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Über Forderungen der Geiselnehmer bislang nichts bekannt

Piraten kapern deutsches Schiff vor der Küste Westafrikas - mindestens drei Russen als Geiseln

Vor der Küste Westafrikas haben Piraten ein Containerschiff einer deutschen Rederei überfallen. (Symbolbild)
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Vor der Küste Westafrikas haben Piraten ein Containerschiff einer deutschen Rederei überfallen. (Symbolbild)

Vor der Küste Westafrikas ist am Sonntag ein Containerschiff einer deutschen Reederei von Piraten überfallen worden. Acht Personen wurden wohl gekidnappt.

  • Piraten haben vor der Küste Westafrikas in Benin ein Containerschiff einer deutschen Reederei überfallen.
  • Acht Besatzungsmitglieder - teilweise mit russischer Staatsangehörigkeit - wurden vermutlich entführt.
  • Die russische Botschaft ist in Kontakt mit lokalen Behörden. Über Forderungen der Piraten ist bislang aber nichts bekannt. 

Cotonou/Moskau - Vor der Küste Westafrikas haben Piraten ein Containerschiff der deutschen Reederei Gerd Ritscher überfallen und mutmaßlich acht Mitglieder der Besatzung verschleppt. Elf weitere Crewmitglieder der „Tommi Ritscher“ seien am Dienstag von den örtlichen Behörden unversehrt aus einem Sicherheitsraum an Bord befreit worden. Das teilte die Consultingfirma MTI in Singapur im Auftrag der Reederei mit Sitz in Jork in Niedersachsen mit.

Piraten überfallen Containerschiffe vor der Küste Westafrikas - acht Besatzungsmitglieder vermisst

Den Informationen zufolge war die 255 Meter lange „Tommi Ritscher“ am Sonntag angegriffen worden, als sie vor dem Hafen Cotonou in Benin lag. An dem Einsatz in der Nacht zum Dienstag waren demnach die Marine von Benin und außerdem Spezialkräfte aus dem Nachbarstaat Nigeria beteiligt. Bei den acht vermissten Mitgliedern der Besatzung müsse man davon ausgehen, dass die Piraten sie gekidnappt haben, hieß es. Das Schiff befinde sich in den Hoheitsgewässern Benins und werde von Patrouillenbooten der Marine blockiert.

Die russische Botschaft für die Staaten Benin und Togo schrieb am Dienstag auf Twitter, es würden drei Russen als Geiseln gehalten. MTI machte zur Nationalität der Seeleute keine Angaben, um Verhandlungen über eine Freilassung der Entführten nicht zu gefährden. Die auf Sicherheit in der Schifffahrt spezialisierte Firma Dryad Global in London berichtete, die Besatzung des Schiffs stamme aus Russland, der Ukraine, Bulgarien und von den Philippinen. In der Region im Golf von Guinea habe es 2020 bereits mehrere Piratenangriffe gegeben.

Die russische Botschaft steht in Kontakt mit lokalen Behörden - bislang keine Forderungen der Piraten bekannt

Über Forderungen der Piraten war zunächst nichts bekannt. Die russische Botschaft teilte mit, sie sei in engem Kontakt mit den lokalen Behörden. Die sechs Jahre alte „Tommi Ritscher“ kann 4785 Standardcontainer (TEU) tragen und ist auf der portugiesischen Insel Madeira registriert.

Ein anderer tragischer Vorfall ereignete sich am Sonntag in der kanadischen Provinz Nova Scotia. Dort kam es zu einem Amoklauf mit mindestens 19 Todesopfern. Im oberbayerischen Starnberg kam es Mitte Januar außerdem ebenfalls zu einer schockierenden Bluttat. Dort sorgte ein Dreifach-Mord* für Schlagzeilen. 

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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