Pipeline-Unglück verseucht Fluss

Salt Lake City - Erneute Öl-Katastrophe in den USA: Ein Pipeline-Unglück hat im US-Staat Utah einen kleinen Fluss verseucht und rund 150 Wasservögel mit einer Ölschicht überzogen.

Ein Fluss voller Öl, mehr als 150 verschmutzte Vögel und ein geschlossener Park - eine leckende Öl-Leitung hat nahe der US-Stadt Salt Lake City (Utah) massive Umweltschäden angerichtet. Aus einem defekten unterirdischen Rohr der Öl-Firma Chevron seien mindestens 1500 Liter Rohöl ausgeflossen, berichtete die “Salt Lake Tribune“ am Sonntag. Hilfskräfte versuchen, das Öl aufzuhalten, bevor es in den berühmten Großen Salzsee fließen kann.

Das mittlerweile geschlossene Leck wurde am Samstag entdeckt - unklar blieb aber, wie lange das Öl schon austrat. Es färbte einen Bach, der in der Nähe der Stadt fließt, auf rund zehn Kilometern Länge schwarz. Die Brühe mündete im Teich eines Parks, der geschlossen werden musste. Sie verklebte das Gefieder von mehr als 150 Gänsen und Enten, die zur Reinigung in ein Zoo gebracht wurden.

Hilfskräfte arbeiteten die ganze Nacht durch, um die Wasserwege zu reinigen. Chevron habe versprochen, alle Schäden zu beseitigen, teilten die Behörden der Stadt mit. Das könne noch Wochen dauern. Das Trinkwasser in der Region sei aber nicht betroffen. “Es ist eine Tragödie, es ist fürchterlich“, sagte der Stadtratsvorsitzende von Salt Lake City, Todd Martin, der Zeitung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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