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Ölpest kann noch Monate andauern

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Der Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko wird sich nach Angaben der US-Küstenwache noch monatelang hinziehen.

New Orleans - Der Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko wird sich nach Angaben der US-Küstenwache noch monatelang hinziehen. Bislang sind bereits bis zu 189 Millionen Liter Öl ins Meer ausgetreten.

Die Bemühungen um eine Eindämmung der Umweltkatastrophe würden “bis in den Herbst hinein“ andauern, sagte Admiral Thad Allen. Der über der leckgeschlagenen Bohrleitung platzierte Absaug-Trichter nimmt nach seinen Angaben inzwischen bis zu 1,7 Millionen Liter Rohöl täglich auf. Seit dem Untergang der Bohrinsel “Deepwater Horizon“ Ende April sind allerdings bereits bis zu 189 Millionen Liter Öl ins Meer ausgetreten. Die Ölpest sei eine regelrechte Belagerung des ganzen Golfs, sagte Allen am Sonntag im Fernsehsender CBS. “Dieses Ölleck hält alle als Geisel, nicht nur wirtschaftlich, sondern physisch.“ Die Katastrophe umfasse inzwischen “Hunderttausende“ einzelner Ölschwaden, sagte der Admiral am Montag im Weißen Haus.

Bohrinsel explodiert: Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

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Die Experten bemühten sich, die über den Trichter abgesaugte Menge zu steigern, und kleinere Schiffe vor Ort versuchten ebenfalls, die Ölflecken aufzunehmen. Schätzungen zufolge treten aus der beschädigten Bohrleitung jeden Tag zwischen 190.000 und 3,8 Millionen Liter Öl ins Meer aus, und seit Beginn der Katastrophe vor fast sieben Wochen sind demnach zwischen 87 Millionen und 189 Millionen Liter in den Golf von Mexiko gelangt. Langfristig soll der Ölstrom durch zwei Ersatzbohrungen gestoppt werden, bis dahin werden aber noch zwei Monate vergehen. Den Konzern BP hat die Ölpest nach eigenen Angaben bislang mehr als 1,25 Milliarden Dollar (1,04 Milliarden Euro) gekostet. In dieser Summe seien rund 360 Millionen Dollar für den Bau von Sandwällen zum Schutz des Marschlandes von Louisiana noch nicht enthalten, erklärte das Unternehmen am Montag.

Umweltaktivistin Brockovich in Louisiana erwartet

Die Behörden zogen unterdessen einen Bericht zurück, wonach auch in Texas ölverschmierte Vögel gefunden wurden. Es habe sich um einen Irrtum gehandelt, hieß es am Montag. Bisher sind von der Umweltkatastrophe die Staaten Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida betroffen. US-Umwelt- und Verbraucherschützerin Erin Brockovich wollte am (heutigen) Montag zu Betroffenen der Ölpest im Süden von Louisiana sprechen. Wie die Zeitung “The Courier“ aus Houma berichtet, wurde Brockovich von Fischern kontaktiert, die bei den Maßnahmen gegen die Ölpest geholfen hatten und durch Chemikalien zum Aufbrechen des Ölteppichs krank geworden sind. Die Aktivistin ist aus dem nach ihr benannten Film aus dem Jahr 2000 bekannt, in dem sie von Julia Roberts gespielt wird.

dapd

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