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Nach Tod einer Soldatin: Meuterei auf "Gorch Fock"

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Auf dem deutschen Segelschulschiff “ Gorch Fock“ ist es nach dem Tod einer Offizieranwärterin Ende 2010 zu einem schweren Zwischenfall gekommen, der mehreren Kameraden den Vorwurf der Meuterei einbrachte.

Berlin - Auf dem deutschen Segelschulschiff “Gorch Fock“ ist es nach dem Tod einer Offizieranwärterin Ende 2010 zu einem schweren Zwischenfall gekommen, der mehreren Kameraden den Vorwurf der Meuterei einbrachte.

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Nur die Entscheidung der Marineführung in Deutschland, die gesamte Ausbildung auf dem Schiff vorerst auszusetzen, habe die Situation nicht weiter eskalieren lassen, heißt es in einem der Nachrichtenagentur dapd vorliegenden Schreiben des Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus an Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).

Insgesamt waren demnach vier Offizieranwärter vom Vorwurf der Meuterei betroffen. Anlass war der tödliche Unfall einer 25 Jahre alten Offizieranwärterin am 7. November. Die junge Frau stürzte während eines Hafenaufenthaltes im brasilianischen Salvador de Bahia aus der Takelage. Es war der sechste tödliche Unfall an Bord des 1958 in Dienst gestellten Schiffes.

Nach dem tödlichen Sturz waren zwei Offizieranwärter zum Ersten Offizier gegangen und hatten ihm den Angaben zufolge mitgeteilt, dass viele Kameraden nicht mehr bereit seien, in die Takelage zu klettern. Andere wollten nicht weiter mitfahren. Auch sei eine Diskussion mit den Vorgesetzten entbrannt, inwiefern der Unfalltod auf dem Ausbildungsschiff mit dem Tod eines im Einsatz gefallenen Soldaten vergleichbar sei.

Königshaus schrieb an Guttenberg weiter: “Später sei diesen beiden und zwei weiteren Offizieranwärtern seitens des Kommandanten und des ersten Offiziers mangelhafte Zusammenarbeit mit der Schiffsführung unterstellt worden. Alle vier sollten wegen Meuterei und Aufhetzens der Offizieranwärtercrew noch vor dem Auslaufen der Gorch Fock von der Ausbildung abgelöst und nach Deutschland geflogen werden.“ Zu Gesprächen sei die Schiffsführung nicht bereit gewesen. Erst nach dem von oben verordneten Ausbildungsstopp sei angeordnet worden, die Ablösungsverträge zu vernichten.

dapd

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