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Überraschende Ansichten

Papst: Trennung von Eheleuten manchmal "notwendig"

Papst Franziskus
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Papst Franziskus überrascht mit neuen Ansichten zu Trennung.

Rom - Papst Franziskus überrascht mit neuen Ansichten zum Familienleben. Die Trennung eines Ehepaares ist nach Ansicht des Kirchenoberhauptes bisweilen unvermeidlich oder gar "notwendig".

Bei seiner wöchentlichen Ansprache auf dem Petersplatz sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Mittwoch, manchmal sei eine Trennung "moralisch notwendig, um den schwächeren Partner oder kleine Kinder vor schweren Verletzungen durch Einschüchterung und Gewalt, Demütigung und Ausbeutung oder auch Gleichgültigkeit" zu schützen.

Der Papst sagte weiter, er frage sich, ob die Gesellschaft trotz aller gewachsenen Sensibilität und ausgefeilter psychologischer Analysen zu diesem Thema nicht "gefühllos gegenüber der Verletzung von Kinderseelen" sei. Schon zuvor hatte er kritisiert, dass Eltern bei einer Trennung die Kinder oft "als Geiseln" nähmen. Bei seiner Ansprache berührte Franziskus auch die unter Katholiken strittige Frage von wiederverheirateten Geschiedenen. Deren Situation werde oft als "irregulär" bezeichnet. Er lehne diesen Begriff jedoch ab und hoffe stattdessen, dass ihren Familien geholfen werde.

Obwohl dies nicht Franziskus' erste pragmatische Äußerungen zu Ehefragen sind, bleibt die offizielle Haltung seiner Kirche davon vorerst unberührt. Diese erlaubt zwar Trennungen und auch Scheidungen, hält jedoch den unauflöslichen Charakter der Ehe weiterhin für eine Voraussetzung für Gläubige. "Das wahre Problem sind diejenigen, die wieder heiraten" und ihren Glauben weiter ausleben wollten, sagte ein Angehöriger des Vatikans der Nachrichtenagentur AFP. Das Thema soll laut eines Entwurfs des Vatikans bei der kommenden Synode im Oktober besprochen werden.

AFP

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