waren zunächst zum Tode verurteilt worden. Sie entgingen der Gaskammer jedoch, weil der Oberste Gerichtshof der USA 1972 die Todesstrafe aussetzte. Die Todesstrafe wurde in lebenslange Haft umgewandelt.

dpa

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