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Jahrzehnte nach Tschernobyl

Pilze in Bayern nach wie vor radioaktiv verseucht

Ein Maronenröhrling in einem Waldstück bei Wiesenfelden in Niederbayern. Foto: Armin Weigel/Archiv
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Ein Maronenröhrling in einem Waldstück bei Wiesenfelden in Niederbayern. Foto: Armin Weigel/Archiv

München (dpa) - Auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind einige Pilzarten insbesondere in Bayerns Wäldern noch immer stark radioaktiv verseucht.

Unter anderem sind Braunscheibige und Orangefalbe Schnecklinge, Gemeine Erdritterlinge, Rotbraune Semmelstoppelpilze, Maronenröhrlinge und Braune Scheidenstreiflinge mit Cäsium-137 belastet, wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Dienstag berichtete. Sie könnten noch bis zu einige 1000 Becquerel (Bq) Cäsium-137 pro Kilogramm aufweisen.

Deutschlandweit seien die höchsten Radiocäsiumgehalte in Wildpilzen in außergewöhnlich hoch kontaminierten Gebieten im Bayerischen Wald, im Donaumoos südwestlich von Ingolstadt und in der Region Mittenwald nahe Garmisch-Partenkirchen zu erwarten. In Norddeutschland hatte sich nach dem Reaktorunfall im April 1986 hingegen deutlich weniger Cäsium-137 abgelagert.

Die zusätzliche Strahlenbelastung sei jedoch vergleichsweise gering, sofern die Pilze in üblichen Mengen gegessen werden. Für Wildpilze, die im Handel angeboten werden, muss laut BfS ein Grenzwert eingehalten werden.

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