Strecke Kufstein-Rosenheim

Züge fahren wieder mit Passkontrollen bei Zustieg

Kufstein/Kiefersfelden/Holzkirchen - Seit Sonntag, 19.02 Uhr fährt der Meridian wieder von und nach Kufstein. So das Ergebnis intensiver Gespräche des Meridian mit der deutschen Bundespolizei und den österreichischen Behörden. Beim Einstieg in Kufstein werden in den nächsten Tagen Passkontrollen durchgeführt.

UPDATE, Sonntag, 20 Uhr: Pressemeldung MERIDIAN

„Nach umfangreichen Abstimmungen während des gesamten Sonntags können wir nun wieder die Züge Richtung Deutschland öffnen“, erklärt Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, die den Meridian betreibt. „Nur durch zahlreiche Telefonate zwischen allen Beteiligten konnte die Öffnung der Grenze im Bahnverkehr wieder hergestellt werden. Nun sind beide Grenzübergänge, Salzburg und Kufstein, in beiden Richtungen geöffnet. Leider wird es in der nächsten Zeit weiterhin Passkontrollen geben.“ S

eit Sonntagmorgen fuhr der Meridian zwar mit Fahrgästen Richtung Kufstein, jedoch anschließend leer zurück nach Kiefersfelden, wo Fahrgäste Richtung Rosenheim aufgenommen wurden. Zwischen Kufstein und Kiefersfelden ist ein Busverkehr eingerichtet gewesen.

„Wir rechnen ab jetzt mit einem normalen Betrieb, sodass wir morgen die Pendler wieder zuverlässig nach Deutschland bringen können. In Kufstein sollten die Reisenden etwas früher zum Zug kommen, damit wir Passkontrollen durchführen können“, so Bernd Rosenbusch weiter. „Für Notfälle halten wir den Busverkehr in Bereitschaft.“

Aktuelle Meldungen zum Fahrplan erhalten Fahrgäste im Internet unter www.der-meridian.de und beim Meridian-Kundentelefon unter der 24h-Service Nummer +49 (0) 8024 997171. Reisende beachten bitte auch, dass sie in Salzburg und Kufstein nur mit gültigen Einreisedokumenten zusteigen dürfen.

UPDATE, Sonntag, 10.40 Uhr: MERIDIAN erklärt neuerliche Sperre

Seit Sonntag, den 01. November, 8 Uhr ist die Strecke Kufstein – Kiefersfelden auf polizeiliche Anordnung zum dritten Mal innerhalb der letzten vier Tage gesperrt. Der Meridian fährt nach Fahrplan zwar Reisende nach Kufstein, aus Kufstein müssen die Züge aber leer nach Kiefersfelden verkehren. Hier werden dann Reisende Richtung Rosenheim und München aufgenommen.

Ab Sonntag, 10 Uhr, ist für die Fahrgäste aus Kufstein ein Busverkehr nach Kiefersfelden organisiert. Der eingesetzte Bus wird zur planmäßigen Abfahrtzeit Kufstein verlassen. Vor Einstieg in den Bus finden jedoch Passkontrollen statt, weshalb es zu Verzögerungen kommen kann. "Die andauernden Einschränkungen durch Streckensperrungen, Passkontrollen und den damit verbundenen Verzögerungen sind für unsere Fahrgäste und für uns eine erhebliche Belastung", erklärt Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, die den Meridian betreibt.

"Unsere Mitarbeiter in der Transportleitung und im Zug arbeiten jedes Mal mit vollem Einsatz, damit unsere Fahrgäste dennoch schnell an ihr Ziel kommen. Allerdings bedeutet der Busverkehr von Kufstein nach Kiefersfelden heute aber mindestens eine Stunde Verzögerung, da der Anschluss in Kiefersfelden wegen der Passkontrollen auf der Autobahn nicht erreichbar ist." Die Einschränkungen bleiben so lange bestehen, bis die Bundespolizei die Strecke wieder freigibt. „Für morgen planen wir Passkontrollen beim Einstieg in den Zug, so wie wir es bereits seit mehr als einer Woche in Salzburg durchführen“, erläutert Bernd Rosenbusch.

