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Mediziner in Untersuchungshaft

Arzt in NRW vergeht sich an Patientin: Polizei ermittelt in weiterem Fall

Kittel und Stethoskop eines Arztes. (Symbolbild)
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Ärzte: Normalerweise sind sie unser Freund und Helfer. (Symbolbild)

Die Polizei Gütersloh veröffentlichte am Montag eine weitere Vergewaltigungs-Klage gegen den 42-Jährigen Arzt. Der Mediziner befindet sich in Untersuchungshaft.

  • Ein Arzt aus NRW befindet sich in Untersuchungshaft.
  • Staatsanwaltschaft und Polizei ermittelten wegen mutmaßlicher Vergewaltigung.
  • Zwei Patientinnen hatten Anklage erhoben.

Gütersloh - Es ist die Horror-Vorstellung jeder Patientin: Ein Arzt missbraucht seine Position, nutzt sie gewaltsam aus, vergewaltigt eine Patientin. Genau diese Schreckensvorstellung scheint in Nordrhein-Westfalen, am Krankenhaus Gütersloh Realität geworden zu sein. Seit Mitte Dezember sitzt ein 42-jähriger Arzt aus Oelde in Untersuchungshaft. Er soll sich an einer 36-jährige Patientin vergangen haben. „Die intensiv geführten Ermittlungen in diesem Strafverfahren dauern weiterhin an“, teilten die Behörden laut Nachrichtenagentur afp nach der Festnahme mit.

Jetzt erhob eine weitere Patientin Anklage gegen den Arzt aus NRW. Laut einer gemeinsamer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft zeigte die Frau einen sexuellen Übergriff aus dem Oktober an. Demnach gibt es ein zweites Strafverfahren wegen des Verdachts der Vergewaltigung. Wie der WDR berichtet, soll der Tathergang ähnlich wie im ersten Fall verlaufen sein. Über die genaueren Umstände der Tat ist allerdings noch nichts bekannt. Das Strafverfahren wird von der Kriminalpolizei Gütersloh geführt und von der Staatsanwaltschaft Bielefeld geleitet.

Hilfe bei Sexuellen Übergriffen: Möglichkeiten für Betroffene

Leider sind solche Fälle keine Seltenheit. Immer wieder sorgen auch Übergriffe aus Kliniken und Arztpraxen für Schlagzeilen. Ein Schutzraum und ein Machtverhältnis werden hier ausgenutzt. Das Machtungleichgewicht macht es schwer das Thema der sexuellen Belästigung anzusprechen. Im Krankenhaus gibt es klare Hierarchien - zwischen Arzt und Patient:in aber auch intern, zwischen den Ärzten. Schon 2018 machte eine Studie der Charité-Universitätsmedizin Berlin auf sexuelle Belästigung in Kliniken aufmerksam. Die Studie erschien im Fachmagazin JAMA Internal Medicine und befragte das Krankenhauspersonal: 20 Prozent der 750 Befragten gaben an, in ihrer Karriere bereits körperlich sexuell belästigt worden zu sein, 60 Prozent verbal. Aktuell recherchiert BuzzFeed News erstmals umfassend zu sexualisierter Gewalt in der Medizin und möchte besser verstehen, wie häufig es zu Übergriffen kommt, wer Betroffene und wer Täter:innen sind.

Natürlich gibt es sexuelle Straftaten nicht ausschließlich im medizinischen Umfeld, sondern überall. Viele Betroffene wissen dabei nicht, an wen sie sich wenden können. Einrichtungen, wie die Gewaltschutzambulanz an der Charité Berlin können Hilfesuchende beraten und zur Seite stehen. Das Bundesjustizministerium bündelt auf hilfe-info.de alle regionalen Anlaufstellen und Angebote.  

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