NATO entschuldigt sich für Tod afghanischer Zivilisten und Polizisten

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Ein Soldat des deutschen ISAF-Kontingents.

Kabul - Bei zwei NATO-Militäreinsätzen in Afghanistan sind drei Zivilisten und drei Polizisten getötet worden. Die beiden Vorfälle vom Freitag würden untersucht.

Das erklärte die Afghanistan-Schutztruppe ISAF am Samstag. Die drei Zivilisten, eine Frau und zwei Kinder, kamen bei einem Einsatz der ISAF und afghanischer Soldaten im Westen des Landes ums Leben. Die Polizisten fielen einem Luftangriff in Nordafghanistan zum Opfer. Mindestens 14 weitere Menschen wurden am Freitag und Samstag bei Anschlägen getötet oder erschossen.

Der Luftangriff wurde nach Angaben der ISAF von afghanischen Sicherheitskräften angefordert, die am Freitag in der Provinz Dschowsdschan von Aufständischen angegriffen wurden. Daraufhin hätten zwei Kampfhubschrauber eingegriffen. Dabei seien drei afghanische Polizisten getötet und mehrere weitere verletzt worden.

Die getötete Afghanin und die beiden Kinder kamen bei einer Operation gegen einen mutmaßlichen Waffenschmuggler in der Provinz Farah ums Leben. ISAF-Soldaten hätten gemeinsam mit einheimischen Kräften sechs mutmaßliche Aufständische getötet, die einem verdächtigen Fahrzeug entstiegen seien, erklärte ISAF-Sprecher Rafael Torres. Anschließend habe die ISAF das Fahrzeug selbst aus der Luft beschossen und zur Explosion gebracht. In den Fahrzeugtrümmern seien die Leichen der Frau und der beiden Kinder gefunden worden. “Wir bedauern sehr, was bei der gestrigen Operation passiert ist“, sagte Torres.

Bombenanschlag reißt fünf Zivilisten in den Tod

Fünf weitere Zivilisten fielen nach ISAF-Angaben am Samstag einem von Aufständischen verübten Bombenanschlag in Nordafghanistan zum Opfer. Nähere Einzelheiten dazu wurden zunächst nicht bekannt. In einer Polizeistation in der südafghanischen Provinz Helmand wurden am Samstag sechs Beamte tot aufgefunden, wie ein Sprecher der Provinzregierung mitteilte. Die Polizisten seien erschossen worden. Bei Anschlägen im Süden Afghanistans wurden am Freitag und Samstag zwei US-Soldaten getötet. Bei einem Feuergefecht in Helmand kam zudem ein britischer Soldat ums Leben.

apn

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