"Die Abstimmungen mit der Bundespolizei laufen aktuell. Alle Fahrgäste werden daher gebeten, künftig gültige Einreisepapiere beim Einstieg vorzuzeigen. In Salzburg hat sich das Verfahren bewährt, sodass wir dort wieder den kompletten Verkehr anbieten können und Salzburg an das deutsche Bahnnetz angeschlossen ist. Dass Kufstein abgehängt werden könnte, wollen wir gleich von Anfang an verhindern." Aktuelle Meldungen zum Fahrplan erhalten Fahrgäste jederzeit im Internet unter www.der-meridian.de und beim Meridian-Kundentelefon unter der 24h-Service Nummer +49 (0) 8024 997171. Reisende beachten bitte auch, dass sie in Salzburg und nun auch in Kufstein nur mit gültigen Einreisedokumenten zusteigen dürfen.

Pressestelle Meridian

UPDATE, Samstag, 14.40 Uhr: Pressemeldung Bundespolizei Rosenheim

Die Bundespolizei registriert einen deutlichen Anstieg an unerlaubten Einreisen in Zügen aus Kufstein. Aufgrund eines zeitweise unkontrollierten Zustroms von Migranten am Freitagabend (30. Oktober) musste der Schienenverkehr zwischen Kufstein und Rosenheim sogar eingeschränkt werden. Einige Züge fielen auf dieser Strecke daher aus. Mehrere hundert Migranten kamen innerhalb weniger Stunden am Rosenheimer Bahnhof an.

Freitagnachmittag trafen die Bundespolizisten bei Kontrollen der Fahrgäste in drei aufeinanderfolgenden Meridian-Zügen zunächst jeweils auf rund 20 Personen ohne Papiere. Um 16.30 Uhr waren es schon über 50. Gegen 18.30 Uhr befanden sich etwa 170 und eine Stunde später mehr als 110 Migranten in den Nahverkehrszügen aus Kufstein.

Bereits am Donnerstag stellte die Bundespolizei in einem solchen Zug 160 unerlaubt Eingereiste fest. In einem EuroCity, der von Bologna über Kufstein nach Rosenheim unterwegs war, befanden sich rund 350 Migranten.

Am Freitag wurden innerhalb von 24 Stunden am Rosenheimer Bahnhof etwa 530 unerlaubt eingereiste Personen in Gewahrsam genommen. Nur einen Tag zuvor sind über 900 festgestellt worden. Die Migranten wurden unter anderem am Bahnhof beziehungsweise in der Dienststelle der Bundespolizeiinspektion Rosenheim versorgt und einer Registrierung unterzogen. Sie stammen ursprünglich insbesondere aus Syrien und Afghanistan.

Anschließend konnten sie verschiedenen Aufnahmestellen für Flüchtlinge zugeleitet werden. Insgesamt hat die Bundespolizei am Freitag in den Abschnitten Rosenheim und Freilassing zusammen rund 2.000 unerlaubte Einreisen verzeichnet.Erstmeldung

Auf meridian.de steht hierzu, dass der Zugverkehr wegen einer "behördlichen Anordnung" bis auf Weiteres ausfällt. Die Nachrichtenagentur Aktivnews berichtet, dass sich derzeit rund 1000 Asylsuchende am Kufsteiner Bahnhof aufhalten und deshalb der Bahnverkehr gestoppt wurde. Ferner soll auch der Zugverkehr zwischen Slowenien und Österreich am Abend eingestellt worden sein. 

Bereits tagsüber spielten sich teilweise chaotische Szenen an der slowenisch-österreichischen Grenze ab: 

Zwischen Österreich und Slowenien- Massenpanik an der Grenze

Chaotische Szenen haben sich heute an der Grenze zwischen Österreich und Slowenien abgespielt. Eine Frau wurde fast erdrückt. Die ganze Geschichte: http://br.de/s/1zdy5ZI

Posted by BR24 on Freitag, 30. Oktober 2015

mg/jb

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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