BP räumt "katastrophale" Ölpest ein

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Späte Einsicht: BP bezeichnet die Ölkatastrophe jetzt selbst als "katastrophal".

Washington - Mehr als einen Monat nach dem Versinken der Bohrinsel “Deepwater Horizon“ wird die Lage am Golf von Mexiko immer schlimmer.

Der Geschäftsführer des Ölkonzerns BP, Bob Dudley, räumte am Sonntag ein, dass die Ölpest “katastrophal“ sei. Zum Wochenbeginn rechnen Experten mit der massiven Verseuchung eines Küstengebiets westlich des Mississippi. Insgesamt wird befürchtet, dass in den nächsten Tagen immer mehr Öl an vorgelagerten Inseln vorbei in die zahlreichen kleinen Buchten und ins Marschland des US-Staates Louisiana dringt.

Ein Versuch, den anhaltenden Ölstrom ins Wasser zu stoppen, soll nach Dudleys Worten jetzt am Dienstagabend oder am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) beginnen. Dabei will das Unternehmen das Bohrloch durch den Beschuss mit einer schweren Schlamm-Masse schließen. Klappt das Manöver nicht, soll die sprudelnde Ölquelle zum Verstopfen mit Golfbällen und Gummiteilen bombardiert werden. Danach gebe es noch andere Möglichkeiten, sagte Dudley dem Sender CNN. “Wir werden es immer weiter versuchen, wir werden nicht bis August warten.“

Im August sollen die Bohrarbeiten an zwei Nebenzugängen zum Hauptbohrloch abgeschlossen sein. Dadurch würde BP dann eine schwere Flüssigkeit und Zement einleiten, um die Quelle für immer zu versiegeln.

dpa

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