Passagiere sitzen in gestrandetem Flugzeug fest

Hartford - Unter unzumutbaren Bedingungen mussten die Passagiere eines internationalen Fluges in einem Flugzeug ausharren. Der Grund: Es gab Durcheinander beim Zoll. 

Wegen strenger US-Sicherheitsbestimmungen haben Passagiere nach einem Transatlantikflug stundenlang auf der Rollbahn festgesessen. Zollbeamte hätten damit gedroht, die gestrandeten Reisenden auf der Stelle festzunehmen, sollten sie die Maschine verlassen, teilte die Fluggesellschaft Virgin Atlantic am Donnerstag mit.

Passagiere berichteten, an Bord sei es während des vierstündigen Aufenthalts immer heißer geworden, sie hätten im Dunkeln dagesessen, und manche seien ohnmächtig geworden. Ein Airline-Sprecher teilte mit, ein Zollbeamter habe den Passagieren in der Nacht auf Mittwoch das Aussteigen verboten, weil nicht genug Mitarbeiter zur Verfügung gestanden hätten, um die Reisenden abzufertigen. Es habe zwei Stunden gedauert, bis endlich genug Zöllner dagewesen seien.

Die US-Zollbehörde wies die Vorwürfe zurück. Sie sei zu spät verständigt worden. Der Flughafenbetreiber teilte mit, am Dienstagabend sei nur ein Grenzbeamter im Dienst gewesen. Die Maschine sollte von London nach Newark im Staat New Jersey fliegen, wurde dann wegen eines Sturms aber zum Internationalen Flughafen von Windsor Locks in Connecticut umgeleitet. Eine US-Regelung, wonach Passagiere nicht länger als drei Stunden auf dem Rollfeld festsitzen dürfen, gilt nicht für internationale Flüge.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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