Rätsel um toten Manager auf Mallorca gelöst

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Würzburg/Palma de Mallorca - Der deutsche Manager, der auf Mallorca durch einen Schuss starb, hat sich nach Erkenntnis der spanischen Ermittler selbst umgebracht.

Der Tod eines mutmaßlichen deutschen Millionenbetrügers auf der Ferieninsel Mallorca scheint geklärt. Nach Überzeugung der spanischen Polizei hat sich der 72- Jährige Dieter F. selbst erschossen. Die Kugel in seinem Kopf stamme aus jener Pistole, die Taucher in der Nähe des Toten im Meer gefunden hatten, berichtete die mallorquinische Presse am Mittwoch. Die Stieftochter des Toten, Fernsehmoderatorin und Ex-Model Fiona Ferrer, hatte behauptet, der 72-Jährige sei von Polizisten getötet worden.

Dieter F. war einer der Mitbeschuldigten im Fall des in Würzburg inhaftierten Geschäftsmanns Helmut K. aus Aschaffenburg. Die Männer sollen über ein kompliziertes Firmengeflecht Privatanleger und internationale Großbanken wie Barclays und BNP Paribas getäuscht und um mehr als 300 Millionen Euro erleichtert haben. Die Staatsanwaltschaft Würzburg ermittelt seit Monaten wegen Untreue- und Betrugsverdachts in dem Fall.

Der 72-Jährige war am vergangenen Samstag nahe seiner Villa auf Mallorca ums Leben gekommen. Als Polizisten ihn wegen der anstehenden Auslieferung nach Deutschland festnehmen wollten, war er geflüchtet und von seinem Grundstück aus rund fünf Meter tief ins Meer gesprungen. Dabei setzte er sich den Berichten zufolge die Pistole an den Kopf und schoss. Einer der Beamten soll noch gerufen haben: “Dieter, tue es nicht. Wir wollen nur zum Gericht.“ Woher der 72-Jährige die Waffe hatte - Taucher fanden eine Beretta Kaliber 6,35 Millimeter -, war zunächst unklar. Er habe keinen Waffenschein besessen. Der Fall sei für die Polizei jedoch praktisch abgeschlossen, hieß es weiter.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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