Personelle Konsequenzen nach Grubenunglück

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Männer arbeiten an der Befreiung der verschütteten Bergarbeiter.

Santiago de Chile - Nach dem Grubenunglück in Chile mit 33 eingeschlossenen Bergarbeitern hat es erste personelle Konsequenzen gegeben. Auch die berufliche Zukunft der Verschütteten ist ungewiss.

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Der für die Region Atacama zuständige regionale Vertreter des Gesundheitsministeriums, Raúl Martínez, erklärte am Montag seinen Rücktritt. Er hatte erst am 28. Juli die Wiedereröffnung der Unglücksmine San José in der Atacama-Wüste genehmigt, nachdem sie wegen eines schweren Arbeitsunfalls geschlossen worden war. Dabei hatte ein Arbeiter im Juli durch Steinschlag ein Bein verloren.

Schon 2007 war die Kupfer- und Goldmine im Norden des Landes wegen mehrerer Arbeitsunfälle und genereller Sicherheitsmängel geschlossen worden. Ein Jahr später hatte die Aufsichtsbehörde den Betrieb jedoch wieder zugelassen. Dabei habe man sich auf den “guten Willen“ der Eigentümer verlassen, sagte der frühere Vizedirektor der Behörde, Exequiel Yanes.

Regierung will bei Vermittlung der Arbeiter helfen

Die Aufsichtsbehörde ist in dem liberalen Musterland Chile sehr klein: nur 18 Fachkräfte sollen die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften in der gesamten Bergbaubranche überprüfen. Die aber ist sehr einflussreich, weil sie mehr als die Hälfte der Devisen des Landes erwirtschaftet. Die Regierung kündigte nach dem Unglück in San José am Wochenende die Schaffung einer neuen Aufsichtsbehörde an.

Unterdessen lehnte die Regierung die Forderung der Gewerkschaften am Montag ab, die Gehaltszahlungen für alle bisherigen Arbeiter der Mine San José bis zur Rettung der Eingeschlossenen zu übernehmen. Die Arbeiter befürchten, dass das Minen-Unternehmen San Esteban die Löhne ab September nicht mehr bezahlen werde. Minenminister Laurence Golborne sagte lediglich zu, die Regierung werde bei der Vermittlung der Arbeiter an andere Unternehmen helfen.

dpa

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