St. Petersburg: Protest gegen Bau des Gazprom-Wolkenkratzers 

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So soll der geplante "Ochta-Turm" am Fluss Newa in St. Petersburg aussehen, wenn er fertiggebaut ist.

St. Petersburg - Der geplante Bau eines 400 Meter hohen Wolkenkratzers sorgt in St. Petersburg für einen Aufschrei.

Kritiker fürchten, dass der 77-geschossige Glasturm für den Energieriesen Gazprom das Stadtbild der Zarenmetropole mit ihren Palästen, Kanälen und Brücken verschandeln könnte.

Rund 3.000 Menschen gingen am Samstag aus Protest gegen das Hochhaus auf die Straße. Auch die UNESCO hat gewarnt, der Bau könnte den Status von St. Petersburg als Weltkulturerbe gefährden. “Geschichte ist wichtiger als Geld!“ war auf Transparenten beim Protestmarsch am Samstag zu lesen. Die Demonstranten forderten den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew auf, den Bau zu stoppen und die Petersburger Gouverneurin Valentina Matwijenko zu erlassen, die grünes Licht für das sogenannte Ochta-Zentrum gegeben hat.

Rückenwind erhielt die Protestbewegung auch vom russischen Kulturminister Alexander Awdejew. Er erklärte in einem am Samstag veröffentlichten Interview der Zeitung Kommersant, er habe in einem Brief an die Staatsanwaltschaft darauf hingewiesen, dass das Projekt gegen Föderationsrecht verstoßen würde. Matwijenko wies dies nach Berichten der Nachrichtenagentur RIA Nowosti zurück.

AP

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